Auch zwei Ausgleichstreffer von Caglar Celiktas (rechts) verhinderten die Echterdinger Heimschlappe nicht. Foto: Günter Bergmann

Mit ihrer Heimniederlage gegen den VfL Sindelfingen rutschen die Echterdinger in der Tabelle auf den viertletzten Platz. Nun folgt am Pfingstsamstag ein gefühltes Endspiel.

Der Schock saß tief. „Ein bisschen fehlen mir nach so einem Spiel die Worte“, sagte der Trainer Daniel Heisig. Aber auch die bloße Statistik sagte ja schon einiges aus: Obwohl eine halbe Stunde lang ein Mann mehr auf dem Rasen, haben die Landesliga-Fußballer des TV Echterdingen ihr Heimspiel gegen den VfL Sindelfingen krachend mit 3:5 verloren. In der Tabelle rutschen die Gelb-Schwarzen damit auf den 13. Platz. Dieser würde am Ende entweder die Relegationsteilnahme oder den Direktabstieg bedeuten, abhängig vom weiteren Verlauf in der Ober- und Verbandsliga.

 

Spätestens jetzt müssen in den Goldäckern also erneut die Alarmglocken läuten. Geht der Mannschaft nach dem Anfangshoch unter dem Wintereinsteiger Heisig nun auf der Zielgeraden die Puste aus? Aus ihren vergangenen vier Partien haben die Echterdinger nur noch einen Punkt geholt. Dabei schien in der aktuellen Begegnung das Momentum auf ihrer Seite zu sein. Zweimal hatte der Torjäger Caglar Celiktas einen Rückstand ausgeglichen: erst nach Kalchschmidt-Vorlage per Abstauber zum 1:1 (29.), dann nach einer Oguz-Ecke per Kopf zum 2:2 (60.). Nicht nur das: Zudem waren die Gastgeber von der 65. Spielminute an in personeller Überzahl. Der Grund: Der Sindelfinger Hakan Kilic sah für ein Nachtreten gegen Giuseppe Pirracchio die rote Karte.

Was aber passierte? Statt der Wende kam das bittere Ende. Der Gästekicker Gianluca Gamuzza drosch einen Freistoß aus 30 Metern ins Netz, unhaltbar für den Youngster Jannis Duplys, der im Echterdinger Tor den verletzten Marko Gaspar (dicker Knöchel) vertrat (75.). „Dieses dritte Gegentor war der Genickbruch“, erkannte Heisig. Der Rest: viele Ballverluste, hängende Köpfe. Und zuletzt lediglich noch etwas Ergebniskosmetik durch den Kapitän Marvin Kuhn (90.). Die weiteren Sindelfinger Torschützen hießen demgegenüber Tobias Kubitzsch (14.), Bünyamin Bakacs (42./82.) und Tahir Bahadir (87.).

Am nächsten Samstag (15.30 Uhr) folgt somit nun eine Art Abstiegsendspiel beim Tabellennachbarn SC Geislingen. Jener steht seit diesem Spieltag zwei Punkte vor Heisigs Team, nachdem er seine Begegnung in Neuhausen mit 2:1 gewonnen hat. Weitere Echterdinger Gegner sind danach der SV Waldhausen (30. Mai zuhause) sowie zum Abschluss der TSV Bad Boll (6. Juni auswärts).

Echterdinger „Spieler des Spiels“

Caglar Celiktas (Nominierungen: 3.). Zumindest bei ihm läuft es weiter gut. Der Routinier erzielte seine Rückrundentreffer Nummer sieben und acht – was die Echterdinger Niederlage aber nicht verhinderte. TV Echterdingen: Duplys – Kuhn, Mägerle (69. Handanagic), Lucov – Heinrich, Oguz (83. Biemel), Schmidt, Deutsche (83. Shalaj), Pirracchio (88. Theobaldt) – Kalchschmidt (74. Dölker), Celiktas. VfL Sindelfingen: Lüdemann-Revit – Kilic, Dittrich, Molitor, Brendle – Simao (90.+2 Walter), Gamuzza (90.+4 Dreshaj), Kubitzsch, Bytyci (67. Maraslioglu) – Bakacs, Ademi (67. Bahadir).