Khalid Boulahrouz. Foto: dpa-Zentralbild

VfB-Verteidiger kommt in der niederländischen Nationalelf wohl nicht an Van der Wiel vorbei.

Stuttgart - Wenn Khalid Boulahrouz (30) so über die Rivalität zwischen Deutschland und den Niederlanden spricht, gerät er ins Schwärmen: „Das ist einfach etwas Besonderes, etwas Einmaliges“, sagt der Rechtsverteidiger des VfB, „die Spiele sind immer absolute Höhepunkte bei großen Turnieren. Da brauchst du niemanden mehr zu motivieren. Die Fans nicht – und die Spieler natürlich auch nicht.“

Das wird wohl auch demnächst bei der EM so sein, wenn die beiden großen Rivalen im zweiten Gruppenspiel am 13. Juni aufeinandertreffen. Allein: Khalid Boulahrouz wird dem Spektakel auf dem Rasen wohl nur von draußen zuschauen dürfen. Hinten rechts kommt er in der Elftal nicht an Gregory van der Wiel (24) von Ajax Amsterdam vorbei. Boulahrouz reist als Ersatzmann zur EM – was seine Aussichten für seine Zeit nach dem Turnier nicht unbedingt verbessert. Denn Boulahrouz ist auf der Suche nach einem neuen Verein, nachdem sein Vertrag beim VfB nicht verlängert wurde.

Der Abschied aus Stuttgart steht fest – wohin es Boulahrouz zieht, ist noch nicht klar. Zu gerne würde er die EM als große Bühne nutzen. Beim Testspielsieg gegen Nordirland (6:0) am Samstag kam er jedoch nicht zum Einsatz. Seine Rolle als Bankdrücker scheint wie schon bei der WM 2010 in Südafrika zementiert – was ihn nicht davon abbringt, die Vorzüge der Niederlande zu preisen: „Früher haben wir oft nur guten Fußball gezeigt und sind nicht weit gekommen – jetzt stimmt die Balance in unserem Spiel, und wir liefern auch gute Resultate.“

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