Mario Marinic hat bisher 21 Tore erzielt – so viele wie das gesamte SVF-Team. Foto: Patricia Sigerist

Der Letzte erwartet den Ersten: Die Fußballer des SV Fellbach sehen sich an diesem Samstag im Max-Graser-Stadion den Gästen der TSG Backnang gegenüber.

Fellbach - Die Fußballer der TSG Backnang hatten in der Oberliga bis zum letzten Spieltag gegen den Abstieg gekämpft, konnten ihn am Ende aber nicht verhindern. Dann legten sie ihre Hoffnung in den Tabellenzweiten SV Stuttgarter Kickers, denn dessen Erfolg in den Aufstiegsspielen hätte ihnen den Ligaverbleib gesichert. Vergeblich. Und so spielt die Mannschaft um den Trainer Evangelos Sbonias nun in der Verbandsliga, möchte sich hier aber gar nicht lange aufhalten. Nach 18 Spielen führt sie die Tabelle mit sieben Punkten Vorsprung auf den ersten Verfolger FSV Hollenbach an. An diesem Samstag, 15 Uhr, gastiert der Tabellenführer im Max-Graser-Stadion beim Tabellenletzten SV Fellbach, der am Ende der vergangenen Saison aus der anderen Richtung in diese Liga gekommen ist. Als Meister der Landesliga schaffte das Team um den Trainer Giuseppe Greco den Sprung nach oben. Doch nun sieht es ganz danach aus, als dass sich die Wege der beiden wieder in die entgegengesetzten Richtungen trennen werden. Oder gelingt dem Letzten ein Überraschungserfolg gegen den Ersten? „Wir haben nichts zu verlieren. Wir haben eine Chance, aber dafür müssen wir ein anderes Gesicht zeigen als zuletzt“, sagt Giuseppe Greco.

Der SV Fellbach muss sich nach dem 0:1 in Pfullingen steigern

Zuletzt haben die Fellbacher Fußballer beim VfL Pfullingen mit 0:1 verloren und dabei keine gute Leistung gezeigt. In der ausgiebigen Analyse der Niederlage sind Spieler und Trainer sich einig gewesen: Der SVF selbst war nicht mit der richtigen Einstellung ins Spiel gegangen, und der Gegner hatte mit weniger Aufwand mehr Torchancen gehabt. „Wir müssen im Abstiegskampf nicht schön spielen, wir brauchen jetzt Punkte“, sagt Giuseppe Greco. Einer, der das – zumindest an diesem Samstag – verhindern möchte, ist ein guter Bekannter in Fellbach. Der Stürmer Mario Marinic, 35 und früher schon beim SV Fellbach und auch beim TV Oeffingen aktiv, führt die Torschützenliste der Verbandsliga mit 21 Treffern an. Zum Vergleich: Alle Spieler des SVF zusammen haben auch 21 Tore erzielt. „Ich hoffe, dass ich in Fellbach nicht nur gute Bekannte treffe“, sagt Mario Marinic und lacht. In welch guter Form er sich befindet hat er nicht zuletzt am vergangenen Wochenende bewiesen, als er seine Mannschaft mit seinen drei Toren in der zweiten Spielhälfte quasi im Alleingang zum 3:0-Sieg gegen die Gäste des TSV Heimerdingen geführt hat. „Nun heißt es für uns nachlegen, so leid es mir für meine alte Heimat tut“, sagt der Topangreifer der Liga.

Giuseppe Greco weiß, was auf seine Spieler zukommt. Entsprechend hat er sie im Training vorbereitet: „Die Abläufe beim Gegner sind fast in Perfektion abgestimmt. Wir müssen ihn vor Aufgaben stellen und möglichst agieren, bevor Mario den Ball bekommt.“ Der Fellbacher Trainer ist zuversichtlich. Weil ihm die Spieler versprochen haben, diesmal ein anderes Gesicht zu zeigen als zuletzt. SV Fellbach: Gutsche – Aslantas, Neves, Marx (Weiß), Hörterich (Parharidis), Yildiz, Mahlelis, Paterno, Strohm, Sönmez, Milojkovic (Miftari/Vulcano).

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