Lion Janzen erzielte für den MTV Stuttgart die 2:1-Führung. Am Ende stand aber eine herbe Pleite. Foto: Günter Bergmann

Die abstiegsgefährdeten Landesliga-Fußballer des MTV Stuttgart zeigen einmal mehr zwei Gesichter und unterliegen gegen den VfL Sindelfingen mit 2:6.

Warum es so ist, darauf weiß Björn Lorer auch keine Antwort. Der Trainer des abstiegsgefährdeten Fußball-Landesligisten MTV Stuttgart sah am Sonntag im Heimspiel gegen den VfL Sindelfingen wie häufig in dieser Spielzeit zwei Gesichter seines Teams. Im ersten Abschnitt überzeugten die Kicker vom Kräherwald, in Abschnitt zwei war „plötzlich alles wie weggeblasen, wie nie dagewesen und wir lieferten 45 Minuten zum Vergessen ab“, sagt Lorer ungläubig. Die Folge: nach einem 2:2 zur Pause hieß es beim Abpfiff 2:6.

 

Starke Zweikampfführung, kompaktes Verschieben, hohes Anlaufen und ein gekonntes Aufbauspiel ausgehend von Torhüter Niklas Wegner – all das hatte Lorer den Seinen mit aufs Feld gegeben und „all das haben sie stark umgesetzt“, so der Coach. Selbst der frühe Rückstand nach zwei Minuten – Tobias Kubitzsch verwandelte einen gerechtfertigten Foulelfmeter – sorgte keineswegs für Nervosität. Im Gegenteil. Der Torjäger Raphael Hahn traf fünf Minuten später ebenfalls per Foulelfmeter und Lion Janzen stellte wenig später sogar auf 2:1. Im Anschluss liefen Hahn und Janzen alleine aufs Gästetor zu. Anstatt quer zu spielen, schloss Hahn selbst ab und schoss den Keeper an. „Rapha hat Lion wohl nicht gesehen und dieser sich aber auch nicht bemerkbar gemacht“, ärgert sich Lorer. Ein Fehlschuss mit Folgen. Kurz danach glich Artan Ademi zum 2:2-Pausenstand aus. Was dann folgte, sei die komplette Umkehr von Hälfte eins gewesen. So trafen Kubitzsch, Ademi und zweimal Tahir Bahadir bis zum 2:6-Endstand. Den Vorletzten MTV trennen damit vom Relegationsplatz bereits sieben Punkte.

Spieler des Spiels beim MTV

  Denzel Debrah (Nominierung:1) war im ersten Abschnitt unheimlich ballsicher, gab den entscheidenden Ball auf Fabio Baldi, der dann gefoult wurde, woraufhin es Elfmeter gab. darüber hinaus war er an der MTV-Führung durch Lion Janzer auch mit einem Pass beteiligt. In Abschnitt zei lief jededoch auch bei ihm – so wie bei allen MTVlern – nichts mehr zusammen

MTV Stuttgart: Wegner – Chelidonopoulos (46. Mägerle), Oehme, Gaiser (34. Weippert), Redzic – Janzen, Debrah (72. Henschke), Primorac, Baldi (63. Inal)– Özocak (63. Rudolph), Hahn.

VfL Sindelfingen: Bachmann – Biedma-Andrades (46. Kizilagil), Edelmann (78. Dittrich), Brendle, Kilinc (83. Maraslioglu) – Simao, Kubitzsch (63. Gamuzza), Molitor (86. Gashi), Ademi – Bakacs, Bahadir.