Trotz Rückstand immerhin nicht aufgegeben: André Simao (am Ball) und der VfL Sindelfingen versuchten alles. Foto: Stefanie Schlecht

Der Aufschwung des VfL Sindelfingen in der Fußball-Landesliga, Staffel II, scheint vorbei zu sein. Beim 1:2 Gegen den TSGV Waldstetten setzte es die zweite Niederlage hintereinander.

Deja-Vu für den VfL Sindelfingen in der Fußball-Landesliga, Staffel II. Nach fast identischem Verlauf wie bei der 1:2-Niederlage in Ehningen eine Woche zuvor verlor er auch gegen den TSGV Waldstetten mit demselben Ergebnis und muss vorerst wieder kleinere Brötchen backen.

 

„Abhaken“, lautete das kurze, prägnante Fazit von Trainer Maik Schütt. Was ihn jedoch wurmte, waren erneut zwei einfache Gegentreffer. „Das ist auf Dauer einfach zu viel“, monierte er. „Trotzdem hat sich die Mannschaft nach dem Rückstand nicht aufgegeben und alles versucht.“

VfL Sindelfingen erwischt gegen TSGV Waldstetten einen guten Start

Die Gastgeber erwischten einen guten Start und kamen durch Gianluca Gamuzza zu ersten, wenn auch nicht zwingenden Abschlüssen. In einer dann ausgeglichenen Partie zeigten sie einen gefälligen Auftritt, ohne wirkliche Gefahr zu entwickeln. Mitte der ersten Hälfte nahm die Begegnung Fahrt auf. VfL-Keeper Alexander Bachmann bewahrte seine Elf gleich zweimal vor einem Rückstand. Gegen Can-Luca Groiß war er per Fußabwehr zur Stelle. Auch gegen Dominik Pfeifer parierte er gekonnt. „In dieser Phase hat er uns mit seinen Paraden im Spiel gehalten“, lobte Schütt.

Auf der Gegenseite fehlte Gamuzza ein Schritt gegen Schlussmann Max Helmli. Beim Versuch von Artan Ademi war die Abwehr ebenso zur Stelle wie bei Gamuzzas Freistoß, und bei der Hereingabe von André Simao war niemand schnell genug nachgerückt. Doppeltes Pech dann kurz vor der Pause. Erst lenkte Helmli den Schuss von Bünyamin Bakacs mit den Fingerspitzen gerade noch um den Pfosten, dann gingen die Ostälbler in Führung. Gegen Pfeifers gekonnten Lupfer war Bachmann beim 0:1 kurz vor der Pause nach einem aus einer Ecke resultierenden Konter machtlos.

Auch im zweiten Abschnitt brauchten die Hausherren eine Weile, bis Ademi dann mit einem abgefälschten Versuch den Außenpfosten traf. Besser machte es im anderen Sechzehner Pfeifer. Zwar konnte Bachmann den Distanzkracher von Niels Waldraff abwehren, doch dann markierte der Goalgetter per Abstauber aus kurzer Entfernung das 0:2.

Obwohl den Hausherren bei Pässen in die Tiefe immer wieder die Präzision fehlte, hätten die eingewechselten Arbes Bytyci und Aaron Biedma-Andrades verkürzen können. Beide Male war die gegnerischen Defensive allerdings rechtzeitig zur Stelle. Besser klappte es, als Bytyci zwar erneut an Helmli gescheitert war, aber Ademi den Abpraller zum 1:2 verwertete.

Er und seine Kollegen drückten danach auf den Ausgleich, kamen aber zu keinen weiteren klaren Möglichkeiten. „Da wollten wir teilweise mit dem Kopf durch die Wand und hatten zu viele Einzelaktionen“, wünschte sich Schütt in manchen Szenen mehr Abgeklärtheit.

VfL Sindelfingen: Bachmann, Schuckenböhmer (84. Maraslioglu), Simao (56. Biedma-Andrades), Gamuzza, Kizilagil (73. Horny), Kubitzsch (64. Bytyci), Bakacs, Molitor (73. Gashi), Ademi, Brendle, Edelmann.

Tore: 0:1 (41.) Pfeifer, 0:2 (66.) Pfeifer, 1:2 (80.) Ademi.

Zuschauer: 150.