Die A-Junioren der SV Böblingen wollten in der Fußball-Oberliga den nächsten Schritt in Richtung Klassenerhalt machen. Die Nachwuchskicker zeigten jedoch zwei Gesichter, die einen Punktgewinn beim Bahlinger SC zunichte machten.
Die A-Junioren der SV Böblingen haben den zweiten Punktgewinn in diesem Jahr knapp verpasst. In der Fußball-Oberliga verloren die Kreisstädter trotz Aufholjagd mit 2:3 beim Bahlinger SC. „Wir haben das Spiel wegen der ersten Halbzeit verloren, denn wir hätten einen Punkt holen können“, haderte Trainer Erick Odhiambo, der ohne den beruflich verhinderten Daniel Fredel an der Seitenlinie stand.
Der Start in die Partie verlief nicht gut. „Wir waren bemüht, aber nicht mit 100 Prozent da.“ Die SVB hatte zwar die Spielkontrolle und erarbeitete sich mehrere gute Chancen, aber wie schon in der Vorwoche fehlte die Präzision im Abschluss. Die legten die Hausherren an den Tag. Nach einem Freistoß traf Andre Giedemann (14.) zur Führung, Ivan Markonjic legte nach einem Ballgewinn im Mittelfeld (23.) nach. „Da standen wir etwas zu hoch“, monierte Odhiambo.
Doch es kam noch dicker: Tom Arbeit tanzte die Gäste-Abwehr aus und traf zum 3:0 (42.). „Der Gegner war viermal vor dem Tor und hat dreimal getroffen.“ Gleichzeitig war der SVB-Coach mit der eigenen Chancenverwertung sehr unzufrieden. „Die erste Halbzeit hätte 3:3 ausgehen können, vielleicht hätten wir sogar führen können.“
Mit neuem Elan kam sein Team aus der Kabine, doch weder Oliab Calemba, Kosmas Gkiagkiaev oder ein anderer Böblinger Kicker bekam die Kugel im gegnerischen Gehäuse unter. Zu allem Überfluss geriet auch der Schiedsrichter immer mehr ins Visier. „Er hat uns zwei, drei Situation abgepfiffen, obwohl nichts war und es eigentlich ein Tor für uns sein sollte“, kritisierte Odhiambo nicht zuletzt die aus seiner Sicht fragwürdigen Abseitsentscheidungen. Auch seine Schützlinge haderten immer wieder mit den Entscheidungen des Unparteiischen. „Wir waren zu hitzig und haben zu häufig mit dem Schiedsrichter diskutiert“, meinte der Übungsleiter. Um schlimmeres zu vermeiden, musste er daher zweimal wechseln.
Sportlich sorgte Maximilian Bresic mit seinem Tor (71.) nochmal für Hoffnung. Der Anschlusstreffer gelang Fabian Schlechte allerdings erst in der Verlängerung (90.+4). „Wir haben zwei komplett verschiedene Halbzeiten gespielt“, bilanzierte Odhiambo. Daher kündigte er an, dass er über die mal wieder hochgekochten Emotionen reden will. Auch am Toreschießen gilt es zu feilen, damit am Samstag (15 Uhr) beim VfR Aalen wieder etwas Zählbares rausspringt.