Marco Buck hat den TSV Malmsheim als Trainer in der Winterpause übernommen und will mit dem Schlusslicht in der Kreisliga A 2 den Klassenverbleib schaffen. Da steht noch viel Arbeit bevor.
Es genügt ein schneller Blick auf die Tabelle der Kreisliga A 2, um zu sehen, wo beim TSV Malmsheim der Schuh drückt: Mit 65 Gegentoren stellt die Mannschaft mit Abstand die schwächste Abwehr der Liga. Den zweitschlechtesten Wert in diesem Ranking weist der FC Gerlingen auf, der 14 Treffer weniger (bei einem Spiel mehr) kassiert hat.
Die Ursache kennt Marco Buck, der den Kreisligisten in der Winterpause von Trainer Tobias Böhnisch übernommen hat, nur allzu gut. „Die Mannschaft hat ein Fitness-Defizit, die Kraft reicht oft nur für 60 bis 70 Minuten, um mit den Gegnern auf Augenhöhe zu sein“, erklärt der 50-Jährige. Bestes Beispiel war die letzte Partie der Hinrunde: Bei den TSF Ditzingen führte der TSV bis zur 55. Minute mit 2:0 und kassierte in den letzten 35 Minuten noch sieben Gegentreffer.
Die Bedenkzeit war schnell beendet
Nur kurz musste Marco Buck überlegen, ob er aus der zweiten Reihe heraustreten wollte, als ihn Abteilungsleiter Bernd Schüle gefragt hatte, ob er den TSV in der Rückrunde übernehmen wolle, nachdem sich Tobias Böhnisch, der den Verein im Vorjahr in die A-Klasse geführt hatte, dazu nicht mehr in der Lage sah. Der TSV Malmsheim ist der Heimatverein des 50-Jährigen, bis zur C-Jugend trug er die Malmsheimer Farben, ehe er sich in der B- und A-Jugend der Spvgg Renningen anschloss.
Buck war Teil der legendären Spvgg-Mannschaft, die unter dem damaligen Trainer Detlef Olaidotter in der Verbandsliga spielte. Allerdings nur eine Saison – dann stoppte der erste von drei Kreuzbandrissen Bucks verheißungsvolle Karriere. Er war in der Folge noch beim TSV Merklingen und beim TSV Eltingen unter Lothar Mattner in der Landes- und Bezirksliga aktiv. Seit einigen Jahren agiert er beim TSV Malmsheim im Hintergrund und war unter anderem dafür verantwortlich, dass Gianluca Crepaldi eine Zeit lang Trainer beim Club war.
Zwei Teams müssen hinter dem TSV landen
Auch wenn die Vorbereitung auf die Rückrunde krankheits- und faschingsbedingt nicht optimal war, hält Marco Buck es für absolut machbar, den TSV noch auf einen Nichtabstiegsplatz zu führen. Zwar hat der Tabelle-14. in der Hinrunde gerade einmal zwei Begegnungen für sich entscheiden können. Doch von den vier Absteigern stehen mit dem SV Perouse und der SGM TSC/TDSV Kornwestheim II, die ihre Teams schon vor Saisonbeginn zurückgezogen hatten, bereits zwei fest. Es gilt also lediglich, noch zwei weitere Kontrahenten in der Tabelle hinter sich zu lassen.
„Ich will die Mannschaft in der Rückrunde einen etwas offensiveren Ansatz spielen lassen“, verrät Marco Buck. Dazu müssten die Spieler mit einer besseren Fitness als bisher ausgestattet sein. In den drei Trainingseinheiten pro Woche in der Rückrundenvorbereitung hat er daher einen Schwerpunkt darauf gelegt. „Ich kann damit leben, wenn mir ein Spieler sagt, ich habe Probleme, den Ball optimal zu stoppen. Aber kämpfen und rennen kann jeder“, sagt der neue TSV-Übungsleiter schmunzelnd.