In der Landesliga treten der TSV Heimerdingen beim GSV Pleidelsheim und die SKV Rutesheim beim SSV Schwäbisch Hall an – SV Leonberg/Eltingen steht vor dem letzten Heimspiel 2025.
Rein tabellarisch findet ein Spitzenspiel in Eltingen statt: Der Tabellenfünfte SV Leonberg/Eltingen erwartet am Samstag (14.30 Uhr) die zwei Ränge besser platzierte TSG Öhringen zum Duell der Aufsteiger. „Nach der Partie wollen wir in der Tabelle vor Öhringen stehen“, gibt SV-Trainer Robert Gitschier die Marschrichtung Sieg vor.
Das Selbstvertrauen hat seinen Grund: Aus den letzten drei Begegnungen holte der SV Leonberg/Eltingen sieben von neun möglichen Zählern und blieb ohne Gegentor. Und noch einen Grund nennt Gitschier für einen Dreier: Da danach nur noch zwei Auswärtsspiele in Weinstadt und Ilshofen anstehen, will sich das Team im letzten Heimspiel 2025 mit einem Sieg von den Fans verabschieden.
Allerdings dürften die Gäste mit breiter Brust antreten. Sie verloren zwar zwei ihrer drei letzten Begegnungen, die Partien gegen den SSV Schwäbisch Hall (3:4) und in Crailsheim (0:2) hatten Derbycharakter. Zuletzt fand die TSG gegen die SGM Krumme Ebene trotz späten Rückstands in die Erfolgsspur zurück (2:1). Zudem steht in Lorik Makolli ein Torjäger in den Reihen der Gäste, der mit zehn Treffern auf Rang drei der Torjägerliste steht. „Das ist ein extrem schneller Mann, aber solche haben wir auch in unseren Reihen“, meint Gitschier, der auf Marijan Salopek (Schulterverletzung) und möglicherweise auf Kapitän Marco Seufert (Leistenprobleme) verzichten muss.
TSV Heimerdingen steht unter Zugzwang
Vor einer wichtigen Partie steht der TSV Heimerdingen am Samstag (14.30 Uhr) beim GSV Pleidelsheim. Mit einem weiteren Sieg beim Schlusslicht könnten sich die Grün-Weißen in Richtung Mittelfeld absetzten, bei einer Niederlage droht der Rückfall auf einen Abstiegsplatz. „Es ist ja nicht so, dass wir für Pleidelsheim außer Sichtweite wären“, sagt TSV-Trainer Markus Koch. Nach zehn Saisonspielen ohne Sieg hat Pleidelsheim offenbar die Kurve gekriegt und aus den letzten beiden Partien vier Punkte geholt.
Das Aufeinandertreffen GSV gegen TSV ist das Duell zweier erfahrener Trainerfüchse, die sich bestens kennen. Rund 15 Jahre lang sind sich TSV-Trainer Koch und GSV-Coach Marcus Wenninger mit dem VfB Neckarrems und dem SGV Freiberg in der Oberliga gegenübergestanden. „Unsere Bilanz ist in etwa ausgeglichen“, sagt Markus Koch. Er erwartet einen hoch pressenden Gastgeber, der auf frühe Ballgewinne und drei Punkte aus ist. „Früher musste bei Marcus hinten stets die Null stehen. Aber davon ist er – vielleicht durch seinen Lieblingsclub Bayern München – ein Stück weit abgekommen“, vermutet Koch, der bis auf die Langzeitverletzten alle Mann zur Verfügung hat.
SKV Rutesheim beim Geheimfavoriten
Deutlich schwieriger ist das Personalpuzzle für Trainer Christopher Baake vor dem Auftritt seiner SKV Rutesheim am Samstag (15.30 Uhr) beim SSV Schwäbisch Hall. Noch immer ist die Anzahl der Spieler im Trainingsbetrieb überschaubar, lediglich Marvin Boateng ist nach seinem Muskelfaserriss wieder eingestiegen. Noch einmal fehlen wird Flavio Heiler, dessen Sperre nach der Roten Karte gegen den FV Löchgau auf zwei Spiele festgesetzt wurde.
Doch es ist nicht nur die Personalsituation, die Baake zu einer gewissen Demut neigen lässt. „Der SSV Schwäbisch Hall war für mich vor der Saison einer der Geheimfavoriten. Mit Selcuk Vural und Ali Gökdemir haben sie Spieler mit Verbandsligaerfahrung vom großen Nachbarn Sportfreunde geholt“, weiß der Rutesheimer Trainer. Zudem sei der Naturrasenplatz in Hall sehr groß.
Verzichten muss der SSV auf Ousainou Danso (acht Tore), der in seine Heimat Sambia abgeschoben wurde – prompt blieb der SSV in den letzten beiden Partien ohne Tor. Dafür hofft man bei der SKV wieder auf Treffer von Torjäger Laurin Stütz. Der Stürmer hatte gegen Löchgau eine Einblutung im Knie erlitten. Am vergangenen Wochenende nahm ihn Coach Baake gegen Kaisersbach nach einer Stunde Spielzeit beim Stand von 4:0 aus dem Spiel, um ihn zu schonen.