Kein Grund, die nicht vorhandenen Haare zu raufen: Dietmar Seethaler sitzt auch in der kommenden Runde auf der Trainerbank des TSV Münchingen. Foto: Andreas Gorr

Karl-Heinz Fuhrmann bleibt in Eltingen, Andreas Broß in Heimerdingen. Auch die Trainer der beiden anderen Altkreisteams in der Landesliga machen weiter – Dietmar Seethaler beim TSV Münchingen und Rolf Kramer in Rutesheim.

Leonberg - Zwölf Spieltage stehen in dieser Landesligasaison noch auf dem Plan. In Sachen Meisterschaft und Abstieg ist noch lange nichts entschieden. Schon jetzt sind dagegen beim TSV Münchingen die Würfel gefallen. Der Club hat sein Personal für die kommende Runde zusammen. Trainer Dietmar Seethaler geht mit seinem kickenden Personal ins dritte Jahr. Abteilungsleiter Hans-Peter Kurz: „Das war eine ganz problemlose Verlängerung.“ Das Gesamtpaket stimmt, auch wenn Kurz zufolge Trainer in Münchingen nur die Hälfte von dem verdienen könnten, was in anderen Vereinen geboten wird.

Gereizt hat den Münchinger Übungsleiter, dass der derzeitige Kader auch in der kommenden Saison komplett zusammen bleibt. Die junge Mannschaft ist eingespielt und hat Steigerungspotenzial. Zudem ist man noch in Gesprächen mit einem möglichen Rückkehrer. Mit Michele, Riccardo, Fabio und Roberto Ancona stehen drei Brüder und ein Cousin im Kader. Jetzt fehlt nur noch Luigi Ancona, der beim Verbandsligisten VfB Neckarrems spielt. Ob es etwas wird mit dem fünften im Bund, ist offen. Denn in Neckarrems will man den Spieler möglichst für weitere zwei Jahre binden.

Eine vierte Mannschaft im Spielbetrieb nicht ausgeschlossen

Auch im Unterbau sind in Münchingen die Weichen gestellt. Martin Schulz als Trainer der zweiten Mannschaft (A-Liga) und Thomas Scholl vom B-Liga-Team machen ebenfalls weiter. Aus der Jugend wechseln neun Akteure in den Aktivenbereich. Es ist nicht ausgeschlossen, dass der TSV für die Saison 2014/2015 eine vierte Mannschaft meldet. Kurz: „Ich habe immer gesagt, wir schicken niemanden weg.“

Das sagt auch der Rutesheimer Trainer Rolf Kramer über seine Mannschaft – mit einem kleinen Zusatz. „Es gibt den einen oder anderen, der nicht so viel Einsatzzeit bekommen hat. Jeder muss für sich wissen, welche Rolle er gerade bei uns spielt. Wenn er sagt, er will sich durchbeißen, dann soll er es versuchen .“ Die Verlängerung des Trainerengagements bei der SKV ist Formsache. Letztlich geht es nur noch um die Aufgabenverteilung für die kommenden Wochen, um die neue Saison gezielt angehen zu können. Der Coach nimmt damit die vierte Spielzeit als Verantwortlicher in Angriff. Für den Vereinschef und stellvertretenden Fußball-Abteilungsleiter Volker Epple ist das ein Novum. „Seit 1970 wäre das der erste Trainer, der länger als drei Jahre am Stück in Rutesheim ist.“

Zurück in das obere Tabellendrittel

Mit den Zielen für die neue Runde hat sich Rolf Kramer bislang noch nicht befasst. „Aktuell haben wir noch genug zu tun, was diese Saison angeht“ (Kramer). Mit 25 Punkten auf Platz elf beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz nur fünf Zähler, der Klassenerhalt ist noch nicht gesichert. Die Ansprüche des Trainers sind aber ganz andere. Er sieht die SKV Rutesheim im oberen Tabellendrittel. Kramer: „Wir wollen wieder dahin, wo wir auch in den letzten Jahren waren.“ In den beiden zurück liegenden Runden landete die SKV auf den Plätzen drei und vier. Die Leistungsträger der Mannschaft bleiben dem Club aller Voraussicht nach erhalten. Marcel Schreiber hat fest zugesagt, bei Akteuren wie Christopher Baake oder Steffen Hertenstein sieht Kramer keine Anzeichen für einen Wechsel. Bei möglichen Neuzugängen sind am ehesten Spieler für die Außenbahn oder das zentrale Mittelfeld gefragt.

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