Das war's dann also. Der Plattenhardter Weg führt, wie mittlerweile erwartet, zurück in die Bezirksliga. Foto: Günter Bergmann

Gut mitgehalten, aber keine Punkte. Nach dem 0:1 gegen den TSV Köngen führt der Weg zurück in die Bezirksliga. Dabei ist die Aufstellung schon mal ein Fingerzeig für nächste Saison.

Warum hätte es dieses Mal anders laufen sollen? Nächstes Spiel, und damit zum nächsten Mal die Leier, die beim Fußball-Landesligisten TSV Plattenhardt mittlerweile keiner mehr hören kann. Gut mitgehalten, mit dem Gegner auf Augenhöhe bewegt – am Ende aber keine Punkte. Auch die aktuelle Begegnung mit dem Aufstiegsanwärter TSV Köngen hat in dieser Hinsicht keine Ausnahme gemacht. Nach der 0:1-Heimniederlage am Pfingstsamstag ist der direkte Wiederabstieg der Filderstädter praktisch besiegelt. Ein Jahr nach dem Titelgewinn Kommando zurück. Fortan also wieder Bezirksliga. Freilich, an eine Rettung hatte im Weilerhau schon vor diesem Spieltag keiner mehr wirklich geglaubt.

 

„Auf dem Feld war nicht zu sehen, dass hier der Vorletzte gegen den Zweiten spielt. Es war eine 50:50-Partie“, sagt der weiterhin rückenverletzte Spielertrainer Pierre Eiberger. Nur, so das Problem aus seiner Sicht: „Das Spielglück hat uns einmal mehr gefehlt.“ Und in einer letztlich entscheidenden Szene dann auch die Aufmerksamkeit: Beim Gästetreffer ließ sich Eibergers Abwehr durch einen hinter die Kette geschlagenen Ball düpieren. Den folgenden Querpass verwertete Nikita Jason Hindennach zur Köngener Führung (51.). Die beste Plattenhardter Chance hatte zuvor Mark Hörz vergeben. Er köpfte die Kugel frei stehend am Tor vorbei.

Bemerkenswert: In der Startelf der Rot-Weißen standen neun Kicker mit Jahrgang 2002 oder jünger – wohl schon ein Fingerzeig für die nächste Saison. Der Torjäger Aristidis Perhanidis fehlte wegen eines vor Wochenfrist erlittenen Muskelfaserrisses.

Plattenhardter „Spieler des Spiels“

Aaron Gruber (Nominierungen: 1.). Die Aufgabe war groß – nämlich im Mittelfeld den eigenen Trainer zu ersetzen. Der Youngster Gruber meisterte sie mit großem Laufpensum und als kluger Ballverteiler gut.

TSV Plattenhardt: Grbic – Gyselincks, Markovic, Grun, Hornung – Moll, Gruber, Soddu, Blazek (75. Göcer) – Boketsu (46. Servi), Hörz (64. Zugac).

TSV Köngen: Vogelmann – Durst, Dobler, Herz, Lander – Schadt (66. Vrljicak), Brück, Kimi Hindennach (81. Rüttinger), Corbisiero (30. Nikita Jason Hindennach, 84. Schäberle) – Panne (78. Intemperante), Kögler.