Vor dem Abstiegskampfduell mit dem FV Neuhausen schreiten im Weilerhau die Personalplanungen voran. Auch hat der scheidende Torjäger Perhanidis einen neuen Verein gefunden.
Eigentlich ist Sascha Krammer ja kein Mann für Drama. Der Fußballchef des Landesligisten TSV Plattenhardt hält es für gewöhnlich lieber mit Ruhe und Besonnenheit. Diesmal aber erfordert der sportliche Ernst der Lage eine andere Tonart. Klar ist für Krammer: „Wenn wir in der Liga bleiben möchten, müssen wir dieses Spiel gewinnen. Da gibt es kein Wenn und Aber.“
TSV Plattenhardt gegen FV Neuhausen – das ist an diesem Sonntag (15 Uhr) nicht nur Filder-Derby, sondern großes Wackelkandidatenduell im Abstiegskampf. Gerade mal zwei Punkte trennen die beiden Teams. Beide stehen in der Tabelle im Gefahrenbereich. Die Gastgeber haben dabei die zuletzt bittere 1:2-Niederlage in Bad Boll im Gepäck, bei der sie eine Führung in der Endphase noch verspielten. Immerhin: In Dario Blazek (nach Gelb-Rot-Sperre) und dem Spielertrainer Pierre Eiberger (Hexenschuss) dürften zwei vor Wochenfrist auf dem Rasen fehlende Stammkräfte ins Aufgebot zurückkehren. Schlechter sieht es bei Giuliano Soddu aus, auch wenn der Verein gegen seine rote Karte Einspruch eingelegt hat. In seinem Bericht hat der Schiedsrichter zur Plattenhardter Überraschung einen „angedeuteten Kopfstoß“ vermerkt. Krammers Kommentar: „Ich habe die betreffende Szene auf Video rund 20-mal angeschaut – ich sehe nichts Entsprechendes.“
Fortschritte derweil in den Plattenhardter Planungen für die nächste Saison: In Luka Gyselincks, Othniel Boketsu und dem Ersatzkeeper Konstantinos Mylonas haben drei weitere Spieler verlängert, wonach es im aktuellen Kader nun nur noch vier Fragezeichen gibt – allerdings vier namhafte. Sie heißen Kristian Grbic, Nemanja Markovic (beide SV Böblingen?), Fabijan Krpan (beim VfL Sindelfingen im Gespräch) und Ekrem Servi. Letzterer hat dem Vernehmen nach dem an einer Verpflichtung interessierten Staffelrivalen TSV Bernhausen abgesagt, soll aber weitere Angebote vorliegen haben, unter anderem vom Noch-Verbandsligisten FC Esslingen. Wie berichtet will der Angreifer auch künftig mindestens Landesliga spielen – eine Garantie, die ihm bei seinem aktuellen Verein im Moment keiner geben kann.
Klar ist inzwischen, dass der bereits als Aussteiger vermeldete letztjährige Torschützenkönig Aristidis Perhanidis seine Karriere beim Verbandsligisten SV Fellbach fortsetzen wird – dort, wo er in der Saison 2021/2022 schon einmal beschäftigt war. Und dass die Plattenhardter ihrerseits an einem Spieler baggern, der bereits im vergangenen Sommer auf der eigenen Wunschliste stand: Denis Lübke vom Regionalliga-Absteiger 1. Göppinger SV. Der 33-jährige Abwehrmann, so der Plan, soll im Weilerhau als spielender Co-Trainer einsteigen. Der Chefcoach Eiberger und er kennen sich bereits bestens. Sie waren beim SSV Reutlingen mehrere Jahre lang Teamkollegen.