Die Altbacher Fußballer feiern den Aufstieg in die Kreisliga A am vorletzten Spieltag nach dem 3:1-Sieg bei der TSG Esslingen II. Foto:  

Die Kreisliga-B-1-Kicker des SC Altbach feiern den Meistertitel sowie den Wiederaufstieg in die A-Liga. Das Team will nun den Lernprozess mit dem Trainerduo vorantreiben.

Den Fahrstuhl in die Fußball-Kreisliga A nehmen und dann auch oben bleiben. Das versuchten die Fußballer des SC Altbach von Runde zu Runde, scheiterten aber bislang an diesem Unterfangen. Nach der Saison 2021/2022 stiegen die Altbacher in die B-Liga ab, schafften den Wiederaufstieg, um dann wieder den Gang in die unterste Spielklasse anzutreten. Dieser Turnus wiederholte sich. Nun schafften es die SCA-Kicker erneut, sich in der abgelaufenen Runde den souveränen Meistertitel zu sichern und den Aufstieg in die Kreisliga A 1 zu feiern. „Wir wussten ja schon vor dem letzten Spieltag, dass wir Erster bleiben werden. Das war gut, so hatten wir im letzten Heimspiel Planungssicherheit für unsere Feier“, sagt Altbachs Teammanager Robin Prokein mit einem Lächeln.

 

SCA verliert in der Saison 2024/2025 nur zwei Spiele

Die Altbacher, die in der Saison 2024/2025 lediglich zwei Partien verloren sowie drei Mal unentschieden spielten, setzten sich mit einem Zwei-Punkte-Vorsprung vor dem TSV Scharnhausen durch. Die Scharnhausener mussten als Zweitplatzierten in die Relegation und unterlagen dem VfB Oberesslingen/Zell in Nellingen knapp mit 2:3. Die SCA-Verantwortlichen freute es demnach, dass sie diesen Umweg nicht gehen mussten. „Wir wollten unbedingt wieder in der A-Liga spielen, weil wir wussten, dass wir einen qualitativ guten und entwicklungsfähigen Kader haben“, sagt Prokein.

Das Rückrunden-Duell zwischen Scharnhausen und Altbach endet mit einem 1:1-Remis. Foto: Robin Rudel

Während in der B-2-Staffel der FV Plochingen II mit sieben Zählern Vorsprung auf den Zweiten TSV Notzingen sowie mit 19 Punkten vor dem Dritten SGM Lichtenwald/Winterbach lag, ging es da in der B 1 schon etwas spannender zu. Denn auch der TSV Denkendorf II – Rang drei mit acht Punkten weniger als der SCA – hatte lange Zeit noch ein Wörtchen vorne mitzureden. Dennoch dominierten die Altbacher die B-1-Liga. „Wir hatten in der zweiten Saisonhälfte zwei Spieltage lang spielfrei, da zog Scharnhausen kurz an uns vorbei, aber ansonsten standen wir immer ganz oben. Daher glaube ich schon, dass es ein verdienter Aufstieg war“, betont Prokein, der nicht einmal daran gezweifelt hatte, dass sein Team auf Platz zwei abrutschen könnte: „Wir haben zwar das Big-Point-Spiel fünf Spieltage vor dem Rundenende gegen Denkendorf II deutlich mit 2:7 verloren, weil wir uns zu viel Druck gemacht haben, danach ging aber ein Ruck durch die Mannschaft.“

Umbruch des SCA trägt Früchte

Der Wiederaufstieg war das klar kommunizierte Ziel des SCA, der aber vor der Saison erst einmal einen Umbruch durchmachen musste: Die Trainerbank verließ Marko Kovacic, der zum TSV RSK Esslingen in der KLA wechselte und mit den Esslingern den Meistertitel holte sowie den Bezirksliga-Aufstieg schaffte. Dafür präsentierte der SCA in Steven Helaimia und Ömer Cakir zwei neue Coaches, die beide einiges an fußballerischer Erfahrung mitbrachten: Coach Helaimi fungierte zuvor als Co-Trainer beim TSV Deizisau und arbeitete auch schon als Konditionscoach beim Oberligisten SG Sonnenhof Großaspach, Co-Spielertrainer Cakir war davor als spielender Coach beim A-Ligisten Türkischer SV Ebersbach aktiv. „Gezwungenermaßen mussten wir den Umbruch durchmachen und wir hatten Glück, dass wir noch Helaimia als Coach mit dazu bekommen haben. Er und Cakir funktionieren sehr gut in der Kombination, sodass die Arbeit des Trainerduos auch sicherlich zukunftsträchtig sein wird“, erklärt Prokein und ergänzt: „Die ganz perfekte Saison gibt es fast nie, aber bei uns hat schon vieles gegriffen in der abgelaufenen Runde. Es ist ein Lernprozess, der immer noch anhält, denn die Trainer sind erst seit einem Jahr da.“

Altbachs Kader nimmt Konturen an

Auf dem Erfolg wollen sich die Altbacher laut Teammanager Prokein aber nicht ausruhen „denn sonst steigen wir in der kommenden Saison wieder ab und das ist definitiv nicht geplant. Es wäre wünschenswert, wenn wir mal dem Fahrstuhl entkommen könnten“. Dazu bastelt der SCA am Kader für die A-Liga und präsentierte schon einige Neuzugänge: Unter anderem verpflichteten die Altbacher Essa Dibba vom B-Ligisten GFV Odyssia Esslingen, Kebba Sama vom Türkischen SV Ebersbach sowie den erfahrenen Mittelfeldakteur Emre Kalender von der TSG Esslingen, der auch in seiner Zeit beim TSV Deizisau Bezirksliga-Erfahrung sammelte. Demgegenüber werden Nicola Strambelli sowie der langjährige Kapitän Markus Friedel, der sich dem neuen Ligakonkurrenten Deizisau anschließt, den Verein verlassen.

„Ich glaube schon, dass wir einen sehr starken Kader für die A-Liga haben werden und den Klassenverbleib schaffen können. Aber es wird mit Bezirksliga-Absteiger Deizisau und den ganzen Derbys eine schwere Saison werden“, sagt Prokein. Die Herausforderung und den Lernprozess nehmen die Altbacher Kicker aber freilich gerne an.