Daniel Wagner kehrt ins Plattenhardter Tor zurück. Foto: Archiv Günter Bergmann

Die Filderstädter stehen an diesem Mittwoch vor einem Schlüsselspiel im Abstiegskampf. Halten soll dabei eine Serie. Im Tor gibt es einen erneuten Wechsel.

Plattenhardt - So schnell können sich Zeiten ändern. In der vergangenen Saison wäre es das Hurraduell zweier Überraschungsteams gewesen. Tabellensechster war der TSV Plattenhardt damals als Aufsteiger, und der SC Stammheim grüßte zum allgemeinen Erstaunen gar von Rang zwei, ehe die Begegnung wegen des Corona-Lockdowns dann gar nicht mehr stattfand. Heuer nun, an diesem Mittwochabend (Weilerhau, 19.30 Uhr), steht einer Austragung nichts im Weg – diesmal allerdings unter komplett anderen sportlichen Vorzeichen. Wäre jetzt Schluss, bedeutete dies für beide Mannschaften das Aus in der Fußball-Landesliga. Beide belegen momentan einen Abstiegsplatz, und für beide handelt es sich deshalb um ein „Big-Point-Spiel“, wie es der Plattenhardter Trainer Antonino Rizzo nennt.

Keine Frage: Rizzo und die Seinen stehen unter Zugzwang, erneut. Zuletzt war es dreimal nacheinander das gleiche Geschehen: erst eine Auswärtsniederlage, dann ein Heimsieg. Dreimal korrigierten die Filder­städter einen Dämpfer auf gegnerischen Plätzen mit anschließenden drei Punkten im eigenen Stadion. Zu klären ist, ob das emotionale Wechselbad jetzt auch ein viertes Mal klappt. Dem Gesetz der Serie nach wäre es eigentlich wieder soweit, hat die Mannschaft doch am Samstag in Echterdingen das Derby mit 0:1 verloren. Allemal ist es ein ergebnistechnisches Hin und Her, das an den Nerven zerrt. „Es wäre gut, wenn wir mal Konstanz reinkriegen würden“, ächzt Rizzo. In einem gibt er sich dabei eh keinen Illusionen mehr hin. „Wir stecken mitten im Abstiegskampf. Es geht an allen weiteren Spieltagen um den Klassenverbleib“, sagt der Coach, schließlich lüge die Tabelle nicht: „Sie spiegelt die Wahrheit wider.“

Torflaute beim Gegner

Was aus ihr ebenfalls herauszulesen ist: der aktuelle Gegner hat in seinen bisherigen 14 Saisonspielen gerade einmal elf Tore zustande gebracht. Gleichwohl erwartet Rizzo „eine ganz schwere Aufgabe“. Einer der Knackpunkte aus seiner Sicht: das Spiel gegen den Ball. Schafft es seine Elf, in puncto mannschaftlicher Kompaktheit und Robustheit in den Zweikämpfen Paroli zu bieten? In diesen Bereichen sieht Rizzo die Stärken des Kontrahenten.

In der eigenen Aufstellung wird es zumindest zwei Veränderungen geben. Theofilaktos Spiridopoulos ist nach seinem Platzverweis vom Wochenende gesperrt. Und der Torhüter Dorian Kapaun, der als ursprüngliche Nummer drei in den vergangenen Wochen zum Stammkeeper aufgestiegen ist, fehlt beruflich bedingt. An seiner Stelle kehrt Daniel Wagner aufs Feld zurück. Ebenfalls wieder dabei ist Denis Kroer (war privat verhindert). Ob es bei Marcel Stannull und Emre Yildizeli (beide nach grippalem Infekt) bereits wieder für einen Einsatz reicht, entscheidet sich kurzfristig.