Vorbei an Münchingens Moritz Wemmer (r.) auf dem Weg zum 1:0: der Ludwigsburger Nico Scimenes. Foto: Baumann

Der Landesligist TSV Münchingen trennt sich von der SpVgg 07 Ludwigsburg mit 1:1 (0:1). Nach Verletzungspause gelingt Michael Sparka bei seinem Comeback der Ausgleich per Kopf.

Korntal-Münchingen - Wieder ein Punkt, wieder ein Unentschieden gegen ein ambitioniertes Team: nach dem 2:2 beim TSV Ilshofen kann dem TSV Münchingen auch das 1:1 gegen die SpVgg 07 Ludwigsburg aber nur dazu dienen, zurück zu Sicherheit und Selbstvertrauen zu finden. Der eine Zähler hilft in der Tabelle nicht weiter. Die Mannschaft bleibt vorerst im Tabellenkeller hängen.

Seit sechs Spieltagen wartet der TSV Münchingen nunmehr auf einen Sieg. Am Stock geht er deswegen aber noch nicht. Es ist lediglich der Trainer Dietmar Seethaler, der sich eines solchen, beziehungsweise einer Gehilfe, bedienen muss. Und da der Übungsleiter wegen eines Knieschadens humpelnd etwas länger bis zu seiner Bank brauchte, saß er da noch gar nicht so lange, als die Gegenseite schon jubelte.

Schnelle Konter stellen Münchingen vor Probleme

Nico Scimenes kurvte von der linken Seite in Arjen-Robben-Manier nach innen, ließ dabei Moritz Wemmer und Dennis Schäffler stehen und zog aus 18 Metern ab – 0:1 (6.). Wemmer verletzte sich auch noch dabei und musste durch Marco Knittel ersetzt werden. Ein gelungener Start sieht anders aus. Ludwigsburg zog sich weit zurück, griff erst an der Mittellinie an und setzte mit seinen Kontern Nadelstiche. Immer wieder Scimenes, aber auch der schnelle Zvonimir Zivic und auf der rechten Seite Christos Dovridis stellten die TSV-Defensive vor große Probleme. Es reichten in der Regel zwei oder drei Pässe, um die Viererkette, in der erstmals wieder Michael Sparka stand, auszuhebeln.

Münchingen fand keine Einstellung zu diesem Spiel und hatte auch keine Mittel, um den Ludwigsburger Abwehrriegel zu knacken. Einmal musste sich 07-Tor­spieler Patrick Demut bei einem Freistoß von Michele Ancona auszeichnen (32.), dann verfehlten Distanzschüsse von Michael Koch (35.) und Mohran Hussein (36.) knapp ihr Ziel. Die klar besseren Gelegenheiten hatten aber die Gäste. Andreas Kindl säbelte frei stehend zentral vor dem Tor über den Ball (20.), und Münchingens Schlussmann Maximilian Kunz rettete gegen Scimenes in höchster Not (34.)

Mehr Aggressivität im zweiten Durchgang

Im zweiten Durchgang legte der TSV einen Gang zu. Jetzt waren es die Gast­geber, die den Gegner mit ihrer Aggressivität Entschlossenheit nicht zur Entfaltung kommen ließen. Ludwigsburg tat zu wenig, hatte augenscheinlich auch nicht mehr die Kraft dazu. Die gefährlichen Konter wurden seltener. Nur einmal, als Sparka das Duell gegen Zivic verloren hatte, musste Kunz gegen Daniel Spieth noch einmal alles riskieren, um den zweiten Gegentreffer zu verhindern.

Nach wochenlanger Verletzungspause ist Sparka hinten noch nicht wieder der Alte. Dass er für die Mannschaft ganz wichtig ist, zeigte er gegen Ludwigsburg an anderer Stelle. Beim Eckball von Michele Ancona stand er am langen Eck goldrichtig und köpfte unbedrängt zum Ausgleich ein (62.). Ein Tor, das sich abgezeichnet hatte, denn erst kurz zuvor war Christian Buck knapp gescheitert. In den letzten 20 Minuten hatte Münchingen mehr zuzusetzen. Der offene Schlagabtausch brachte aber weder hüben noch drüben eine wirklich zwingende Chance.

TSV Münchingen: Kunz, Pellegrino, Sparka, Schäffler, Wemmer (23. Knittel), Koch, R. Ancona, Buck, M. Ancona, Di Clemente, Hussein (68. Futterknecht).

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