FVN-Torschütze Markus Fickeisen im Kampf um den Ball – und um Punkte. Foto: Carsten Riedl

Der FV Neuhausen unterliegt in der Fußball-Landesliga in einem spannenden Spiel dem 1. FC Eislingen mit 1:4 und muss den Blick weiter nach unten richten.

Der FV Neuhausen wollte in der Fußball-Landesliga den Anschluss an das Tabellenmittelfeld halten, unterlag jedoch dem 1. FC Eislingen mit 1:4 (1:1). Damit verweilen die Neuhausener weiter auf Platz elf und haben mit 29 Punkten vier Zähler Abstand auf den Abstiegsrelegationsrang 13.

 

In einem waren sich beide Trainer unabhängig voneinander einig: Das Ergebnis fiel deutlicher aus, als es der Spielverlauf hergab: Nach anfänglichem Zögern nahm der FVN zunehmend die Zügel in die Hand und setzte die Eislinger immer wieder unter Druck, doch die teilweise aussichtsreichen Möglichkeiten blieben ungenutzt. Erst schloss FVN-Kicker Peter Güth nach einer Flanke von Christian Schenk nicht zwingend genug ab (5.) und kurz darauf traf David Govorusic knapp am Tor vorbei (8.). Nur zwei Minuten später klärte Eislingens Torhüter Dominik Kuhn gerade noch vor Markus Fickeisen zur Ecke, diese köpfte im Anschluss Schenk knapp über das Ziel (10.).

FVN-Kicker Fickeisen egalisiert das Ergebnis

Danach befreiten sich die Eislinger aus dem Neuhausener Druck, Dominik Cseri flankte von der linken Seite, Aykut Durna verpasste nur knapp (13.). Nur eine Minute später flankte Eislingens Salih Egrlic von rechts, dieses Mal stand Durna goldrichtig und musste nur noch den Fuß hinhalten – 1:0 für Eislingen (14.). In der Folge entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, beide Teams kamen zu Möglichkeiten, die jedoch nicht zwingend genutzt wurden. Wie so oft ließ der Neuhausener Platz kaum spielerische Finessen zu, das Allheilmittel waren lange Bälle nach vorne. Einer dieser langen Pässe erreichte Fickeisen, dieser setzte sich stark durch und schloss frei vor Torhüter Kuhn zum 1:1 ab (32.). Wenig später startete Fickeisen mit dem Ball am Fuß aus der eigenen Hälfte, überlief mehrere Gegenspieler, legte ab zu Marcel Mozer, doch dieser zog knapp über das leere Gehäuse (36.).

Eislinger setzen immer wieder Nadelstiche

Nach der Pause war der FVN zunächst das agilere Team, ohne jedoch zwingende Tormöglichkeiten zu erspielen – und die Eislinger setzten immer wieder Nadelstiche. In der 67. Minute verursachte Neuhausens Luis Herzog einen Foulelfmeter, Egrlic verwandelte zum 2:1. Danach warfen die FVN-Kicker alles nach vorne, was den Gästen aus Eislingen Räume verschaffte. Diese nutzten die Eislinger in der Schlussphase: Nach einem Konter flankte Robin Pauen zu Karlo Mandir, der frei vor dem Tor das 3:1 erzielte (88.) und in der Nachspielzeit nutzte Korcan Sari ein Getümmel in Neuhausens Strafraum und zog aus 20 Metern ab. Torhüter Krystian Rudnicki sah diesen Ball erst spät und konnte das 1:4 nicht mehr verhindern.

„Es war wie erwartet schwierig, hier zu spielen“, sagte Eislingens Coach Tim Schöller und ergänzte: „Neuhausen ist extrem zweikampfstark und sucht sehr schnell den Weg in die Tiefe, aber wir haben den Kampf sehr gut angenommen und darüber wurde das Spiel entschieden. Das Ergebnis ist deutlicher als das Spiel war – es war harte Arbeit“.

„Das Ergebnis fällt zu hoch aus“

FVN-Trainer Ugur Yilmaz sah „eine richtig gute erste Hälfte. Wir hatten viele Chancen und haben wenig zugelassen. Zur Pause hätten wir führen müssen“ und er analysierte weiter: „In der zweiten Hälfte hatten wir kaum noch Chancen, verursachten den Strafstoß, warfen dann alles nach vorne und liefen in Konter. Das Ergebnis fällt zu hoch aus, das spiegelt in keiner Weise das Spiel wider. Wir hatten nicht verdient zu verlieren – aber auch nicht zu gewinnen.“

FV Neuhausen: Rudnicki; Potsolidis (81. Memic), Plattenhardt, Denzinger (79. Arslan), Gerxhaliu, Mozer (78. Andretti), Güth, Herzog (69. Wanner), Govorusic, Schenk (69. Weckerle), Fickeisen.

1. FC Eislingen: Kuhn; Sari, Egrlic (77. Mandir), Durna (90. Trebuth), Leonhardt, Hodzic (71. Pauen), Köse, Reichert, Arngold, Cseri, Hölzli.

Schiedsrichter: Dennis Wahl (Riss).

Zuschauer: 100.

Tore: 0:1 Durna (14.), 1:1 Fickeisen (32.), 1:2 Egrlic (67./Foulelfmeter), 1:3 Mandir (88.), 1:4 Sari (90.+3).

Beste Spieler: Fickeisen, Plattenhardt / Durna, Egrlic, Hölzli.