Gegen die Sport-Union Neckarsulm gewinnt der SV Leonberg/Eltingen in der Fußball-Landesliga mit 1:0 – trotz vieler vergebener Chancen. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Abwehr.
In der Fußball-Landesliga stehen die Teams mit den wenigsten Gegentreffern auf Platz zwei (FV Löchgau, 18 Gegentore) und eins (SKV Rutesheim, 28). Auf dem geteilten dritten Platz kommt mit 37 Gegentoren aus 26 Spielen der SV Leonberg/Eltingen, der mit einem 1:0-Sieg über die Neckarsulmer Sport-Union eine starke Serie ausbaut.
Zum sechsten Mal in Folge bleibt das Team unbesiegt, alle drei Heimspiele seit dem 11. April wurden gewonnen. „Neckarsulm ist eine starke Mannschaft, das haben wir vom Hinspiel gewusst“, sagte Trainer Robert Gitschier, dessen Team auf dem Sportplatz an der Sulm mit 1:0 gewonnen hatte.
Viele Chancen für den SV Leonberg/Eltingen gegen die SU Neckarsulm, nur eine landet im Tor
Der Gast hatte im ersten Durchgang zwar mehr Spielanteile, die größeren Möglichkeiten verzeichneten aber die Hausherren. Die erste Großchance hatte Kapitän Marco Seufert, der in der 16. Minute eine Flanke von Ennio Ohmes aufs Tor köpfte, Mathis Feist im Tor der Gäste klärte zum Eckball.
Das zweite Duell entschied dann aber Seufert für sich. Nach einem Abschlag von Torwart Julian Bär leitete Ohmes den Ball in den Lauf seines schnellen Spielführers weiter, der den leicht gelupften Ball kunstvoll über den herauseilenden Feist hob (31.).
Marvin Hampel lässt das hundertprozentige 2:0 aus
Nur wenige Minuten später tauchte Marvin Hampel völlig blank vor Feist auf, anstatt jedoch auf Ohmes querzulegen, entschied er sich für den direkten Versuch, den Feist entschärfte. Einen weiteren Versuch in der 38. Minute setzte Axel Weeber per Direktabnahme über den Kasten. In ähnlicher Weise kam auch die einzige Torchance der Gäste in Minute 40 zustande, nach einer misslungenen Kopfballabwehr von Julian Häusler schloss Mattia Trianni überhastet ab und schoss ebenfalls in bester Footballer-Manier über den Querbalken. Viel mehr brachten die Gäste nicht zustande, der SV verteidigte sicher.
Viele Höhepunkte brachte Durchgang zwei nicht mehr, einmal musste Julian Bär noch eingreifen und einen Freistoß entschärfen. Trainer Gitschier fand: „Das war eher ein Genussball, hat er nach dem Spiel gesagt.“ Um den Routinier im Kasten formiert sich das Bollwerk, das aktuell den Weg zum Ligaverbleib ebnet. Zum achten Mal hielt das Team die Null, in zehn weiteren Spielen gab es nur einen Gegentreffer. In den letzten sieben Partien gab es maximal ein Gegentor pro Spiel. „Wir stehen defensiv sehr stabil, lassen kaum etwas bis gar nichts zu. Deswegen haben die Gegner es aktuell schwer, gegen uns zu treffen“, erklärte Gitschier. Sollte doch mal etwas durchkommen, steht in Bär ein starker Rückhalt bereit.
Nur 1:0 durch schwache Chancenverwertung – „Bringt auch drei Punkte“
Mehr Kaltschnäuzigkeit am offensiven Ende hätte das Duell mit der Sport-Union früher entscheiden können, die Chancen waren gegeben. „Nach dem 1:0 wirft man nicht unbedingt alles nach vorn“, sagte der Trainer, der betonte, das Spiel nach einer Führung nicht bloß verwalten zu wollen. Gleichzeitig stellte er klar: „Ein 1:0 bringt auch drei Punkte, das nehmen wir gerne mit. Viele Spiele gewinnt man in der Defensivarbeit.“ Mit der stabilen Abwehr sieht Gitschier sein Team gut gerüstet für den Klassenerhalt, der rechnerisch trotz eines Platzes im scheinbar gesicherten Mittelfeld noch nicht feststeht. Bis dem so ist, will Gitschier den Abstiegskampf weiter im Blick halten. SV Leonberg/Eltingen: Bär – Nufer, Häusler, L. Feigl, Falch (74. Trefz) – Weeber (62. Strahl), Hampel (71. Gäckle), D. Feigl (86. Schmidt), Seufert – Hofmann (78. Kolar), Ohmes