Während der Aufstiegstraum weiterlebt, bekommt der TSV Bernhausen ein neues Gesicht und schon jetzt einen neuen Keeper. Der TSV Plattenhardt beklagt ein volles Lazarett.
Während der TSV Bernhausen im Kampf um die Tabellenführung einen neuen Anlauf nimmt, muss der TSV Plattenhardt nicht nur Schützenhilfe leisten, sondern vor dem Duell mit dem Tabellenzweiten auch noch etliche Spieler ersetzen.
TSV Bernhausen – FV Sontheim/Brenz (Sonntag, 15.30 Uhr)
Dass die Mannschaft des TSV Bernhausen in der kommenden Saison ein fast komplett neues Gesicht haben wird, war spätestens nach der Wechselflut zum Ligakonkurrenten TV Echterdingen klar. Allmählich kristallisiert sich heraus, wer die neuen Gesichter des Teams sein sollen. Diese Woche präsentierten die Lilahemden ihren siebten Neuzugang: Torhüter Tim Schuldt wechselt zur kommenden Saison vom SF Gechingen an den Fleinsbach. Mit seinem aktuellen Team befindet sich der 24-Jährige im Aufstiegskampf der Bezirksliga Nordschwarzwald. „Wir planen grundsätzlich bei unseren Verpflichtungen nicht im Voraus mit Stamm- und Ergänzungsspielern, sondern es soll immer ein offenes Rennen sein“, sagt der Sportliche Leiter Thomas Otto.
Wer Schuldts künftiger Konkurrent wird, ist noch offen. Der aktuelle Stammkeeper Matej Livancic befindet sich nach seinem Umzug nach Ludwigsburg, wie berichtet, vor dem Absprung. Die Verpflichtung von Arjanit Januzi entpuppte sich als Missverständnis. Der Winterneuzugang von der Spvgg Cannstatt war mit seiner Rolle als Ersatzkeeper unzufrieden und hat den Verein bereits wieder verlassen. In welcher Verfassung Kristian-Krassimir Alexandrov nach seiner langen Krankheit zurückkehrt, ist noch offen. Deshalb haben die Bernhausener bereits reagiert und kurzfristig den früheren Echterdinger Hasan Kaya verpflichtet. „Er hat seit August kein Spiel bei Ehningen bestritten und ist deshalb sofort spielberechtigt“, sagt Otto. Kaya kann sich in den kommenden Wochen für eine weitere Anstellung empfehlen.
Bis in zwei Wochen soll 90 Prozent des Kaders für die kommende Runde stehen. „Bis dahin müssen wir noch ein, zwei Haken hinter Verpflichtungen machen“, gibt Otto Einblick. Einer von ihnen soll Ekrem Servi sein. Die Unterschrift des von mehreren Vereinen umworbenen Angreifers des Staffelrivalen TSV Plattenhardt verzögerte sich.
Zugesagt haben alle Spieler für die Landesliga – für den TSV Bernhausen kann es aber noch immer eine Liga höher gehen. Vergangene Woche verpasste das Fleinsbach-Team mit einem enttäuschenden 1:1 beim SC Geislingen die Tabellenführung und liegt als Tabellendritter nur einen Zähler hinter dem Spitzenduo TSV Ehningen und TSGV Waldstetten (je 45 Punkte). „Wir wollen es diese Woche besser machen“, sagt der Coach Roko Agatic. Die Spiele gegen einen Tabellenletzten seien jedoch „die schwersten für einen Trainer“. Zumal sich der designierte Absteiger FV Sontheim nicht völlig aufgegeben hat. Neun seiner zehn Punkte sammelte der Aufsteiger in der Rückrunde. „Sie sind ein bisschen aufgewacht und spielen befreit auf“, warnt Agatic.
Fehlen wird Kapitän und Torjäger Ivan Matanovic. Er befindet sich am Wochenende auf einer Hochzeit in Kroatien.
TSGV Waldstetten – TSV Plattenhardt (Sonntag, 15 Uhr)
Der TSV Plattenhardt könnte dem Nachbarn Bernhausen bei der Mission Tabellenführung Schützenhilfe leisten. Doch zuletzt fehlte dem Aufsteiger das entscheidende Glück. Gegen den aktuellen Spitzenreiter TSV Ehningen verlor der Tabellen-14. zuletzt knapp mit 1:2. Nun treten sie bei dessen Verfolger TSGV Waldstetten an. „Das ist natürlich einer der besten Gegner der Liga, wir sind aber trotzdem guter Dinge“, sagt der Spielertrainer Pierre Eiberger. Das Spiel vergangene Woche gegen Ehningen habe das Potenzial der Mannschaft gezeigt. „Das Spiel dürfen wir niemals verlieren“, ärgert sich Eiberger noch immer. Wir müssen aber dort weitermachen, wo wir aufgehört haben: Chancen herausspielen und defensiv kämpfen, um uns das nötige Quäntchen Glück zu erarbeiten.
Beim 0:2 im Hinspiel am Weilerhau fehlte den Plattenhardtern eben jene Portion Fortune, wobei Waldstetten „den einen Tick besser war“, wie sich Eiberger erinnert. Insbesondere die individuelle Qualität der Waldstettner beeindruckt den Spielertrainer. Hauptsächlich Mittelfeldspieler Tim Schraml sticht beim Team von Trainer Patrick Krätschmer heraus. „Ihn kenne ich noch aus meiner Oberligazeit als er bei Göppingen gespielt hat. Wir haben oft gegeneinander gespielt. Er ist natürlich ein herausragender Akteur“, weiß der langjährige Reutlingen-Kapitän Eiberger.
Personell hat der Coach einige Sorgenfalten. Unter der Woche waren nur 14 Spieler im Training. Namentlich fehlen aus diversen Gründen Luca Flurer, Jamie Luke Straub, Kevin Rippler, Tim Dieringer, Ekrem Servi, Kevin Pein und Fabijan Krpan. Für die beiden Letzteren ist die Saison verletzungsbedingt vorzeitig beendet.