Der TSV Eltingen (links Sandro Villani) hat im Abstiegsduell beim Gastgeber TSV Münchingen Foto: Andreas Gorr

Es konnte Münchingens Trainer Ömür Bozkurt nach der regulären Spielzeit nicht schnell genug gehen, bis Schiedsrichter Daniel Fuchs endlich die Partie abpfiff. Dann lagen sich seine Spieler jubelnd in den Armen. Soeben hatten sie im Landesliga-Derby gegen den ebenfalls vom Abstieg bedrohten TSV Eltingen mit 2:0 (0:0) Toren gewonnen. Die beiden Treffer erzielte Michele Ancona in der 57. und in der 85. Minute.

Münchingen/Leonberg - Es konnte Münchingens Trainer Ömür Bozkurt nach der regulären Spielzeit nicht schnell genug gehen, bis Schiedsrichter Daniel Fuchs endlich die Partie abpfiff. Dann lagen sich seine Spieler jubelnd in den Armen. Soeben hatten sie im Landesliga-Derby gegen den ebenfalls vom Abstieg bedrohten TSV Eltingen mit 2:0 (0:0) Toren gewonnen. Die beiden Treffer erzielte Michele Ancona in der 57. und in der 85. Minute. Wobei Eltingen gerade in dieser Phase die spielbestimmendere Mannschaft gewesen ist, allerdings einige Male Pech im Abschluss hatte.

Eine Glanzleistung hatten die rund 200 Zuschauer gestern auf dem Kunstrasenplatz des TSV Münchingen nicht gesehen. Und der starke Wind machte es für die Spieler schwer, genaue Pässe zu schlagen. Vor allem die hohen Bälle wurden einfach davon getragen, die Flugbahn war schwer einzuschätzen. Dass beide, sowohl Münchingen als auch Eltingen, Druck hatten, die Punkte zu holen, war ihnen anzumerken. „Beide standen in der ersten Hälfte hinten drin, für uns war es gut, dass wir im Spiel gegen den Wind die Null gehalten haben“, sagte Ömür Bozkurt, Trainer des TSV Münchingen, später. Sein Kollege Lothar Mattner hatte bei seiner Mannschaft schon Fortschritte im Vergleich zur letzten Partie gegen Untermünkheim gesehen. „Viele Pässe kamen dorthin, wo wir sie hin haben wollten“, so der TSV-Coach.“

Allerdings waren in diesen Momenten die Kollegen, die die möglichen Chancen auch in Zählbares hätten umwandeln können, nicht zur Stelle. Wie beispielsweise in der elften Minute, als Fabio Andretti nach einem hohen Pass zu spät kam. Auch auf Münchinger Seite spielten sich ähnliche Szenen ab – so zielte beispielsweise Salvatore Pellegrino seine Flanke ins Leere (14.). Eine Minute später schickte Diar Shammak Michele Ancona. Doch dessen Pass nach rechts blieb in der Eltinger Abwehr hängen. Die größte Chance hatte der TSV Eltingen in der 21. Minute, als Münchingens Torhüter Michael Quattlender den Schuss von Oliver Neser gerade noch am Pfosten klären konnte. Mit einem 0:0 ging es in die Halbzeitpause.

Nach dem Wechsel fanden die Eltinger besser ins Spiel, erhöhten den Druck nach vorne und tauchten immer wieder gefährlich im Münchinger Strafraum auf. Die beste Möglichkeit hatte in der 51. Minute Fabio Andretti. Dessen Schuss konnte Münchingens Michael Quattlender in letzer Sekunde entschärfen. Von den Gastgebern war in den ersten Minute nach dem Wiederanpfiff nicht viel zu sehen. Doch die erste Möglichkeit, die sie hatten, führte zur 1:0-Führung. In der 57. Minute legte sich Michele Ancona den Ball zum Freistoß hin – damit hatte er zunächst einige Mühe, da der Wind den Ball wegblies. Dann nahm er Maß – und der Ball segelte direkt ins lange Eck.

Durch diese Führung der Gastgeber verlor Eltingen wieder den Faden. Die guten Ansätze waren wie weggeblasen, das Spiel nach vorne von wenig Ordnung geprägt. Doch auch Münchingen glänzte nicht mit sehenswerten Aktionen – und nutze erneut eine der wenigen Chancen.

In der 85. Minute führte der für den verletzten Roberto Ancona eingewechselte Philipp Futterknecht einen schnellen Freistoß aus – die Eltinger waren darauf noch gar nicht gefasst – und der völlig frei stehende Michele Ancona traf zielsicher zur viel umjubelten 2:0-Führung. Glück hatten die Eltinger dann noch, als der Schiedsrichter keinen Elfmeter gaben, als Michele Ancona im Strafraum zu Boden ging. „Qualitativ war das nicht sonderlich gut“, gab Ömür Bozkurt nach der Partie zu, „äußerst wichtig sind für uns die drei Punkte gewesen, sonst wäre der Abstand zum Drittletzten noch größer geworden.“ TSV Münchingen: Quattlender, Koch, R. Ancona (53. Futterknecht), M. Ancona, Knittel (88. Di Clemente), Hetzer (89. Hetzer), Pellegrino, Shammak, Wemmer, Schäffler, Di Matteo. TSV Eltingen: Bär, Schilling Pajda (75. Hahlgans, Günther (87. Paic), Peluso, Klotz, Neser (46. Häcker), Önal, Villani, Trefz (75. Hofmann), Andretti.

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