In der Fußball-Landesliga bezwingt der TSV Köngen zuhause den SC Geislingen verdient mit 2:0 und verteidigt damit die Tabellenführung.
Zufriedenheit bei den Verantwortlichen des TSV Köngen vor der Begegnung: „Unsere Entwicklung in den vergangenen achtzehn Monaten ist absolut positiv. Als Aufsteiger führen wir die Tabelle an,“ erklärte Köngens sportlicher Leiter Thomas Köhrer. Nach seinen Worten ist diese Saison bereits jetzt als Erfolg zu werten: „Ein möglicher Aufstieg wäre das Sahnehäubchen. Auch in der Verbandsliga wollen wir unseren Weg fortsetzen.“ Trotz der 0:3-Niederlage am Samstag zuvor in Sindelfingen war die Stimmung beim ersten Heimspiel in diesem Jahr in der Fußball-Landesliga optimistisch. Und die Fuchsgrubenkicker lieferten dann bei dem 2:0 (1:0)-Sieg über den SC Geislingen und bleiben dadurch Spitzenreiter. Die Geislinger dagegen rutschten vom Relegationsrang auf einen direkten Abstiegsplatz.
Von Beginn an entwickelte sich eine intensiv geführte Partie. Auch ohne ihren verletzten Co-Spielertrainer Yannik Kögler übernahmen die Köngener nach wenigen Minuten das Kommando, während die Geislinger nicht ins Spiel fanden.
Köngen dominiert
Die Köngener wirkten körperlich und geistig beweglicher und stellten die Geislinger immer wieder mit sehenswerten Ballpassagen bei ihren schnell vorgetragenen Angriffen vor Probleme. Folgerichtig erzielte Simon Prinz in der 21. Minute die Führung für sein Team, als er im Strafraum an den Ball kam und zum 1:0 einnetzte. Und nur wenige Minuten später hatte Max Schlotterbeck die große Chance zur Erhöhung: Allein vor dem Geislinger Keeper Rocco Sauter verzog er jedoch knapp und setzte das Leder neben den Torpfosten. Geislingens Torhüter Sauter hatte in dieser Phase wiederholt Gelegenheit, sich auszuzeichnen. So beispielsweise bei einem Schuss von Toni Panne, den er gerade noch zur Ecke abwehrte. Die Köngener versäumten es, das Ergebnis bis zum Pausenpfiff auszubauen. „Leider haben wir uns in der starken ersten Hälfte nicht belohnt und den Sack frühzeitig zugemacht,“ fand Köngens Spieler-Coach Domenic Brück.
Nach Wiederbeginn gestalteten die Geislinger die Begegnung ausgeglichener. Sie wirkten nun griffiger und zeigten großen kämpferischen Einsatz.
Traumtor durch Marvin Durst
Köngen setzte mit seinen schnellen Akteuren aber immer wieder Nadelstiche und blieb stets gefährlich. Bei einem dieser Angriffe wurde Marvin Durst auf der rechten Seite angespielt, lief mit dem Ball in den Strafraum und schoss diesen in den linken Torknick. Ein tolles Tor. Beinahe im Gegenzug hatten die Geislinger mit einem Aluminiumtreffer Pech. Bei allen Bemühungen bis zum Schlusspfiff gelang ihnen kein Treffer, obwohl sie einige Möglichkeiten hatten.
Brück war froh und erleichtert über den Erfolg: „Die Geislinger haben es uns in den zweiten 45 Minuten schwer gemacht. Offensichtlich hatten wir die Niederlage in Sindelfingen noch nicht richtig verarbeitet.“ Unter de Strich bewertete er den Sieg als verdient. Geislingens Co-Trainer Alexander Kleinmann, der mit seinem Coach Sven Ackermann seit gut drei Monaten im Amt ist und auch für diesen sprach, haderte vor allem mit der ersten Hälfte: „Wir waren überhaupt nicht auf dem Feld und hatten keinen Zugriff auf die Partie.“ Ferner bemängelte er, dass seine Mannschaft erst nach der Pause bissiger wurde und die Köngener in Verlegenheit bringen konnte. „So hatten wir uns das eigentlich nach unserer Vorbereitung von Anfang an vorgestellt,“ führte er weiter aus. Durch die Niederlage stehen die Geislinger aktuell auf einem direkten Abstiegsplatz.
TSV Köngen: Köstle – Durst, Panne (64. Zimmermann), Schlotterbeck (79. Corbisiero), Prinz (75. Intemperante), Hiller, Kimi Hindennach (64. Vrljicak), Lander, Brück (83. Schadt), Dobler, Rüttinger.
SC Geislingen: Sauter – Eyüpoglu, Dias Matos, Ahmeti, Mayer (86. Schmohl), Ivezic, Niederberger (26. de Lucia), Schöll, Mädel (74. Aljwir), Volk (46. Roschmann), Sönmez (74. Adedapo).
Schiedsrichter: David Braxmaier (Gaildorf).
Zuschauer: 100.
Tore: 1:0 Prinz (21.), 2:0 Durst (59.).
Gelbe Karten: Köstle – Panne, Kimi Hindennach, Brück, Rüttinger, Hiller / Ivezic, Volk, Sönmez, Roschmann.
Beste Spieler: Durst, Hiller, Lander, Dobler / Schöll, Eyüpoglu, Dias Matos, Sauter.