Der Aufsteiger liegt nach fünf Minuten bereits mit 0:2 hinten und geht gegen den VFL Sindelfingen mit 1:5 unter. Die Schlussphase bestreitet der TSV Plattenhardt in Unterzahl.
In der Halbzeitpause wurde Pierre Eiberger ungewohnt laut. Die erste Hälfte gegen den VfL Sindelfingen hatte dem Spielertrainer des Fußball-Landesligisten TSV Plattenhardt überhaupt nicht gefallen: „Wenn du so verteidigst, gewinnst du kein Spiel.“ Nach den ersten 45 Minuten lag der Aufsteiger bereits mit 0:4 hinten, nach 90 Minuten stand eine 1:5-Heimniederlage.
„Wir haben die ersten Minuten komplett verpennt“, sagt Eiberger. Insbesondere mit langen Bällen wurden die Plattenhardter immer wieder geknackt. Die ersten drei Treffer der Sindelfinger Gäste durch Arbes Bytyci (3./5./29.) fielen nach einer langen Balleröffnung des Tabellenachten. Auf die improvisierte Viererkette nach dem Ausfall aller etatmäßigen Außenverteidiger wollte es Eiberger nicht schieben: „Es lief natürlich nicht so, wie wenn wir mit Spielern auflaufen, die sonst dort zuhause sind. Man muss aber einfach insgesamt miteinander reden und sich absichern“, sagt der Coach. Oliver Grun und Luka Gyselincks liefen auf den Außenpositionen auf. Artan Ademi erhöhte in der 42. Minute auf 4:0.
Nach den „derben Worten“ von Eiberger in der Pause und mehreren Wechseln lief es dann etwas besser. Nach einem Konter in Folge eines Sindelfinger Eckballs erzielte Aristidis Perhanidis den Anschlusstreffer (50.). In der Plattenhardter Drangphase kurz vor dem Ende verletzte sich der eingewechselte Othniel Boketsu nach einem Tritt auf das Sprunggelenk. Weil die Plattenhardter ihr Wechselkontingent schon ausgeschöpft hatten, mussten sie die Partie in Unterzahl beenden. Tobias Kubitzsch erzielte per Foulelfmeter in der 86. Minute den Endstand.
Plattenhardts „Spieler des Spiels“
Tim Dieringer (Nominierungen: 1). Zur zweiten Hälfte eingewechselt zeigte der 22-Jährige einen guten Auftritt und sorgte für frischen Wind. Mit ihm auf dem Feld fiel nur in der Schlussphase ein weiterer Treffer per Elfmeter.
TSV Plattenhardt: Gribic – Grun, Markovic, Eichorn (46. Dieringer), Gyselincks – Blazek, Eiberger (70. Gruber) – Zugac (46. Boketsu), Soddu – Perhanidis (65. Krpan), Servi (46. Moll).
VfL Sindelfingen: Bachmann – Biedma-Andrades (46. Kizlagil), Brendle (86. Maraslioglu), Molitor, Kilinc – Bytyci (70. Weinhardt), Kubitzsch, Gashi (78. Edelmann), Simao – Ademi (62. Bahadir), Bakacs.