Für die Qualifikationsspiele gegen Irland und Schweden hat Bundestrainer Joachim Löw Leverkusens Angreifer Stefan Kießling nicht nominiert. Laut Löw ist Kießling aber für einen Einsatz bei der WM in Brasilien bereit: "Wir haben uns verständigt, dass er, wenn er gebraucht wird, uns auch zur Verfügung steht".

Frankfurt/Main - Bundesliga-Torschützenkönig Stefan Kießling bleibt für Bundestrainer Joachim Löw nur ein absoluter WM-Notnagel. „Ich habe ihm gesagt, dass ich in erste Linie auf Mario Gomez und Miroslav Klose als Stürmer setze, und dass ich dahinter den einen oder anderen Spieler habe, den ich in diesem Jahr nochmal testen will“, berichtet Löw am Freitag von einem persönlichen Gespräch mit Kießling unter der Woche.

Der Angreifer von Bayer Leverkusen fehlte am Freitag erneut im Aufgebot der deutschen Fußball-Nationalmannschaft für die letzten WM-Qualifikationsspiele gegen Irland (11. Oktober) und Schweden (15. Oktober), obwohl Klose und Gomez verletzt sind.

"Er hat viele Tore erzielt und ist fast 30 Jahre alt"

Laut Löw ist Kießling aber für eine Einsatz im kommenden Jahr in Brasilien bereit. „Es würde ihm nicht ganz gerecht werden, wenn man ihn einmal holt und dann wieder wegschickt. Er hat viele Tore erzielt und ist fast 30 Jahre alt. Von daher haben wir uns verständigt, dass er, wenn er gebraucht wird, bei mir und bei der Nationalmannschaft uns auch zur Verfügung steht“, sagte Löw. Letztmals hatte Kießling bei der WM 2010 für Deutschland gespielt.

„Er stellt sich zur Verfügung, das finde ich auch klasse. Ich weiß, was er kann. Ich respektiere auch seine Leistungen in der Bundesliga“, sagte Löw in einem Video auf der Homepage des Deutschen Fußball-Bundes. Kießling hatte am Mittwochabend betont, sich „noch nicht“ zu seiner Situation bei der Nationalmannschaft äußern zu wollen.

Das Aufgebot der Fußball-Nationalmannschaft für die WM-Qualifikationsspiele gegen Irland am 11. Oktober (20.45 Uhr/ARD) in Köln und in Stockholm gegen Schweden am 15. Oktober (20.45 Uhr/ZDF):
Tor: René Adler (Hamburger SV), Manuel Neuer (FC Bayern München), Ron-Robert Zieler (Hannover 96)
Abwehr: Jérome Boateng, Philipp Lahm (FC Bayern München), Benedikt Höwedes (FC Schalke 04), Mats Hummels (Borussia Dortmund), Marcell Jansen (Hamburger SV), Per Mertesacker (FC Arsenal)
Mittelfeld: Lars Bender, Sidney Sam (Bayer 04 Leverkusen), Sven Bender, Marco Reus (Borussia Dortmund), Julian Draxler (FC Schalke 04), Mario Götze, Toni Kroos, Thomas Müller, Bastian Schweinsteiger (FC Bayern München), Sami Khedira (Real Madrid), Mesut Özil (FC Arsenal), André Schürrle (FC Chelsea)
Angriff: Max Kruse (Borussia Mönchengladbach)

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