Die Fußballer der SKV Rutesheim und des SV Leonberg/Eltingen sind in die Vorbereitung auf die kommende Landesliga-Saison gestartet.
Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. In die Fußball-Sprache übersetzt hört sich das in der Saison-Vorbereitung so an: Erst kommt die Arbeit an der Grundlagenausdauer, dann folgt das Vergnügen mit der Ballarbeit.
Bei der SKV Rutesheim hält sich Cheftrainer Christopher Baake strikt an dieses eiserne Gesetzt der Trainingslehre. „Wir haben zunächst einmal überprüft, wie fit die Spieler aus der Sommerpause zurückgekehrt sind.“
Am Montag stand der Cooper-Test an, jedoch in verschärfter Form: Zwölf Minuten laufen, fünf Minuten Pause, zwölf Minuten laufen – dann wurden die Strecken der Spieler addiert und notiert. „Wir führen diese Tabellen seit Jahren“, erzählt Baake, „wir hatten daher schnell ein Ergebnis, ob ein Spieler Fortschritte gemacht oder noch Nachholbedarf hat.“ Über die interne Rangliste schwieg sich der 35-Jährige aber aus.
Der Vergleich fällt leicht, denn der Kader der SKV hat sich kaum verändert. Echte Neuzugänge sind lediglich Marvin Boateng (SV Leonberg/Eltingen), Alexander Grau (TV Oeffingen) und Ioannis Savvoulidis (TSV Merklingen); Gianluca Crepaldi (TSV Merklingen) besitzt eine SKV-Vergangenheit, Lars Eiwen und Jay Niko Kiloko steigen aus den Nachwuchs-Teams auf. Beim Trainingsauftakt fehlte allerdings Alexander Grau, der sich wie Maxim Russ noch im Urlaub befand. Aber Trainer Baake freute sich über insgesamt 25 Kicker im Sportpark Bühl.
Die Rutesheimer zieht es nun gleich in die Ferne, ins viertägige Trainingslager nach Höchenschwand in den Südschwarzwald, wo ein erstes Testspiel gegen den südbadischen Landesligisten FC 08 Tiengen terminiert ist. In den Einheiten will Baake verschiedene Spielformen üben, taktische Grundlagen erarbeiten und hat als Teambuilding-Maßnahme eine vierstündige Wanderung ausgerufen. „Da haben die Spieler viel Zeit, um miteinander zu reden“, sagt er.
Ein Saisonziel hat der Chefcoach noch nicht festgelegt, das will er gemeinsam mit der Mannschaft ausloten. Eines ist klar: Die SKV will besser abschneiden als Platz acht, den sie in der Endabrechnung der abgelaufenen Runde belegt hat.
Der Coach des SV Leonberg/Eltingen tut sich beim Saisonziel leichter – für Robert Gitschier vom Landesliga-Rückkehrer steht der Klassenverbleib ganz oben auf der To-do-Liste. „Wir wollen so viele Spiele wie möglich gewinnen und den Nichtabstieg so früh wie möglich fix machen“, sagt Gitschier.
Beim Trainingsstart am Dienstag gab es volles Haus im Lewa-Sportpark. 23 Spieler wärmten sich im berühmten Eck (Fünf gegen zwei) auf und freundeten sich nach der Sommerpause wieder mit dem Ball an. Mit dabei waren auch alle sechs Neuzugänge. „Die Verbreiterung des Kaders ist für die Landesliga unerlässlich“, meint Gitschier, der auch noch Trainingsgäste begrüßte. Verpflichtung nicht ausgeschlossen. „Es geht mir auch darum“, sagt der 35-Jährige, „den Konkurrenzkampf anzuheizen. Keiner darf sich sicher sein, einen Stammplatz zu haben.“
Um die Neuen schnell zu integrieren, steht am Wochenende eine Teambuilding-Maßnahme an, bei einem Arbeitseinsatz sollen sich die Spieler kennenlernen und viel miteinander reden. „So etwas schweißt zusammen“, betont Gitschier, der sich über einen großen Pluspunkt beim Aufsteiger freut: Die Euphorie aus der Meistersaison ist noch stark vorhanden. „Jeder brennt darauf, sich auch eine Liga höher zu beweisen“, sagt der Coach des SV Leonberg/Eltingen.