Der VfB Oberesslingen/Zell siegt gegen Sirnau in der Fußball-KLA mit 2:0 und holt wichtige Punkte im Abstiegskampf. Für die SGE wird es zunehmend enger.
Sowohl der VfB Oberesslingen/Zell als auch die SG Eintracht Sirnau stecken im Abstiegskampf der Fußball-Kreisliga A. Am Ende entschied der VfBOEZ die Begegnung mit 2:0 (0:0) für sich und verbessert sich damit um einen Platz auf Rang elf. Der VfBOEZ und hat nun sechs Punkte Abstand auf den Relegationsrang 14, die SGE dagegen droht noch tiefer unten reinzurutschen. Da jedoch auch der TSV Notzingen dem SC Altbach unterlag, bleibt die SGE vorerst auf einem Nichtabstiegsplatz.
Wenig geboten in Hälfte eins
In der ersten Hälfte der Partie war zunächst nicht viel geboten, nach zögerlichem Beginn versuchten beide Teams es mit einem kontrolliertem Spielaufbau, doch auf beiden Seiten war kein Durchkommen und so neutralisierten sich der VFBOEZ und die SGE gegenseitig. Wenn doch einmal ein Angriff durchkam, brachte dieser nichts ein. So versuchte es Konstantinos Kostidis vom VfBOEZ von der linken Seite, doch SGE-Torhüter Daniel Hauck packte sicher zu (9.). Bis zum ersten nennenswerten Sirnauer Angriff dauerte es 20 Minuten: Nach einer Ecke zog Alessio Iraci ab, verfehlte das Tor jedoch deutlich. Nun erhöhten beide Teams die Schlagzahl, aber VfBOEZ-Kapitän Okan Turp traf knapp über das Tor (24.), wenig später landete Yasin Kayas Flanke im Toraus (26.). Im Gegenzug brach Sirnaus Jonas Weißenborn durch die VfBOEZ-Abwehr, Torhüter Amanullah Lakanwal war jedoch vor ihm am Ball (32.). Kurz darauf blockte Kaan Fakili Jonas Weißenborns Versuch ab (38.), nur eine Minute später zog Weißenborn in Rücklage weit über das Tor (39.) – alles insgesamt zu ungefährlich.
Nach dem Seitenwechsel kam der VfBOEZ besser aus der Kabine und setzte die SGE früh unter Druck. Turp zirkelte einen Freistoß aus aussichtsreicher Entfernung um die Mauer – aber auch knapp neben das Tor (47.). Wenig später trat wieder Turp zu einem Freistoß aus 25 Metern an, SGE-Torhüter Hauck faustete den Schuss gerade noch über die Latte (50.). Doch auch die Sirnauer versuchten ihr Glück in gelegentlichen Vorstößen. Bei einem dieser Angriffe entschied der souverän agierende Schiedsrichter Steffen Bechtold – der stets ein Lächeln und ruhige Worte an die Spieler richtete und somit das Spiel umsichtig und umgänglich leitete – fälschlicherweise auf Abseits und entschuldige sich mit den treffenden Worten: „Ich bin auch nur ein Mensch.“
Beide Tore fallen in Hälfte zwei
Für die umjubelte und zu diesem Zeitpunkt auch verdiente Führung für den VfBOEZ sorgte in der 55. Minute Yasin Kaya, der von links ins lange Eck abzog und Torhüter Hauck keine Chance ließ. In der Folge setzten die VfBOEZler nach und Sirnau gelang nicht mehr viel im Spiel nach vorne. So war es nur eine Frage der Zeit, wann Oberesslingen/Zell erhöhen würde – dennoch fiel das zweite Tor wie aus dem Nichts: Kostidis schlug einen Freistoß von der Mittellinie weit nach vorne, im Strafraum lief sich der eingewechselte Mirsad Ohran völlig unbewacht frei und versenkte den Ball per Kopf zum 2:0 (69.). Nun kontrollierte der VfBOEZ das Spiel endgültig, doch trotz weiterer guter Möglichkeiten fiel kein Treffer mehr.
SGE-Trainer Klaus Schipke suchte nach den richtigen Worten: „Wir haben es spielerisch nicht auf den Platz bekommen, die Mannschaft ist derzeit sehr verunsichert.“ Und er ergänzte: „Es ist die Angst da, Fehler zu machen und der Mut fehlt, das wirkt sich derzeit auf unser Spiel aus. Der Gegner war keine Übermannschaft, trotzdem kam nach dem 0:1 kein Aufbäumen von uns.“
Patrik Leovac: „Es war ein richtungsweisendes Spiel für uns“
Dennoch sah Schipke auch Grund zur Hoffnung: „Wir müssen den Kopf frei bekommen, denn wir haben es ja nicht verlernt – aber wir müssen wieder Spaß am Laufen und am Fußballspielen finden. Wenn uns das gelingt, erzielen wir auch wieder bessere Ergebnisse“. Sein Gegenüber, VFBOEZ-Coach Patrik Leovac, dagegen freute sich. „Es war ein richtungsweisendes Spiel für uns. Wir hatten mehr Spielanteile, haben die Geduld bewahrt und hinten nichts zugelassen“, resümierte er und fügte hinzu: „Wir hätten höher gewinnen können, haben aber die Chancen nicht konsequent ausgespielt. Aber alles in allem haben wir verdient gewonnen, ein Riesenkompliment an meine Mannschaft.“
VfB Oberesslingen/Zell: Lakanwal – Marcijan (76. Tepic), Frantzeskakis, Stege, Fakili – Yasin Kaya (80. Ibrahim Kaya), Blazevic (46. Ohran), Karaca, Sarikaya – Kostidis (85. Akkaya), Turp.
SG Eintracht Sirnau: Daniel Hauck – Käß, Tekin, Akar (70. Boateng), Ongheth – Iraci (80. Spieth), Basal, Sauter, Weißenborn – Gschwendtner, Dennis Hauck (80. Schäfer).
Schiedsrichter: Steffen Bechtold (Böblingen).
Zuschauer: 60.
Tore: 1:0 Kaya (55.), 2:0 Ohran (68.).
Gelbe Karten: Yasin Kaya, Tepic / Weißenborn, Basal.
Beste Spieler: Yasin Kaya, Ohran, Kostidis / Ongherth, Weißenborn, Gschwendtner.