Erst im Finale von „Schindele“ (links) gestoppt: das Merklinger B-Team. Foto: Andreas Gorr

Der TSV Merklingen setzt den Schwerpunkt in seiner Hallenturnier-Serie bei der Jugend.

Weil der Stadt - Sieger beim Jedermannturnier des TSV Merklingen – das ist schon ein Pfund. Zu den Glanzzeiten des Turniers in der Weil der Städter Gymnasiumsporthalle kamen über 100 Mannschaften. Wer fußballerisch etwas auf sich hielt, der war mit einem Team dabei. Die Altkreis­kicker sowieso. Darüber hinaus gaben aber auch Spieler aus höheren Klasse bis zur Regionalliga ihr Stelldichein.

Das ist jetzt Geschichte. Die 33. Auflage des Hallenspektakels beim TSV Merklingen geht erstmals ohne Jedermannturnier über die Bühne. Ein Abschied dieses Teils der Traditionsveranstaltung für immer? Stephan Moll, der die Turnierorganisation seit 2002 innehatte, will sich da noch nicht so ganz festlegen: „Ich würde jetzt nicht sagen, dass das für die Ewigkeit ist.“ Allerdings gibt er auch unumwunden zu, dass er sich mit der freien Zeit zwischen den Jahren und zu Jahresbeginn durchaus anfreunden kann.

Der TSV Merklingen ist den eingeschlagenen Weg konsequent weitergegangen. Nach einigen Vorfällen, die beim Budenzauber nichts zu suchen haben, wurde 2005 aus dem öffentlich ausgeschriebenen ein Einladungsturnier. Erst waren es noch 64 Mannschaften, ein Jahr später traten 32 Teams an. Im vergangenen Jahr begrenzte der TSV die Teilnehmerzahl auf zehn und ermittelte den Turniersieger an einem Tag.

Als Stephan Moll selbst noch um Punkte spielte, war es für ihn ein Leichtes, Mannschaften zusammenzubekommen. Mit zunehmendem Alter sind die Kontakte zu den Aktiven lange nicht mehr so eng. Zudem, so der (ehemalige) Turnierchef, habe sich auch der Charakter der Veranstaltung verändert: „Früher hatte die Geselligkeit noch einen viel größeren Stellenwert. Jetzt kommen die Leute, kicken und gehen wieder.“

Also konzentrieren sich die Merklinger auf die Jugend. Mit den B-Junioren, die gestern ihren Sieger ermittelten – GSV Maichingen gewann das Finale gegen den VfL Nagold mit 3:1, die TSF Ditzingen belegten mit einem 2:1 über die U 15 des TSV Merklingen Rang drei –, wurde bereits der elfte Wettbewerb abgeschlossen. Beginnend mit den E-Junioren am 12. Dezember werden unter dem Weil der Städter Hallendach mittlerweile alle Altersklassen abgedeckt. Premiere feiert am Mittwoch, 6. Januar, der Rotomedia Cup für U-19-Mannschaften (unter anderem mit SGV Freiberg, TSF Ditzingen, TSV Eltingen, SV Böblingen/Spielbeginn um 10 Uhr).

Neben dem Neunmeterturnier, an dem 30 Mannschaften teilgenommen haben, und dem AH-Wettbewerb, der am Dienstag, 5. Januar, von 17.30 Uhr an mit zwölf Mannschaften ausgetragen wird, hat aber auch das Fleckenturnier inzwischen seinen festen Platz. Zwölf Mannschaften waren am Samstag am Start. Pro Team ist maximal ein Aktiver zugelassen, um den Charakter des Wettbewerbs nicht zu verwässern. Im Finale hatte schließlich das von Heiko Dvorak organisierte Team „Schindele“ die Nase vorn. Nach Neunmeterschießen hieß es 4:2 gegen das B-Team (1:1 nach regulärer Spielzeit), das mit Uwe Eberhard. Spieler des Bezirksliga-Teams, angetreten war. Der Titelverteidiger „Zeugen Yebohas“ musste bereits im Viertelfinale gegen „Leobau“ die Segel streichen. Der Sieger aus den Jahren 2013 und 2014 ging dann im Halb­finale gegen das B-Team mit 1:2 k. o., sicherte sich aber mit einem 2:1 gegen den VfB-Fanclub den dritten Platz.

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