Für Janis Lamatsch (Mi./im Spiel gegen den TSV Ilshofen) ist die Saison vorzeitig beendet – der Stürmer wird demnächst operiert. Foto: Andreas Gorr

Der Fußball-Landesligist empfängt nach zwei Niederlagen gegen Spitzenteams den SSV Schwäbisch Hall. Das Thema Aufstieg ist vorerst abgehakt, Trainer Christopher Baake setzt ein neues Ziel.

Nach zwei Niederlagen in den Gipfeltreffen beim FSV Waiblingen (1:4) und gegen den TSV Ilshofen (1:2) haben die Träume vom Aufstieg in die Verbandsliga beim SKV Rutesheim einen Dämpfer bekommen. Neun Punkte beträgt der Rückstand auf Rang eins, acht auf den Relegationsrang.

 

„Wir haben es nicht mehr in der eigenen Hand“, weiß SKV-Trainer Christopher Baake nur zu genau. Die Tabelle sei vorerst irrelevant, nun gelte es, die Hausaufgaben zu machen, um die Chance zu nutzen, wenn sich die vorderen Mannschaften Schwächephasen leisten sollten.

Optimismus schöpft Baake aus der Tatsache, dass es seiner Elf in der Hinrunde nach dem fünften Spieltag gelungen ist, eine Erfolgsserie zu starten – es holte aus elf Spielen 26 von 33 möglichen Punkten. An dieser Wegmarke ist die SKV nun in der Rückrunde. „Wir haben eigentlich eine viel bessere Ausgangssituation“, macht Baake Mut. Damals starteten die Rutesheimer ihre Serie mit vier Punkten aus den ersten fünf Spielen, nach den ersten fünf Partien der Rückrunde stehen dank der Siege gegen den FV Löchgau (3:1), bei der Neckarsulmer SU (3:2) und gegen die SGM Krumme Ebene (4:0) schon neun Zähler auf der Habenseite.

SSV Schwäbisch Hall kommt mit viel Tempo

Die Erfolgsserie begann mit einem 1:0-Auswärtserfolg beim Aufsteiger SSV Schwäbisch Hall, der am Samstag (15.30 Uhr) im Sportpark Bühl zu Gast ist – und es gibt einige Dinge bei den Gästen, die Coach Baake durchaus beeindrucken. „Sie kommen mit viel Tempo über die Außenbahnen, insbesondere Ousainou Danso hat mächtig Speed“, stellt der SKV-Trainer fest. Aufzupassen gelte es auch bei Standards der Gäste, da in ihren Reihen ein Innenverteidiger mit Gardemaß stehe, der sich regelmäßig in die Offensive einschalte.

Der Blick richtet sich aber vor allem aufs eigene Auftreten. „Wir hatten in Waiblingen und in Ilshofen unsere Möglichkeiten, aber die Gegner waren effizienter“, bedauert Baake. Das Thema Chancenverwertung ist eines, das sich bei der SKV durch die Saison zieht. Das hat auch damit zu tun, dass mit Janis Lamatsch und Markus Wellert zwei Offensivkräfte verletzt ausfallen. Mit Lamatsch kann Baake in dieser Saison nicht mehr rechnen, der Stürmer wird im April am Fuß operiert.

Markus Wellert hofft auf Rückkehr nach Ostern

Besser sieht es bei Markus Wellert aus: Der Angreifer hat in Waiblingen ein Knie gegen den Brustkorb bekommen, beschwerdefrei atmen kann er noch nicht. „Die Ärzte äußerten Verdacht auf Rippenbruch. Da so etwas aber nicht operiert wird, heißt es abwarten, bis es besser wird“, erklärt Baake. Da Wellert selbst eine deutliche Besserung festgestellt habe, sei es möglicherweise auch nur eine Prellung. „Wir hoffen, dass er nach Ostern wieder ins Training einsteigen kann“, meint Baake, der zudem in dieser Saison auch nicht mehr auf Torhüter Jan Göbel nach seiner Knieoperation zurückgreifen kann.

Aus dem knappen Hinspielsieg, der im Übrigen mit vier Platzverweisen garniert war, kann Christopher Baake wenig Rückschlüsse auf die Partie am Samstag ziehen. Beim SSV Schwäbisch Hall steht mittlerweile der dritte Trainer an der Seitenlinie – es dürfte spannend werden.