Da meinte man, Absteiger TV Darmsheim hätte in der Fußball-Landesliga, Staffel II, halbwegs die Kurve gekriegt – und dann das. Beim 3:8 gegen den SV Waldhausen war wieder Land unter.
So paradox es auch klingen mag, diese 3:8-Heimpleite des TV Darmsheim in der Fußball-Landesliga, Staffel II, gegen den SV Waldhausen wäre vermeidbar gewesen. Doch wie so oft machte das Team zu viele Fehler, und es fehlte ihm das Glück. Spielertrainer Daniel Knoll ärgerte sich zum xten Mal über „viel zu viele Geschenke“ an den Gegner und stellte fest: „Wenn man gegen die beste Defensive der Liga drei Tore schießt, vier oder gar fünf hätte machen müssen, dann sollte eigentlich ein Punkt drin sein.“
Er lieferte gleich die Erklärung hinterher, weshalb dies nicht der Fall war: „Die ersten drei Gegentreffer kassieren wir nach Standards und den vierten durch einen Elfmeter, der nie und nimmer einer war.“ Luca Uhl nutzte nach einer Ecke die erste Nachlässigkeit zum 0:1, doch wenig später stellte TVD-Kapitän Simon Lindner mit dem 1:1 die Uhren wieder auf Null. Beim 1:2 nutzten die Proteste der Hausherren wenig, dass die Kugel nicht hinter der Linie war. Da Torhüter Alexander Dieterle als letztes dran war, geht der Treffer sogar als Eigentor in die Statistik ein. Kurz darauf nahm Lindner die Latte ins Visier – das war Pech. Auf der anderen Seite reagierte Alexander Bechthold nach einem Freistoß am schnellsten und erhöhte auf 1:3. Anschließend war Knoll vollends bedient, als Fabian Dolderer einen fragwürdigen Strafstoß zum 1:4 verwandelte.
Die Gastgeber rappelten sich auf, erarbeiteten sich Anteile und Möglichkeiten, brachten sich aber mit schlimmen Patzern wie vor dem 1:5 von Jeffrey Janik selbst um den Lohn. Genauso wie gleich nach dem Wiederanpfiff, als abermals Bechthold leichtes Spiel hatte, um das halbe Dutzend voll zu machen. Die Hausherren bewiesen abermals Moral und hätten vielleicht noch mehr erreicht, wenn zwischen dem sicher verwandelten Handelfer von Lindner und dem Erfolgserlebnis von Maurice Dreher nicht auch SVW-Akteur Vedat Yel eingenetzt hätte.
„Das war spielerisch mitunter gar nicht schlecht“, ärgerte sich Daniel Knoll aber, dass seine Truppe in der letzten halben Stunde Fortuna nicht auf ihrer Seite hatte und gar noch das 3:8 nach einem Freistoß von Michael Schiele einstecken musste. „Wir hatten uns erneut viel vorgenommen, und nun liest sich das Ergebnis wieder richtig mies.“ Die nunmehr schon 22. Pleite im 26. Auftritt haben sich die Kicker vom Eichelberg angesichts ihrer Anfälligkeit bei Standardsituationen allerdings selbst zuzuschreiben.
TV Darmsheim: Dieterle, Link (46. Siegle), Lang (46. Völler), Deichsel, Krägeloh, Lindner, Dannecker, Dreher, Schroth, Kuonath (46. Gläser), Winter (46. Schneider).
Tore: 0:1 (4.) Uhl, 1:1 (6.) Lindner, 1:2 (15. Eigentor) Dieterle, 1:3 (18.) Bechthold, 1:4 (26. Foulelfmeter) Dolderer, 1:5 (36.) Janik, 1:6 (53.) Bechtold, 2:6 (59. Handelfmeter) Lindner, 2:7 (61.) Yel, 3:7 (63.) Dreher, 3:8 (81.) Schiele.
Zuschauer: 100.