Trainer Felix Raith markierte für die Spvgg Warmbronn den entscheidenden Treffer. Foto: Andreas Gorr

Die Tormaschinen laufen in der Kreisliga auf Hochtouren. Weil der Stadt und Höfingen treffen fünfmal, in Kornwestheim fallen zehn Tore. Nur das Abstiegs-Duell bleibt unter fünf Toren.

Trotz des spielfreien Wochenendes verteidigt die SpVgg Renningen den Spitzenplatz in der Kreisliga A2. Grund dafür ist die Sportgerichtswertung zum in der Vorwoche ausgefallenen Spiel gegen den TSV Heimerdingen II. Der Tabellenletzte konnte aufgrund von Personalproblemen nicht zum Spiel antreten, das Sportgericht wertete das Spiel mit 3:0 für den Erstplatzierten.

 

Damit bleiben Michael Schürgs Renninger bei einem Spiel Rückstand punktgleich mit Drita Kosova Kornwestheim. Die nächsten tabellarischen Bewegungen gibt es nach dem 19. Spieltag erst auf Platz elf, den sich der TSV Höfingen zurückerobert und damit den SV Leonberg/Eltingen II auf Rang zwölf verdrängt. Zwar mit einem Spiel mehr als der KSV Renningen, aber nun auch mit einem Zähler mehr verlässt der FC Gerlingen erstmals seit dem neunten Spieltag die Abstiegsränge und hievt sich auf den Relegationsplatz.

SV Gebersheim verliert nach Fehlstart in Kornwestheim

Mit insgesamt 44 Toren aus sechs Spielen war der 19. Spieltag der torreichste der bisherigen Spielzeit. Der SV Gebersheim eröffnete den Reigen bei Drita Kosova Kornwestheim, zog beim 4:6 jedoch den Kürzeren. „Wir haben die erste Halbzeit einfach verpennt“, gestand SV-Trainer Kai Liedtke. Nach einer guten Viertelstunde lag sein Team bereits mit 0:3 in Rückstand. Elvis Gashi brach nach einem langen Ball über rechts durch und schlenzte den Ball ins lange Eck (3. Minute), Berkan Yürükoglu schob nach einem Querpass von der linken Seite am langen Pfosten ein (14.) und Sermin Zekjiri profitierte nach einem langen Ball aus der eigenen Defensive von einem Kopfball, den der eingewechselte Hakan Öztürk am herauseilenden Felix Pohle vorbeibrachte, woraufhin der Drita Stürmer nur noch einzuschieben brauchte (16.). Parallel mussten auf Gebersheimer Seite der unglücklich umgeknickte Helmut-Peter Baumann (9. Minute) und der nach Erkrankung noch nicht wieder fitte Jan Kosocky (14.) früh ausgewechselt werden. Der Kader war ohnehin schmal besetzt, „von Beginn an eine suboptimale Situation“, befand Liedtke.

Umtriebig: Bernhard Kreis (Mi.) glänzte mit drei Torvorlagen. Foto: Andreas Gorr

Dennoch gab sich die Mannschaft nicht auf, kam in der 32. Minute durch Manuel Bayer zum ersten Treffer, der nach einer Flanke von links und einer starken Brustablage von Bernhard Kreis rechts im Strafraum auftauchte und ins lange Eck vollendete. Nur sechs Minuten später jedoch traf Spetim Muzliukaj zum 4:1, der Kornwestheimer Spielertrainer erlief einen weiten Flugball, unter dem Öztürk hindurchsprang, und narrte Pohle, bevor er ins leere Gehäuse einschob. In der Pause betonte Liedtke gegenüber seiner Mannschaft: „Wenn wir die Räume bespielen, die der Gegner uns anbietet, können wir uns genug Möglichkeiten erspielen, wieder ranzukommen.“ Der SV kam besser aus den Kabinen, bekam jedoch in der 60. Minute den nächsten Rückschlag. Elvis Gashi verwandelte einen von Nico Schlinger verursachten Foulelfmeter, der nur knapp unter Keeper Felix Pohle hindurchrutschte. Allerdings kamen die Gäste nur drei Minuten später durch Marvin Uhl mit einem Flachschuss vor dem Strafraum ins linke Eck erneut zum Torerfolg und starteten die Aufholjagd.

Kevin Sholabomi (re.) gelang spät der Anschlusstreffer. Foto: Andreas Gorr

In der 75. Minute gelang Philipp Hatzigeorgiou per Kopf nach einer Kopfball-Vorlage durch Bernhard Kreis von der linken Seite das 3:5, Kevin Sholabomi legte in der 90. Minute den Anschlusstreffer nach, als er einen Querpass von Kreis am rechten Pfosten über die Linie drückte. „Dann war Euphorie da“, schilderte Kai Liedtke, der seine Mannschaft näher am Ausgleich sah als Drita am nächsten Treffer. „Wenn es nochmal zehn Minuten länger geht, bin ich der Überzeugung, dass wir den Ausgleich machen“, fand der SV-Coach. Doch anstatt dessen setzte Kornwestheims Adrian Thaqi den Schlusspunkt auf die Begegnung, nach einer Balleroberung des eingewechselten Erjon Gashi schickte Zekjiri den Joker Thaqi frei auf Felix Pohle zu. Der SV-Tormann parierte den ersten Abschluss, der landete jedoch wieder bei Thaqi, welcher sich die zweite Chance nicht mehr nehmen ließ.

Trotz Aufholjagd gab es für Kai Liedtke und sein Team nichts Zählbares. Foto: Andreas Gorr

„Am Ende ist es, wie es ist. Das ist jetzt sicherlich nicht das Spiel, wo wir auf drei Punkte gehofft haben, aber ärgerlich hintenraus, weil einfach mehr drin wahr“, konstatierte Liedtke. Positiv fand er die Moral seiner Mannschaft, die sich nach dem frühen Rückstand nicht aufgab und dadurch eine heftigere Klatsche gegen Drita Kosova verhinderte.

Fünf Gegentreffer für Rutesheim II: Weil der Stadt wieder zu Null

Eine solche gab es hingegen für die SKV Rutesheim II. Das von Trainer Tobias Germanus ausgerufene Ziel, nach dem Überraschungserfolg gegen Kornwestheim auch die Spvgg Weil der Stadt zu ärgern, wurde weit verfehlt, die Gastgeber aus der Keplerstadt schickten Germanus und sein Team mit 0:5 nach Hause. Mehr Grund zur Freude hatte dagegen der neue Spvgg-Coach Roland Haizmann: „Das war wirklich sehr überzeugend, nach ersten 15 wackligen Minuten.“

Roland Haizmann (re.) feierte seinen zweiten Sieg als Cheftrainer. Foto: Andreas Gorr

Die Anfangsviertelstunde war von individuellen Fehlern der Hausherren geprägt, unsaubere Pässe landeten beim Gegenspieler und ermöglichten den Gästen einige Torchancen. Dennoch fiel das erste Tor des Spiels für Weil der Stadt, einen schnell ausgeführten Eckball von Mousa El Arkoubi beförderte Jan-Pascal Hackenberg im Duell mit Salih Karaman ins eigene Tor (16.). „Das kam zum richtigen Zeitpunkt, das beflügelt nochmal und gibt Selbstvertrauen“, sagte Haizmann, der vermutete, dass der Eckball auch direkt im Tor hätte landen können. Jubel für die Spvgg, die jedoch in dieser Situation Karaman verlor, der in der 23. Minute mit muskulären Beschwerden im Oberschenkel das Feld verlassen musste. In der Folge wurde der Tabellendritte sicherer und aktiver im Team, nach einem Rückpass auf Rutesheims Schlussmann Maximilian Moch lief Osman Kocaoglu den Rutesheimer aggressiv an, blockte dessen Klärungsversuch und schob ins leere Tor ein (27.). Auch nach der Pause blieben die starken Städter am Drücker, El Arkoubi nutzte einen Stellungsfehler Mochs in der 56. Minute und traf aus 25 Metern über den Keeper hinweg. Elf Minuten später schnürte die Nummer zehn der Spvgg den Doppelpack, in bewährter Manier zog El Arkoubi vom Flügel ins Zentrum und erhöhte auf 4:0. Den Schlusspunkt setzte mit Tarik Ören ein weiterer Winterneuzugang der Spvgg, in der 87. Minute kam der Mittelfeldmann etwa 40 Meter vor dem Tor an den Ball und stiefelte los, an mehreren Gegenspielern vorbei und schoss ins lange Eck ein.

Kaum zu stoppen: Mousa El Arkoubi sammelte drei Torbeteiligungen. Foto: Andreas Gorr

Die Treffer seiner Neuzugänge Kocaoglu und Ören freuten Haizmann, auch der früh für Karaman eingewechselte Kostas Kampouridis erhielt ein Lob des neuen Übungsleiters: „Man merkt, dass die drei immer mehr ankommen, dass sie immer mehr unser Spiel verstehen und dabei auch dominante Rollen einnehmen und vorangehen.“ Nach der Pleite im Debüt gegen Kornwestheim stehen für Trainer Haizmann zwei Siege mit 9:0 Toren zu Buche. „Zweimal zu Null, das würde ich gern jede Woche so haben“, meinte der neue Coach, der die Mannschaftsleistung seines Teams hervorhob. Auch freute ihn, dass seine Mannschaft gegen die in der Vorwoche noch fünffach erfolgreichen Gäste die Null hielt, was er auch seinem Schlussmann Niclas Moser verdankte. In drei Wochen reist seine Mannschaft zur SpVgg Renningen, zuvor will Haizmann die Aufgaben gegen Warmbronn und Gebersheim erledigen. „Je nachdem, wie die Spiele ausgehen, können wir danach nochmal über eine Kampfansage an Renningen sprechen. Wir versuchen, dafür zu sorgen, dass es in drei Wochen ein heißer Tanz wird“, sagte Haizmann.

Trainer Raith erlöst Spvgg Warmbronn spät

Einen heißen Tanz bot auch die Spvgg Warmbronn, die beim TV Möglingen im torreichsten Spiel des 19. Spieltags mit 6:5 triumphierte. In einem spektakulären Spiel starteten die Gäste reichlich personell geplagt, drei Akteure aus der zweiten Mannschaft verstärkten das Team. Besonders schmerzte der kurzfristige Ausfall vom Abwehrchef Philipp Schüle, der aufgrund von Schmerzmitteln nach einer Zahnarztbehandlung passen musste. Auch der Spielbeginn verlief denkbar schlecht für die Spvgg, in der 6. Minute fand Leon von Bank vom rechten Flügel Möglingens Top-Torjäger Julian Reiser im Strafraum, der Keeper Fynn Jannis Kleinschmidt mit einer Direktabnahme bezwang. Ärgerlich für Warmbronns Trainer Felix Raith, der eine klare Abseitsstellung des Stürmers reklamierte. Der Treffer blieb jedoch bestehen, Reiser legte drei Minuten später sogar den nächsten nach, erneut per direktem Kontakt, erneut auf rechtsseitige Hereingabe von Banks.

Die Warmbronner Abwehr um Pascal Laich (li.) war stark gefordert. Foto: Andreas Gorr

Die Gäste antworteten zeitnah, ein Freistoß durch Philipp Kindler vom rechten Strafraumrand kam unmittelbar vor TV-Keeper Florian Reichert auf und landete im Kasten (17.). Fünf Minuten später dann aber der erneute Nackenschlag für Warmbronn, eine Flanke von links fand Ismetcan Caglayan im Strafraum, der sträflich viel Zeit bei der Ballverarbeitung bekam und Kleinschmidt mit einem abgefälschten Ball bezwang. Coach Raith bemängelte fehlenden Zugriff im Mittelfeld, den seine Mannschaft jedoch nach der Pause wiedererlangte. Besonders wichtig war aus Sicht des Trainers der Anschlusstreffer der Spvgg, der noch vor der Pause gelang. Othman Tareq Karwi löste sich bei einem Eckball von rechts klug am kurzen Pfosten und verlängerte die Hereingabe per Kopf ins lange Eck (41.). Entsprechend beflügelt starteten die Gäste nach der Pause, der Anstoß gelangte zu Trainer Raith, dessen langer Ball von der TV-Defensive zu kurz geklärt wurde. Sanel Bilali nahm den Ball mit der Brust an, ließ ihn einmal aufkommen und versenkte ihn anschließend vom linken Strafraumeck mit einem traumhaften Bogen ins lange Eck (46.). „Ein Tor schöner als das andere“, kommentierte Raith das Spektakel, das zunächst wieder einen Treffer der Heimmannschaft bot. Der zur Pause eingewechselte Maximilian Büttner schleuderte einen Einwurf von der linken Seitenlinie bis an den Fünfmeterraum, wo der Ball per Kopf auf die rechte Strafraumseite verlängert wurde. Dort lief Felix Baque ein und vollstreckte volley in die linke untere Torecke (51.). Felix Raith meinte: „Die Chancenverwertung von Möglingen war überragend, da war fast jeder Schuss drin und unser Keeper konnte bei fast jedem Tor eigentlich nichts machen.“

Fynn Jannis Kleinschmidt war im Tor der Spvgg oft machtlos. Foto: Andreas Gorr

Doch der nächste Ausgleich mit dem nächsten Traumtor ließ nicht lange auf sich warten, Petrus Glöditzsch versenkten einen Freistoß von der linken Seite im kurzen Toreck (59.). In der Folge gelang den Gästen auch die erste Führung des Spiels, eine Flanke von links nahm Fabjon Ndreca etwa acht Meter vor dem Tor an und bezwang den nur zögerlich herauslaufenden Schlussmann Reichert (68.). Diese Führung hatte nur denkbar kurz Bestand, nach einem Angriff über rechts bekam Caglayan den Ball im Strafraum zurückgelegt und schloss mit einer trockenen Direktabnahme zum Ausgleich ab (69.) Doch Warmbronn hatte das Happy End noch auf der eigenen Seite, ausgerechnet Trainer Raith bekam in der ersten Minute der Nachspielzeit den Ball durchgesteckt, umkurvte Reichert und schob zum umjubelten Siegtreffer ins leere Tor. „Ich habe mich für meine Jungs gefreut, weil sie sich echt reingehauen haben und das Ding gedreht haben“, sagte der späte Matchwinner.

Coach Felix Raith will Rang drei erobern. Foto: Andreas Gorr

Das Spiel endete auf einer unschönen Note, Möglingens Tim Bauer wurde nach verbalen Entgleisungen gegen den Unparteiischen von diesem mit einer Roten Karte vom Feld verwiesen (90.+3). Davon ließen sich die siegreichen Gäste nicht beirren, „die Stimmung war nach dem Spiel top“, erzählte Raith, der seine Kampfansage bekräftigte: „Das Ziel ist Platz drei, wir sind entschlossen und die Jungs legen alles rein, um das Ziel zu erreichen.“ Raith will die Spvgg Weil der Stadt noch verdrängen, spekuliert dabei auch auf mögliche Punktabzüge, welche die Städter bei einem potenziellen Rückzug des TSV Münchingen II treffen könnten.

TSV Höfingen bessert Torverhältnis auf

Den TSV Höfingen wird das persönlich nicht betreffen, gegen Münchingens Zweitvertretung verlor die Mannschaft das Hinspiel. Bei den TSF Ditzingen gelang am 19. Spieltag dagegen ein fulminanter 5:0-Auswärtssieg. Sehr zur Freude des zufriedenen Trainers Marco Russo. „Es ging in eine Richtung, wir waren von Anfang an gut dabei“, lobte Russo vor allem die erste Halbzeit seiner Mannschaft. In der 23. Minute brachte Sebastian Utz den TSV in Führung, in dem er einen herausgespielten Angriff am langen Pfosten vollendete. Nur eine Minute später erhöhte Sebastian Schleweck nach einem Eckball, Russos älterer Sohn Gianluca machte mit dem 3:0 nach einem abgewehrten Ball noch vor der Pause alles klar (45.+2).

Sebastian Utz (li.) brachte den TSV Höfingen in Führung. Foto: Andreas Gorr

Für den Trainer war die Begegnung zur Pause damit entschieden, nach dem Seitenwechsel tat sich seine Mannschaft zunächst schwer, in der 68. Minute gelang Danny Schweizer aus 25 Metern das vierte Tor für die Gäste. „Hervorragend, Marke Tor des Monats“, schwärmte Coach Russo und meinte: „Dann war es eigentlich gegessen, eine klare Sache.“ Ramon Faria Haug gelang in der 84. Minute per Kopf der Schlusspunkt. Zum ersten Mal in dieser Saison gelingen den Höfingern mehr als drei Treffer in einem Spiel, mit nun 25 Toren aus 18 Spielen stellt der TSV allerdings immer noch die harmloseste Offensive der Liga.

Ein deutliches Erfolgserlebnis für Coach Marco Russo. Foto: Andreas Gorr

„Es war ein gutes Gefühl, dass mehrere Spieler Tore schießen können“, meinte der Trainer, der schon oft die Chancenverwertung seiner Mannschaft angeprangert hatte. Auch in Ditzingen ließ die Mannschaft erneut Möglichkeiten aus, dennoch sagte Russo: „Ein 5:0 spricht Bände“. Er hoffte, der Knoten seiner Angreifer sei nun endlich geplatzt, was vor allem im Hinblick auf das kommende Spiel in Flacht eine wichtige Rolle spielen werde.

Zwei späte Tore und kein Sieger im Keller-Krimi

Auch der TSV Flacht steckt weiterhin im Abstiegskampf, beim FC Gerlingen kommt die Mannschaft nicht über ein 2:2 hinaus. „Ich glaube, mit dem Ergebnis müssen wir am Ende zufrieden sein, da wir gestern nicht unseren besten Tag erwischt haben und mit dem Punkt zumindest in Abstand nach hinten halten“, bilanzierte Flachts Spielertrainer Danny Konsek, der ein gerechtes Unentschieden sah. Dennoch befand er seine Mannschaft für etwas glücklicher, die zwei Rückstände aufholte. Der erste fiel bereits in der siebten Minute, eine flache Hereingabe durch Michael Widmann von rechts verlängerte Baran Arslantas auf den einlaufenden Ludwig Krischtan, der am langen Pfosten einschob. Konsek erlebte ein chancenarmes Spiel, seinem TSV gelang jedoch noch vor dem Pausenpfiff der Ausgleich.

Danny Konsek (re.) leitete den Ausgleich ein. Foto: Andreas Gorr

Einen Freistoß des Trainers kurz vor der Mittellinie verlängerte Kajeevan Sasikaran, der nach zwei Kurzeinsätzen sein Startelfdebüt gab, per Kopf auf Christopher Welsch, welcher FC-Schlussmann Niklas Kimmich mit dem ersten Kontakt überlupfte und seinen 14. Saisontreffer markierte (38.), wodurch er mit dem Kornwestheimer Muhamet Muzliukaj als drittbestem Torjäger der Liga gleichzog. „In der zweiten Halbzeit fand ich uns einen kleinen Tick besser, ohne dass es aber wirklich zwingend wurde“, meinte Konsek, der kurz vor Ende den nächsten Rückschlag verkraften musste, Mittelfeldspieler Luca Boldrini sah für ein Foulspiel an Josip Kulijer seine zweite Gelbe Karte, Flacht agierte fortan in Unterzahl. Als wäre das noch nicht genug gewesen, verlor Marius Kühnel in der 90. Minute den Ball nach einem Einwurf von Jonathan Zuber an Gegenspieler Carl Luca Karden. Dessen Flanke fand im Zentrum Michael Widmann, der Jonas Welting im Flachter Tor mit einem sehenswerten Kopfball bezwang.

Flachter Erfolgsgarant: Christopher Welsch (re.) steht bei 14 Saisontoren. Foto: Andreas Gorr

Der TSV Flacht warf in der Folge alles nach vorn, wenngleich dies den FC zu zwei weiteren Torabschlüssen brachte. Doch nur zwei Minuten nach dem Gegentor holte Timeas Hetzer noch einen späten Eckball für Flacht heraus. Mit dem vorgeeilten Welting im Strafraum hofften die Flachter nun auf die Chance zum Ausgleich. Ein Zuber-Kopfball am langen Pfosten nach Hereingabe von Welsch misslang zunächst, eine anschließende Kopfball-Bogenlampe von Maik Bauer klärte FC-Keeper Kimmich zu einem weiteren Eckball. Dieser wurde erneut von Welsch auf den langen Pfosten gezogen, wo Robin Lenk zur Stelle war und den umjubelten Ausgleichstreffer für die Gäste erzielte. „Helfen tut das Unentschieden keinem so richtig“, meinte Konsek, der in der Leistung seiner Mannschaft vor allem in puncto Passgenauigkeit und Zielstrebigkeit nach vorn Defizite ausmachte.

Elf der Woche: zwei Teams stellen zusammen acht Spieler

Zwei Gerlinger Akteure schafften es, die FuPa-Nutzer von sich zu überzeugen. Nicolas Müller im Mittelfeld und Michael Widmann im Sturm vertreten den FC, der einer von vier nominierten Vereinen ist. Kornwestheims Doppelpacker Elvis Gashi ist jedoch gemeinsam mit den beiden Gerlingern in der deutlichen Unterzahl, die restlichen acht Spieler verteilen sich auf zwei Teams, die jeweils mit 5:0 gewannen.

Achtmal in 16 Spielen wurde Mousa El Arkoubi in die beste Elf gewählt Foto: Andreas Gorr

Für die Spvgg Weil der Stadt wählten die Nutzer Schlussmann Moser und Spielertrainer Haizmann in die Abwehr, dazu El Arkoubi ins Mittelfeld und Karaman in den Angriff. Der TSV Höfingen stellt die Torschützen Schleweck, Schweizer und Russo sowie Stürmer Julian Döhring.

Ausblick 20. Spieltag: Topspiele oben und unten

Ob der FC Gerlingen am 20. Spieltag gegen den TSV Münchingen II antreten wird, ist noch offen. Besonders spannend dürfte das Duell der drittplatzierten Spvgg Weil der Stadt beim direkten Verfolger in Warmbronn werden, ebenso wie der nächste Abstiegskampf-Kracher mit dem TSV Höfingen beim TSV Flacht.

Im Hinspiel bejubelte die Spvgg Weil der Stadt um Salih Karaman, Vladyslav Bondar und Mousa El Arkoubi (v.re.) sechsmal gegen Warmbronn. Foto: Andreas Gorr

Der TSV Heimerdingen II tritt zum Ditzingen-Derby gegen die TSF an, die SKV Rutesheim II begrüßt den SV Gebersheim. Im Kampf um die Tabellenspitze empfängt die SpVgg Renningen den TV Möglingen, Drita Kosova Kornwestheim hat den KSV Renningen zu Gast.