Damit hatten nur die wenigsten zu diesem Zeitpunkt gerechnet. Der TSV Dagersheim ist bereits am vorletzten Spieltag Meister der Fußball-Kreisliga A, Staffel III, Stuttgart/Böblingen.
Der TSV Dagersheim ist Meister der Fußball-Kreisliga A, Staffel III, Stuttgart/Böblingen. Titelrivale SV Nufringen kassierte beim TSV Waldenbuch tief in der Nachspielzeit den Ausgleich und liegt einen Spieltag vor Schluss fünf Punkte hinten. „Wir haben überhaupt nicht damit gerechnet, dass die nochmal einen Ausrutscher haben“, freute sich Dagersheims Trainer Tim Lehle. „Aber so gewinnt man Titel.“
TV Gültstein – TSV Dagersheim 0:1 (0:1): In der ersten Halbzeit zeigten sich die Gäste dominant, doch einzig Merih Yesilirmak (43.) gelang es, eine Chance zu verwerten. Nach der Pause hatte der TVG mehr Anteile und wehrte sich laut TSV-Trainer Tim Lehle brutal. „Aber egal – wir haben die Meisterschaft und sind weiter ungeschlagen. Alles andere interessiert keinen mehr“, jubelte er.
TSV Waldenbuch – SV Nufringen 2:2 (1:1): Enes Söhret (23.) brachte die Schokostädter in Front, Timo Tropsch (28.) verwandelte einen Elfmeter zum 1:1, Tobias Tauber (60.) gelang das 1:2. Weil Chris Schuster (67.) Gelb-Rot kassierte, musste der SVN in Unterzahl weitermachen. Das wurde ihm zum Verhängnis, Francesco Giangrande (90.+6) markierte den Ausgleich. „Irgendwo auch gerecht, es gab Chancen auf beiden Seiten“, meinte TSV-Coach Alexander Ott. „Für uns war das ein guter letzter Spieltag, und wir freuen uns, dass wir seit unserem Abstieg 2019 die beste Saison gespielt haben.“
TSV Kuppingen – FC Gärtringen 9:0 (7:0):Andreas Poser (9., 31., 64.), Nick Prokein (17. 33.), Felix Dillenseger (22.), Kevin Humm (36., 49.) und Eric Sic (40.) schossen sich den Frust wegen des verlorene Pokalfinals von der Seele. Nach der Pause schalteten die Kuppinger einen Gang zurück und zeigten Gnade mit den Gärtringern. „Ein gelungener Heimabschluss“, freute sich TSV-Trainer Besnik Gllogjani. „Das Zuschauen hat Spaß gemacht. Der Sieg war wichtig für uns nach den jüngsten Niederlagen.“
FSV Deufringen – VfL Sindelfingen II 4:3 (1:1): „In der ersten Halbzeit waren wir richtig gut drin“, berichtete FSV-Übungsleiter Heiko Schmidt. Jannik Zweigart machte trotz Rippenprellung das 1:0 für die Gastgeber, Alban Muji egalisierte. Zwei Versuche der Deufringer gingen an die Latte, Nils Beurenmeister schoss das 1:2, Zweigart glich wieder aus, ehe das 2:3 durch Alexander Olmo Castro fiel. „Heute war Weihnachten für den Gegner, und wir waren der Weihnachtsmann“, ärgerte sich Schmidt über die Geschenke, die seine Elf verteilte. Samet Öztürk verwandelte einen Strafstoß zum 3:3, Mick Mertens markierte schließlich den Siegtreffer des Teams aus dem Heckengäu. „Uns fällt ein riesengroßer Fels vom Herzen“, zeigte sich Heiko Schmidt angesichts des nun feststehenden Klassenerhalts erleichtert. „Das war Adrenalin pur.“
GSV Maichingen II – SF Kayh 6:0 (4:0): Abdoul Tchagbele (2.), Bugra Taskin (12.) nach einem Freistoß, Alim Göler (36.) und Leandro Orfeo (38.) sorgten bereits zur Pause für klare Verhältnisse. „In der aktuellen Phase ist es extrem schwierig, sich nach so einem Zwischenstand wieder zu motivieren“, gab SF-Trainer Arne Bauer zu. „Da gingen die Köpfe ziemlich nach unten.“ Nach Wiederanpfiff machten Tchagbele (49.) und Göler (87.) das halbe Dutzend voll.
SV Böblingen II – TV Nebringen 7:0 (4:0): Emin Özkan (3.), Labinot Dodoli (8., 45., 81., 83.), Oliab Calemba (10.) und Ebrima Jasseh (69.) schossen den TVN endgültig in die Relegation. „Nach dem zwischenzeitlichen 3:0 haben wir etwas nachgelassen, was aber auch der Hitze geschuldet war“, erklärte SVB-II-Trainer Johnson Ariaratnam, der sich in den letzten Minuten selbst einwechselte. „Ich hatte nie ein Abschiedsspiel auf dem Platz“, verriet er. „Das habe ich heute nach zweieinhalb Jahren endlich nachgeholt.“
TSV Schönaich – SV Deckenpfronn II 7:1 (5:1): Niklas Mayer (2.) sorgte für das 1:0. Nach dem 1:1 durch Florian Kreidl (15.) wurden die Schönaicher wacher. Ilyas Karayel (23., 30.), Lasse Schaumann (32.), Adrian Wichert (39.), Niklas Mayer (68.) und Maximilian Meicht (62.) schraubten das Ergebnis nach oben. „Ein schönes letztes Heimspiel“, fand TSV-Trainer Patrick Stierle. Vor allem für ihn, Alexander Wendel, Yannik Rueß und Adrian Wichert, die den Verein nach der Saison verlassen werden.