Ein Sieg wäre für jede der beiden Mannschaften der wahrscheinlich sichere Klassenverbleib – SV-Coacht Robert Gitschier: „Der TSV ist stärker als im Hinspiel.“
Derbys haben grundsätzlich Brisanz, gesteigert wird diese jedoch, wenn beide Teams gegen den Abstieg kämpfen. Den Klassenerhalt haben die Fußball-Landesligisten TSV Heimerdingen und SV Leonberg/Eltingen beide noch nicht sicher in der Tasche, am Freitag (19.30 Uhr) treffen die Kontrahenten an der Weissacher Straße in Heimerdingen aufeinander.
Der Tabellensiebte aus Eltingen hat derzeit zehn Punkte Vorsprung auf den GSV Pleidelsheim, der den letzten noch ausstehenden Abstiegsplatz belegt, die zehntplatzierten Heimerdinger zählen ein Polster von sieben Punkten. Das Derby bietet vor dem Hintergrund nur noch vier ausstehender Spiele besonderes Feuer, der SV kann mit einem Sieg in Heimerdingen den Klassenerhalt eintüten. Der Gastgeber hingegen kann den Aufsteiger mit einem Sieg überholen und bei einer Niederlage der Pleidelsheimer am Sonntag beim Tabellendritten SG Schorndorf den direkten Abstieg ebenfalls rechnerisch abwenden.
Gitschier: TSV ist stärker als im Hinspiel
Leonbergs Coach Robert Gitschier erwartet ein schweres Spiel: „In der Liga gibt es keine leichten Spiele.“ Der Derby-Charakter bringt zusätzliche Brisanz in die Begegnung, es werde auf ein „paar Kleinigkeiten“ ankommen, meinte Gitschier. Er sieht den Gegner stärker als im gewonnenen Hinspiel (2:0), seine Mannschaft selbst kommt mit der zweitbesten Form der Liga daher, nur die SKV Rutesheim war jüngst erfolgreicher. „Ich traue meiner Mannschaft alles zu, die letzten Spiele haben gezeigt, dass wir schwer zu schlagen sind“, sagt Gitschier und ruft den erneuten Derbysieg als Ziel aus, die Perspektive Klassenerhalt schafft dabei einen zusätzlichen Anreiz.
Auch sein Gegenüber Markus Koch möchte gewinnen, will jedoch noch keine großen Rechenspiele starten. Der Trainer des TSV Heimerdingen erwartet ebenfalls eine schwierige Partie und warnt vor der SV-Offensive. „Je mehr Zuschauer da sind, desto mehr Brisanz kommt rein“, meint Koch mit Blick auf den Derbycharakter. Den Sieg peilt auch der TSV-Coach an: „Punkte sammeln ist der größte Ansporn, dreifach am besten.“ Anders als Gitschier ist Koch personell eingeschränkt. Stefan Schlick und Furkan Jildiz fallen aus, hinter Innenverteidiger Martin Kuchtanin steht ein Fragezeichen, hinter Sechser Filip Milos eine Sperre nach dem Platzverweis aus der Vorwoche.