Bereitete gegen OFK Beograd das 2:0 durch Ali Ilhan vor: Botnangs Patrick Lehmann (am Ball). Foto: Archiv/Günter Bergmann

Die Botnanger sind zu Späßen aufgelegt und beim TV89 Zuffenhausen verkündet der Trainer sein Aus. Ein Mühlhausener übt lautstarke Selbstkritik – und sieht die Rote Karte.

Während sich der Kampf um die Tabellenspitze der ersten Kreisliga A-Staffel Stuttgart/Böblingen auf zwei Teams beschränkt, ist der Kampf um den Klassenverbleib neu entfacht. Der TSV Uhlbach rutscht immer tiefer in die Krise, während der PSV Stuttgart und die SG Untertürkheim ihre Höhenflüge fortsetzen. Der Blick auf die Begegnungen des 20. Spieltages.

 

OFK Beograd – ASV Botnang 0:2

Der ASV Botnang ist eine Mannschaft, die ein außergewöhnlich starkes Mannschaftsgefüge auszeichnet – das lassen immer wieder die Gegner des Tabellenvizes verlauten und zeigt sich auch jüngst in puncto Kaderplanung: Rund zwei Drittel haben bereits ihre Zusicherung zum Verbleib über die aktuelle Saison hinaus gegeben, unabhängig von der künftigen Ligazugehörigkeit. Bei all der Harmonie kann ein geschickt platzierter Aprilscherz für ordentlich Wirbel im Team Sorgen. So geschehen nach dem 3:3-Unentschieden gegen Türkspor Stuttgart. Der Täter: Marvin Dickmann, ein absoluter Leistungsträger der Botnanger, der kurzerhand per WhatsApp das eigene Aus ankündigte, sich mit dem Trainer, Alexander Schweizer, überworfen habe und keine Zukunft mehr im Team sehe. „Ich hatte glaube ich 15 Anrufe in Abwesenheit“, meinte der Coach lachend, „die Jungs waren fassungslos“. Am nächsten Tag hieß es im Training dann „April, April“ und wurde die Vertragsverlängerung von Dickmann verkündet. Ebenfalls in der kommenden Saison weiterhin an Bord: Patrick Lehmann, der genauso eine der tragenden Säulen des Teams ist.

Lehmann war es auch, der gegen Beograd das Tor zum 2:0-Endstand durch Ari Ilhan vorbereitete. Zuvor hatte Madi Ceesay die Botnanger in der 65. Minute bereits auf die Siegerstraße im Gipfelduell gebracht. „Vom Spielverlauf war es lange ein offenes Spiel, vom Puls und den Statistiken her eher nicht“, konstatiert Schweizer. Die mangelhafte Chancenverwertung habe letztlich den Gegner vor einer deutlichen Pleite verschont.

Demgegenüber sah der Beograder Trainer Bojan Nikolic die Partie als eine wesentlich engere Angelegenheit an. „Es war kein großer Unterschied zwischen uns und dem Gegner“, führt er aus, „wir haben in den ersten 70 Minuten immer wieder dominiert, wir hätten nicht verlieren müssen“. Vom eigenen Selbstbewusstsein zeugte eine Systemumstellung kurz vor dem ersten Gegentreffer – die Nikolic später als Fehler seinerseits bereute. Vom defensiveren 4-2-3-1 stellte er auf 4-4-2 um – die Marschroute war klar: „Wir wollten die drei Punkte holen.“ Prompt bestraften die Botnanger diese Schwächung der Verteidigung und nutzten ihre Chancen im Umschaltspiel eiskalt.

Tore: 0:1 Ceesay (65.), 0:2 Ilhan (85.).

Besonderes:

MTV Stuttgart II – Türkspor Stuttgart 0:3

Steckte noch etwas Pokalfrust in den Köpfen der Roten nach der herben 0:7-Pleite beim TSV Kuppingen am vergangenen Donnerstag? Denn auch wenn Türkspor ein souveränes Spielergebnis einfuhr, spricht Trainer Memik Erdogan von einem glücklichen Sieg: „Der MTV war besser als wir, wir haben glücklich gewonnen.“ Seiner Elf will er keinen Vorwurf machen, vielmehr sprach er von einer starken Vorstellung einer „guten, jungen Mannschaft“ des MTV II sowie einer tadellosen Leistung des Schiedsrichters. Am Ende habe sein Team aber eben das Quäntchen Fortune auf der eigenen Seite gehabt – oder auch das gewisse Etwas, dass eine Spitzenmannschaft in genau solchen Spielen auszeichnet? Jedenfalls landeten die drei Punkte auf dem Konto der Roten, dank der Saisontreffer 16 und 17 von Ugur Capar sowie Daniel Bosnjaks Tor zum 1:0. Der Edeltechniker erzielte den siebten Treffer in dieser Spielzeit und steuerte seine 29. Vorlage (!) bei.

Auf der anderen Seite war die Partie gegen den Spitzenreiter bereits vorab als „Bonusspiel“ deklariert worden – im Sinne von: Die Punkte müssen woanders geholt werden. Umso verblüffender war das Geschehen auf dem Platz für Luca Luchetta, Spielleiter des MTV II, gerade in Anbetracht der zuletzt schwachen Leistungen seines Teams. „Wir haben ein wirklich gutes Spiel gemacht und hatten viele Möglichkeiten, den Gegner noch mehr in Bedrängnis zu bringen“, führt er aus, „vom Potenzial, das in der Mannschaft steckt, wäre das eigentlich nicht überraschend, aber nach unseren letzten beiden Spielen schon.“ Jeder in der Liga wisse, dass Türkspor eine „unglaublich passsichere Mannschaft“ ist und man als Gegner nicht oft den Ball bekomme. „Aber sie haben auch Schwächen in der Rückwärtsbewegung, die hätten wir nutzen müssen“, hadert Luchetta.

Tore: 0:1 Daniel Bosnjak (27.), 0:2 Capar (47.), 0:3 Capar (58.).

Besonderes: –

SG Weilimdorf – SSV Zuffenhausen 0:3

Noch einmal ein klarer Sieg zum Abschied: Die Zuffenhausener gewinnen mit 3:0 und ihr Trainer, Erhan Atici, kann sich beruhigt in Richtung Fernost aufmachen. Wie berichtet wird er für zwei Monate bei einer chinesischen Fußballakademie mitwirken, die mit dem VfL Wolfsburg kooperiert. Aufgrund von Problemen mit dem Visum verschiebt sich sein Abflug um einige Tage, die Partie gegen Weilimdorf war aber dieses Mal tatsächlich das „emotionale Abschiedsspiel“, wie Atici es bezeichnet. Mit einem „lachenden und einem weinenden Auge“ verlasse er das Team. Dabei mit guten Gewissen ob der beruhigenden Tabellensituation des Drittplatzierten: Nach oben und nach unten sind es zehn respektive neun Punkte Abstand.

Für ruhige Nerven fern der sportlichen Heimat dürfte auch die Einstellung seines Teams gegen die Weilimdorfer sorgen. „Es war eine reife Leistung gegen einen taktisch sehr starken Gegner. Jeder hat noch mal alles gegeben“, zog Atici ein zufriedenes Spielfazit. Ganz ähnlich klingt die Meinung des gegnerischen Trainers Philip Baltsios: „Sie waren erwachsener, abgezockter, und haben verdient gewonnen.“ Gehofft hatte er, gegen die schon vorab favorisierten Zuffenhausener das berühmt-berüchtigte Pokal-Gen seiner Mannschaft zu wecken, einmal mehr einer stärkeren Mannschaft ein Schnippchen zu schlagen. „Aber dieses Mal hat die Flamme gefehlt“, hadert Baltsios – diese könnte sich aber am kommenden Donnerstag wieder entzünden, wenn sein Team im Bezirkspokal-Halbfinale beim TSV Jahn Büsnau antritt. „Vielleicht machen wir es ja wie der VfB und holen uns im Pokal das nötige Erfolgserlebnis für die Liga“, meint der Coach scherzend.

Tore: 0:1 Surasi Hamld (16.), 0:2 Yilmaz (58.), 0:3 Klose (75.).

Besonderes: –

TV89 Zuffenhausen – SG West 1:3

Die SG West holt den dritten Sieg in Folge und tauscht mit dem Gegner, dem TV89 Zuffenhausen, den Tabellenplatz. Dass trotz der kleinen Serie in den letzten Wochen nicht alles Gold ist, was glänzt, weiß aber auch Trainer Benedikt Goos: „Das Spiel gegen Sillenbuch war fragwürdig. Umso wichtiger, dass wir so eine Reaktion gezeigt haben.“ Nach dem 4:3 gegen das Tabellenschlusslicht hatte er noch von einem unverdienten Sieg gesprochen, ganz anders lautete sein Fazit zur jüngsten Partie: „Wir haben verdient gewonnen, weil wir unsere Chancen eiskalt genutzt haben.“ Haderte sein Gegenüber, Zuffenhausens Coach Yavuz Tepegöz, noch mit Wests Spielanlage, sei genau diese der Plan gewesen: „Wir haben dem Gegner viel den Ball überlassen und uns auf unsere Stärken konzentriert. Wir wollten mal wieder defensiv gut stehen und mit unseren schnellen und guten Stürmern auf Konter lauern“, sagt Goos, der sich mit dem Sieg in den zweiwöchigen Urlaub verabschiedete.

„Sie stellen sich hinten rein und machen einen auf Italiener“, moniert Tepegöz auf der anderen Seite, „aber klar, am Ende haben sie die drei Punkte geholt“. Das eigentliche Problem sei sowieso in der eigenen Mannschaft zu verordnen: „Ich hab’ keinen, der vorne die Tore macht.“ Trotz der größeren Spielanteilen und zahlreicher Chancen sprang am Ende nur ein Tor heraus – eine Abschlussschwäche, die sich durch die ganze Saison ziehe. „Wenn wir in solchen Spielen unsere Tore machen, spielen wir ganz oben mit“, ist sich Tepegöz sicher. So sehr sich der 43-Jährige einen kaltschnäuzigen Mann für die Offensive wünscht – in die Kaderplanung für die nächste Saison dürfte er nicht mehr eingebunden sein: Wie er der Mannschaft und dem Verein bereits mitteilte, wird er zum Ende der Spielzeit seinen Trainerposten bei Zuffenhausen abgeben. Der Plan? „Ich suche neue sportliche Herausforderungen“, lässt Tepegöz augenzwinkernd das Phrasenschwein klingeln.

Tore: 0:1 Derichs (13.), 0:2 Kottmann (28.), 0:3 Derichs (88.), 1:3 Nallinger (90.).

Besonderes: –

TV Zazenhausen – TSV Uhlbach 1:0

Gelungener Einstand für den neuen Mann an der Seitenlinie! Andreas Kulow, der in der vergangenen Woche den geschassten Armando Traini ersetzt hat, trainierte am Donnerstag erstmals die Mannschaft, drei Tage später fährt er den ersten Sieg ein. „Die letzten zehn Minuten waren eine Abwehrschlacht. Die Jungs haben wahnsinnig geackert und alles in die Waagschale geworfen“, sagt Kulow über die Schlussminuten. Einsatz und Kampfgeist scheinen also zu stimmen in der Mannschaft, die dem Neu-Trainer aber auch unverhoffte, spielerische Qualitäten präsentierte. „Sie haben ganz ordentliche Spielzüge gezeigt“, konstatiert er. Die Hälfte der Mannschaft kenne er ohnehin bereits aus seiner ersten Trainerepisode bei den Zazenhausenern, die rund drei Jahre zurückliegt. Für eine gewisse Verblüffung sorgte das Team bei ihm dennoch: „Ich war positiv überrascht darüber, wie die Jungs fighten können und was alles in der Mannschaft steckt.“

Für die Gäste aus Uhlbach bedeutete die neuerliche Pleite der nächste Nackenschlag. Als aktuell formschwächste Mannschaft der Liga taumeln die Götzenberg-Kicker der Abstiegszone entgegen. Was sich wie ein roter Faden – die 2:6-Pleite beim MTV II mal ausgeklammert – durch die bislang desaströse Rückrunde zieht: Die Niederlagen kommen denkbar knapp zustande. „Die Mannschaften sind in der Liga dieses Jahr sehr eng zusammen. Es sind Kleinigkeiten, die die Spiele entscheiden“, konstatiert Coach Tim Wagner. Gegen Zazenhausen sorgte bei ihm der Schiedsrichter für großen Frust. „Wir hatten fünf, sechs wirklich gute Angriffe, die plötzlich Abseits sein sollten“, kritisiert der Trainer, „bei einer Situation bin ich fast vom Glauben abgefallen, es war gar nicht möglich, da auf Abseits zu entscheiden“. Unterm Strich hätte sich keine der Mannschaften über eine Punkteteilung beschweren können. Am Ende stehen die Uhlbacher aber einmal mehr ohne Punkte da. Wagner stellt klar: „Es ist nicht so, dass wir nicht mehr kicken können oder wieder bei den Bambinis anfangen sollten. Aber wir müssen in Zukunft das Glück erzwingen.“

Tore: 1:0 Frank (63.).

Besonderes: –

SV Sillenbuch II – TB Untertürkheim 0:1

Der TB Untertürkheim profitiert von der Uhlbacher Pleite und schiebt sich im Klassement an den Wagner-Jungs vorbei auf Platz elf. „Es war mal wieder nicht der schönste Fußball, aber ein kämpferischer, wichtiger Sieg“, greift Trainer Ivo Ilijasevic in die Abstiegskampf-Vokabelbox. „Wir haben uns ein bisschen an das Spielniveau des Gegners angepasst“, führt der Coach kritisch aus, „aber am Ende haben wir verdient gewonnen und endlich mal wieder die Null gehalten“l. Zuletzt gelang dieses Unikum beim 0:0 gegen Mühlhausen im November.

Für die zweite Sillenbucher Garde setzte es derweil nach der 3:4-Pleite bei der SG West am vorigen Wochenende die nächste knappe Niederlage. Für Coach Necmi Keskin eine unverdiente: „Wir waren spielerisch die bessere Mannschaft und hätten gewinnen müssen.“ Der Gegner habe es nicht schlecht gemacht und gut verteidigt, die Vorteile seien aber auf der eigenen Seite gelegen. Einmal mehr kritisierte Keskin die eigene Chancenverwertung. Eine Beispielszene: „Unser Stürmer läuft mit dem Ball ins Aus, obwohl er allein vor dem Torwart steht.“ Des Trainers Kopfschütteln ist förmlich hörbar. Von einem mentalen Einbruch könne bei seinem Team derweil nicht die Rede sein – trotz der prekären Lage am unteren Tabellenende und der gewinnenden Konkurrenz. „Die Jungs kämpfen bis zum Umfallen, aber die Niederlagen stecken natürlich im Kopf“, konstatiert Keskin.

Tore: 0:1 Kärcher (59.).

Besonderes: –

SG Untertürkheim – TSV Mühlhausen 4:0

Man höre und staune: Der Ligadreizehnte aus Untertürkheim befindet sich in der aktuellen FuPa-Formtabelle auf einem überragenden fünften Platz. Beim dritten Sieg im fünften Spiel des Jahres stellte die Mannschaft unter Beweis: Wir können nicht nur punkten, wir können auch Machtdemonstration! Mit vier Toren in 15 Minuten schossen die Untertürkheimer die Gäste aus Mühlhausen ab. „Danach haben wir schon einen Gang herunter geschalten“, sagt Coach Christos Kolokotronis. Gespielte Minuten zu diesem Zeitpunkt: 22. „Die Jungs haben genau das gemacht, was sie machen sollen: Die Chancen nutzen und den Gegner ausknocken“, führt der Trainer aus. Alleine Robin Wittmann erzielte drei Treffer, auch die eigene Unterzahl ab der 56. Minute konnte den Sieg nicht mehr gefährden. Kapitän Jannik Hinz hatte wegen Beleidigung des gegnerischen Torhüters die Rote Karte gesehen.

Mit Blick auf den heißen Abstiegskampf sagt Kolokotronis: „Es sind sieben Mannschaften, die um den Klassenerhalt kämpfen. Wenn wir am Wochenende gegen Uhlbach gewinnen sind wir ein Punkt hinter ihnen und dem TB Untertürkheim. Dann brennt der Keller gewaltig.“Als Überraschungsmannschaft der Stunde wirbelt die SGU also die Tabelle durcheinander – auch wenn die Polizisten (PSV) aus Cannstatt bei diesem Titel sicherlich ein Wörtchen mitzureden haben.

„Wir waren überhaupt nicht da“, sagt Armend Mehmeti, Trainer der Mühlhausener über die ersten Minuten, nach denen das Spiel bereits gelaufen war. Ob der Formstärke der Heimelf sei sein Team gewarnt gewesen, am Ende war der Matchplan aber schnell zunichte gemacht. Einfache Fehler und ein unberechtigter Elfmeter zum 0:2 hätten früh die Niederlage bedeutet. Knüppeldick kam es dann für Mühlhausen, als Mesut Akcar wegen einer Beleidigung mit Glattrot vom Platz flog. Laut Mehmeti habe diese aber weder einem Gegenspieler noch dem Schiedsrichter gegolten – sondern vielmehr Akcar selbst. Nach einem missglückten Klärungsversuch habe er sich in Selbstkritik geübt, lautstark gerufen: „Ich schieß’ wie ein Idiot.“ Der Unparteiische sah es anders, schickte den Spieler vom Feld. Am Ende wollte Mehmeti die Schuld aber nicht bei den Offiziellen suchen: „Wenn du einen schlechten Tag erwischst und der Gegner es gut macht, verlierst du eben 0:4.“

Tore: 1:0 Osei (6.), 2:0 Wittmann (11./Foulelfmeter), 3:0 Wittmann (17.), 4:0 Wittmann (22.).

Besonderes: Rote Karte für Hinz wegen einer Beleidigung (56./Untertürkheim), Rote Karte für Akcar wegen einer Beleidigung (75./Mühlhausen).

SV Prag – PSV Stuttgart 1:2

Mit dem PSV Stuttgart sorgt eine weitere Mannschaft für Furore, die noch zur Winterpause in der Abstiegszone steckte. Mit vier Siegen aus fünf Spielen gehört sie zu den stärksten Teams der Rückrunde, findet sich mittlerweile auf dem zehnten Platz wieder. Die ganz große Überraschung dürfte der Höhenflug der Cannstatter in Anbetracht der Kaderqualität aber nicht sein – Wiedergutmachung nach einer verkorksten Hinrunde trifft es eher. „Durch die kleine Serie wird vieles frei im Kopf“, sagt Trainer Avdo Smajic, „trotzdem gab es auch gegen Prag Momente, in denen die Unsicherheit durchschimmerte“. So zum Beispiel beim frühen Gegentor durch Otis Raiser: „Die Jungs stehen zu dritt um den Ball und gucken sich an, der Gegner schnappt sich die Kugel und macht das Tor“, beschreibt der Coach die Szene. Nach dem Ausgleich durch Marc Strohmaier besorgte Tobias Gaycken aber bereits in der 25. Minute per Foulelfmeter den 2:1-Endstand. Der in der Not vom Mittelfeldspieler zum Angreifer umfunktionierte Mann der Stunde ist neben Smajic das Gesicht des jüngsten Aufschwungs. Der Treffer gegen Prag bedeutete das siebte Tor in seinem vierten Spiel des Jahres. „Er ist eigentlich bei Gott kein Stürmer, aber ich werde einen Teufel tun, ihn da vorne rauszunehmen“, sagt der Trainer lachend.

Auf der anderen Seite zeigt die Ergebniskurve immer tiefer nach unten. Die Pleite gegen den PSV bedeutete die vierte Niederlage in Folge – laut Frederik Bruder, Trainer der Prager, war sie mehr als vermeidbar. „Es war eine einseitige Partie, in der zweiten Hälfte ging es nur noch auf das gegnerische Tor“, konstatiert er und fügt an: „Deshalb bin ich sehr zufrieden mit der Leistung, uns fehlt gerade einfach nur das Spielglück.“

Tore: 1:0 Raiser (11.), 1:1 Strohmaier (23.), 1:2 Gaycken (25./Foulelfmeter)

Besonderes: –