Antonio Rüdiger und Maximilian Mittelstädt würden beim Gewinn des EM-Titels eine Rekordprämie kassieren. Foto: Pressefoto Baumann

Wenn die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bei der Heim-Europameisterschaft in wenigen Wochen den Titel holt, dürfen sich die Spieler über eine Rekordprämie freuen.

In zwei Wochen startet die Fußball-Europameisterschaft 2024 in Deutschland. Das Eröffnungsspiel am 14. Juni in München bestreitet das DFB-Team gegen Schottland (Anpfiff 21 Uhr). Falls die deutsche Mannschaft den Titel gewinnen würde, bekämen die Spieler eine Rekordprämie von 400 000 Euro. Darauf hat sich der DFB in den Verhandlungen mit dem Spielerrat um Kapitän Ilkay Gündogan geeinigt. Die Verantwortlichen haben sich damit an den Summen der vergangenen großen Turniere orientiert. 

 

„Bei den leistungsbezogenen Turnier-Prämien wird es im Vergleich zu der EM 2021 und der WM 2022 keine Veränderung geben“, äußerte DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig auf dpa-Anfrage am Donnerstag. „Darauf haben wir uns mit dem Spielerrat bereits im letzten Jahr geeinigt.“

Hohe Prämien der Uefa

Der Titelgewinn würde den Deutschen Fußball-Bund demnach bei bis zu 26 Kaderspielern insgesamt 10,4 Millionen Euro kosten. Viel Geld. Aber die Uefa schüttet an den neuen Europameister im besten Fall auch bis zu 28,25 Millionen Euro an Prämien aus. Alleine die Startprämie beläuft sich für jeden der 24 Teilnehmer auf 9,25 Millionen Euro.

Der 61 Jahre alte Rettig richtete nach den Verhandlungen einen „besonderen Dank“ an die Mannschaft, „da sie neben einem Beitrag für die Stiftung der Nationalmannschaft auch die Nachwuchsarbeit im DFB finanziell unterstützt. Dass die Spieler so bei ihrer Heim-EM etwas an den Nachwuchs zurückgeben, hat uns besonders gefreut.“

Bei der vergangenen Weltmeisterschaft in Katar hatten die Nationalspieler nach dem Vorrunden-Aus kein Geld erhalten. Für den Gruppensieg hätte es 50 000 Euro pro Mann gegeben. Eine Viertelfinal-Teilnahme hätte der Deutsche Fußball-Bund mit 100 000 Euro entlohnt, das Halbfinale mit 150 000 Euro. Der dritte Platz hätte 200 000 Euro eingebracht, ein verlorenes Finale 250 000 Euro. Ein Spiel um Platz drei gibt es bei einer EM nicht. 

Die höchste vom DFB ausgezahlte Turnierprämie sind die 300 000 Euro je Spieler beim WM-Triumph 2014 in Brasilien. Von damals gehören die Bayern-Profis Manuel Neuer und Thomas Müller sowie Toni Kroos von Real Madrid auch dem aktuellen EM-Kader an.