Der Münchinger Roberto Ancona schreit seine Freude nach dem Tor zur 2:0-Führung in den Himmel hinaus. Am Ende darf aber der Gastgeber jubeln. Foto: Baumann

Fast hätte der Fußball-Landesligist TSV Münchingen zu Hause dem favorisierten SV Schluchtern ein Schnippchen geschlagen. Mit 2:0 führten die Gastgeber nach 16 Minuten, verloren am Ende mit 2:3 Toren. „Ein Unentschieden wäre richtig gewesen“, sagte Münchingens Trainer Dietmar Seethaler.

Münchingen - Fast hätte der Fußball-Landesligist TSV Münchingen zu Hause dem favorisierten SV Schluchtern ein Schnippchen geschlagen. Mit 2:0 führten die Gastgeber nach 16 Minuten, verloren am Ende mit 2:3 Toren. „Ein Unentschieden wäre richtig gewesen“, sagte Münchingens Trainer Dietmar Seethaler.

Richtig gut in Szene setzten sich die Münchinger gleich zu Beginn der Partie, die rund 100 Zuschauer verfolgten. Nach einem Freistoß von Michele Ancona stieg Michael Sparka nach oben und beförderte den Ball mit dem Kopf zur viel umjubelten 1:0-Führung in der 14. Spielminute ins Tor. Nur zwei Minuten später erhöhte Münchingen auf 2:0. Nach einem Pass in die Schnittstelle war Roberto Ancona zur Stelle und brauchte das Leder nur noch einzuschieben. Danach war die Begegnung ausgeglichen, die Anzahl der Spielanteile auf beiden Seiten ausgewogen. Über eine Situation musste sich Münchingens Trainer Seethaler dann aber ärgern. In der 27. Spielminute kam Roberta Ancona zu Fall. „Der Schiedsrichter hat dieses Foulspiel eindeutig übersehen“, haderte der TSV-Coach. Stattdessen bekam der SV Schluchtern von Schiedsrichter Antonio Agazio einen Freistoß zugesprochen. Der eingewechselte Patrick Rapp, der für Simon Wörner kam, zog ab und der Ball landete seitlich im Tor (28.).

Noch vor dem Pausenpfiff hätte der TSV Münchingen seine Führung ausbauen können, als Michele Ancona allein auf Schluchterns Torspieler Fabian Guttleber zusteuerte – und den Ball über den Querbalken katapultierte. „Das war eine hundertprozentige Chance“, kommentierte Dietmar Seethaler diese Szene. Somit blieb es vorerst beim 2:1 für die Gastgeber.

Kurz nach dem Seitenwechsel wurde den Münchingern eine Abwehrschwäche zum Verhängnis. Nach einem Eckball in der 48. Minute zog der Schluchterner Tobias Weinreuter aus acht Metern volley ab und versenkte den Ball – unhaltbar für Münchingens Keeper Michael Quattlender – zum 2:2-Ausgleich im Tor. „Das war schlecht verteidigt von uns“, so Seethaler. Ein katastrophaler Fehlpass der Münchinger in der 56. Minute leitete dann den entscheidenden Treffer zum 3:2 für den SV Schluchtern ein. Torschütze war Soner Bostan. Trotz dieser Niederlage war Dietmar Seethaler zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. „Wir haben ein richtig gutes Spiel gemacht. Leider haben wir den einen oder anderen Fehler mehr gemacht, deshalb ist Schluchtern auch vor uns. Aus diesen Fehlern müssen wir jetzt lernen.“

Seit zwei Jahre das erste Mal konnte Schluchterns Trainer Peter Wagner aus beruflichen Gründen nicht dabei sein. Er wurde aber live über das Geschehen per Smartphone unterrichtet und zitterte richtig aus der Ferne mit. „Dieser Sieg war überlebenswichtig für uns, das Ergebnis spricht für meine Mannschaft, ich bin richtig stolz auf sie“, sagte er. TSV Münchingen: Quattlender, Di Clemente, (70. Kreischer), Sparka, Schäffler, Pellegrino, Klenk, Wemmer, Roberto Ancona, M. Ancona, F. Ancona (30. Hübner) Buck.

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