Florian Frenkel trifft im Endspiel zum 2:0-Endstand. Foto: Privat

Florian Frenkel vom TV Oeffingen feiert mit dem Tübinger Team in Peking den Sieg bei der inoffiziellen Weltmeisterschaft der Universitäten.

Oeffingen/Peking - Die goldene Medaille hat schon einen Ehrenplatz bekommen. Sie schmückt das Wohnzimmer von Florian Frenkel. Für gewöhnlich läuft der 26-Jährige mit den Fußballern des TV Oeffingen vor durchschnittlich rund 200 Anhängern in der Landesliga auf. Am vergangenen Sonntag bestaunten hingegen weitaus mehr Zuschauer im Stadion und etwa 40 000 Fußball-Fans per Livestream im Internet, wie er aus über 30 Metern zum 2:0 traf – in Peking. Für die Mannschaft der Universität Tübingen. Mit seinen studentischen Teamgefährten durfte sich Florian Frenkel bei der inoffiziellen Weltmeisterschaft der Universitäten beweisen und erzielte im Finale gegen die kanadischen Vertreter von der Universität British Columbia den umjubelten Endstand. „Danach haben wir bis um halb sechs morgens gefeiert, bevor wir eine Stunde später schon zum Flughafen mussten“, sagt Florian Frenkel.

Neue Erlebnisse als Fußballer

Zwölf Tage lang hatte er zuvor in der chinesischen Hauptstadt völlig neue Erlebnisse als Fußballer gesammelt. Über dem Spielfeld flog eine Drohne samt Kamera, um die Partien aufzuzeichnen, die Schiedsrichter markierten mit Spray den Abstand der Mauer bei Freistößen, ein vierter Offizieller regelte die Auswechslungen. Und auch abseits des Platzes, beim Besuch der Chinesischen Mauer, war das Interesse an der deutschen Mannschaft groß. „Die Leute wollten Fotos mit uns machen, man hat sich gefühlt wie ein Profi“, sagt der Student der Sportwissenschaft. Als Zweiter der deutschen Hochschulmeisterschaft des vergangenen Jahres hatte das Tübinger Team, das sich überwiegend aus Spielern der TSG Balingen und der TSG Tübingen zusammensetzt, einen Platz unter den zwölf Mannschaften bei den Titelkämpfen bekommen und musste in fünf Partien nicht ein Gegentor hinnehmen. Anders als beim TV Oeffingen, bei dem Florian Frenkel zumeist auf der rechten Abwehrseite die Gegner stoppt, agierte er in der studentischen Auswahl im zentralen Mittelfeld – und nutzte die Position unter anderem zu seinem sehenswerten Treffer für den Titelgewinn. „Das wird für mich wahrscheinlich der größte fußballerische Erfolg meiner Karriere bleiben“, sagt Florian Frenkel. Die Goldmedaille im Wohnzimmer erinnert ihn nun stets daran.

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