Der SVF-Trainer Giuseppe Greco (hinten) verabschiedet nach der 0:3-Niederlage Burak Sönmez in die Winterpause. Foto: Maximilian Hamm

Spielerisch entwickeln sich den Trainern zufolge sowohl der SV Fellbach in der Verbandsliga als auch der TV Oeffingen in der Landesliga weiter. Nur manchmal reicht das nicht.

Fellbach/Oeffingen - Wenn es nach dem Trainer Giuseppe Greco geht, machen die Fußballer des SV Fellbach in dieser Saison 80 Prozent richtig und nur 20 Prozent nicht. Doch zum Abschluss des sportlichen Jahres zeigt der Blick auf die Tabelle der Verbandsliga, dass diese 80 Prozent eben nicht reichen. Nach 17 Spielen steht die Mannschaft mit 14 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz. Die Statistik zeigt zudem, dass der Aufsteiger den schwächsten Angriff dieser Liga hat – nur 21 Treffer stehen auf dem Torekonto. Gut möglich, dass die Verantwortlichen hier in der Winterpause noch tätig werden. „Den Jungs ist nicht bewusst, wie viel Aufwand und Leidenschaft diese Aufgabe in der Verbandsliga erfordert“, sagte Giuseppe Greco, der selbst schon höherklassig gespielt hatte, nach der 0:3-Niederlage am Samstag beim 1. FC Normannia Gmünd. Dennoch gesteht er seinen Spielern zu, im Vergleich zur Aufstiegssaison spielerisch einen Schritt nach vorn gemacht zu haben. Die Tabelle zeigt es eben nur nicht. Sie zeigt dagegen den Verbund des 1. FC Normannia Gmünd auf dem vierten Tabellenplatz. Beim jüngsten Erfolg gegen die Gäste des SV Fellbach zeigte Fabian Kolb eine gute Vorstellung auf der linken Außenbahn. Der 22-Jährige aus Oeffingen ist seit 2016 im Verein, hatte in der Jugend auch schon beim SV Fellbach gespielt. Die Fellbacher Fußballer hatten am Samstag auch ein wenig Glück, dass sie nicht deutlicher verloren haben. Sie konnten sich bei ihrem Tormann Manuel Haug bedanken, der einige Paraden zeigte. Er war kurzfristig für den etatmäßigen Schlussmann Philipp Gutsche eingesprungen und machte seine Sache gut. Er ist deshalb – trotz der drei Gegentore – unser Spieler des Tages.

Die letzte Partie der Landesliga-Fußballer des TV Oeffingen vor der Winterpause ging an den SV Kornwestheim. Das Team aus dem Wohnort von Haris Krak, dem TVOe-Trainer, gewann 2:0 (0:0). Die Platzherren, die als Favoriten in die Begegnung gegangen waren, mussten die bittere Heimniederlage erst verdauen, bevor bei der Abschlussfeier im Clubhaus Partylaune aufkam. „Jeder hat ein Bier mehr gebraucht“, sagte der Trainer. Das galt auch für Daniel Juric, der sich mit viel Ballbesitz, viel Präsenz, viel Ehrgeiz und vielen Pässen in die gegnerische Spielhälfte den Titel Spieler des Tages verdient hat. Irgendwann kam am Samstagabend dann doch gute Stimmung auf, auch die Laune des Trainers hob sich. „Wir können mehr als zufrieden sein, denn wir haben spielerisch eine Schippe draufgelegt. Ich bin stolz auf meine Jungs. Wir haben viele schöne, saubere Spiele gezeigt und klar dominiert“, sagte Haris Krak. Zudem sei die Mannschaft noch jung und in der Lernphase. Zwar hätte der Trainer das Jahr gerne mit einem finalen Heimsieg beendet und wie er sagt „aus dem Zucker noch Zuckerwatte gemacht“, doch der 39-Jährige spürt, dass so langsam die Kräfte zu Neige gehen. „Ich meine damit nicht die körperliche Verfassung, sondern die psychische. Wir können alle eine Pause vertragen.“ Nach drei fußballfreien Wochen erwartet Haris Krak dann sein Team am Montag, 20. Januar, wieder zum Training auf dem Tennwengert. Dann wird auch Tolunay Virit wieder mit dabei sein. Der 24-jährige Angreifer, der zu Saisonbeginn vom FSV Waiblingen gekommen war, litt lange an einem Knorpelschaden im Knie, doch nun schlägt die Behandlung an. „Einen Stoßstürmer wie Tolunay hätten wir am Samstag gegen Kornwestheim gut gebrauchen können,“ sagte Haris Krak, der sich über Verstärkung freut.

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