Deizisaus Alassane Braun springt am höchsten – und köpft zum 1:0 ein. Foto: Michael Treutner

Viele Tore und eine spannende sowie sehenswerte Partie: Der TSV Deizisau siegt im letzten Spiel vor der Winterpause gegen den TSV Wendlingen mit 5:4.

Jubel herrschte bei den Spielern, Fans und Offiziellen des TSV Deizisau nach dem Abpfiff der Fußball-Kreisliga-A-Begegnung gegen den TSV Wendlingen. In einem bis zum Schluss spannenden Spiel besiegten die Deizisauer die Wendlinger mit 5:4 (2:1). Wie erwartet war es eine Herausforderung für die Deizisauer. Immerhin war in den Wendlingern der aktuelle Tabellenführer zu Gast, der durch die Niederlage allerdings die Tabellenführung abgab und zur Winterpause auf Platz vier der Tabelle rutschte. Für die Deizisauer ändert sich trotz des Sieges nichts an der Tabellensituation: Sie bleiben mit 26 Punkten auf Tabellenrang acht.

 

Eine ausgeglichene Partie

Die Partie begann ausgeglichen – und man spürte den gegenseitigen Respekt. Beide Mannschaften versuchten, gut ins Spiel zu kommen und mit schnellen, langen Pässen die gegnerische Abwehr zu durchdringen. In der 14. Minute dann das 1:0: Nach einem abgewehrten Eckstoß flog der Ball hoch in die Luft und kam senkrecht vor dem Wendlinger Tor nach unten. Wendlingens Keeper Tom Hohlfeld erreichte den Ball mit den Händen nicht, Deizisaus Alassane Braun war zur Stelle und traf. Die Deizisauer wurden nun stärker, hatten mehr Spielanteile, doch es gelang ihnen nicht, ihre Führung weiter auszubauen. Im Gegenteil, die Wendlinger nutzten die offenen Räume und nach einem sehenswerten Spielzug erzielte Wendlingens Max Gall den Treffer zum 1:1-Ausgleich (40.). Die Deizisauer ließen aber nicht locker und kurz vor dem Pausenpfiff sorgte Marian Hafner auf den 2:1-Pausenstand.

Torchancen auf beiden Seiten

In den ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte zeigten die Gäste, dass der Führungstreffer der Deizisauer kurz vor der Pause sie nicht geschockt hatte. Sie spielten druckvoll nach vorne und Wendlingens Sory Sidibe versenkte das Leder nach einer sehenswerten Flanke zum 2:2-Ausgleich (57.). Aufatmen bei den Wendlingern. War es noch möglich, das Spiel zu kippen und in Führung zu gehen? Doch die Deizisauer hielten stark dagegen und machten den Wendlingern in der 68. Minute einen Strich durch die Rechnung. Deizisaus Dimitrije Pantic versenkte das Spielgerät unhaltbar für Hohlfeld zum 3:2. Wieder waren die Wendlinger ins Hintertreffen geraten. Sie kämpften weiter um jeden Ball, stürmten wieder druckvoll nach vorne, der Ausgleich wollte aber nicht fallen.

„Ein wildes Spiel“

In der 79. Minute zeigte Schiedsrichter Gaetano Intemperante dann nach einem Foul im Deizisauer Strafraum auf den Elfmeter-Punkt. Den anschließenden Strafstoß schoss Wendlingens Colin Binder unhaltbar für Deizisaus Torhüter Nico Lauber scharf und direkt unter die Latte zum 3:3. Die letzten zehn Minuten gestalteten sich nochmals spannend, denn Deizisau gelang es fast im direkten Gegenzug, durch ein Tor von Eren Celiktas erneut mit 4:3 in Führung zu gehen. Die Wendlinger warfen nochmals alles nach vorne und Max Cavallo erzielte in der 85. Minute abermals den Ausgleich. Den 5:4-Heimsieg für Deizisau machte in der 88. Minute Pantic mit seinem zweiten Treffer klar. „Ein wildes Spiel“, resümierte Wendlingens Trainer Aleksandar Kalic und ergänzte: „Das Problem war, dass wir nie in Führung gegangen sind. Wir haben zwar immer wieder ausgeglichen, aber das reichte nicht. Eigentlich müssten vier Tore auswärts reichen, um zumindest einen Punkt mitzunehmen.“

Deizisaus Coach Felix Luz war erleichtert: „Wir wissen, dass jedes Heimspiel für uns eine schwere Aufgabe ist. Deshalb freuen wir uns über den Sieg, aber dem Wendlinger Team gehört mein Respekt, sie haben super dagegengehalten.“

TSV Deizisau: Lauber; Celiktas, Ganter, Tellioglu (75. Lindenschmid), Lohmüller, Hafner, Fakili (46. Köber), Braun (56. Hamann), Dodaj (84. Mambu), Grentz (67. Müller), Pantic.

TSV Wendlingen: Hohlfeld; Sidibe, Wolf, Cavallo, Köstle, Binder, Attore, Max Gall (73. Weiß), Paul Gall, Wagner (53. Bergold), Geigle (73. Kalic).

Schiedsrichter: Gaetano Intemperante.

Zuschauer: 200.

Tore: 1:0 Braun (14.), 1:1 Gall (40.), 2:1 Hafner (45.), 2:2 Sidibe (57.), 3:2 Pantic (68.), 3:3 Binder (79. Strafstoß), 4:3 Celiktas (82.), 4:4 Cavallo (85.), 5:4 Pantic (88.).

Beste Spieler: Braun, Pantic / Cavallo, Binder.