Mario Marinic trifft zum Oberliga-Auftakt für die TSG Foto:  

Thomas Doser und Fabian Kolb mischen zum Einstand in der fünfthöchsten Spielklasse 90 Minuten lang mit, Mario Marinic und Dominic Sessa treffen zum Auftakt. Und die Oeffinger harren der Pokalauslosung.

Fellbach - Nach dem 2:0-Erfolg (1:0) am Samstag beim Ligakonkurrenten SSV Gaisbach blicken die Oeffinger Landesliga-Fußballer mit Spannung auf den Donnerstag. Am Vormittag, gegen 11 Uhr, wird beim Württembergischen Fußballverband (WFV) die dritte Pokalrunde ausgelost, die dann am Mittwoch, 29. August, ausgetragen wird. Die Auslosung findet in der WFV-Geschäftsstelle in der Goethestraße 9 in Stuttgart statt, allerdings nicht so, wie es die Fernsehzuschauer bei der Pokal-Auslosung des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) gewohnt sind. „Es gibt bei uns keine Lostrommel und auch keine Losfee“, sagt Thomas Proksch, der Spielleiter des WFV. Ein Computersystem wird stattdessen die 32 Vereine einander zulosen. „Erst ab dem Achtelfinale machen wir dann eine öffentliche Auslosung mit allem Drum und Dran“, sagt Thomas Proksch. Noch stehen allerdings nicht alle Drittrunden-Teilnehmer fest, denn es stehen noch einige Pokalpartien aus. Der Pokalverteidiger SSV Ulm wird nach dem Freilos in den ersten beiden Runden ins Geschehen eingreifen. Auf den Cupsieger 2018 werden die Oeffinger allerdings nicht treffen. „In der dritten Runde gilt noch die regionale Zuordnung, mögliche Gegner des TV Oeffingen sind alle Vereine aus dem kompletten Gebiet der Landesliga, Staffel 1“, sagt Thomas Proksch. Zur Auswahl stehen beispielsweise Oberligisten wie die Neckarsulmer Sportunion, der TSV Ilshofen oder der SGV Freiberg, die aber alle erst an diesem Mittwoch ihre Zweitrundenspiele austragen. „Es besteht sogar die Chance auf einen Drittliga-Gegner: die SG Sonnenhof Großaspach – und bei jedem höherklassigen Gegner haben die Oeffinger automatisch Heimrecht“, sagt Thomas Proksch.

Die Oeffinger hoffen auf einen attraktiven Pokalgegner

29 Jahre alt ist Thomas Doser und nach dem Studium der technisch orientierten Betriebswirtschaftslehre eine ganze Weile schon im Berufsleben. Aber für eine neue Herausforderung auf sportlichem Terrain ist es längst noch nicht zu spät. Am Samstag ist die TSG Backnang gegen den FC Villingen (1:1) in die Oberliga-Saison gestartet: mit Thomas Doser in der Abwehrformation. Der Zugang ist gewissermaßen ein erfahrener Einsteiger. Erfahren ist er in seiner Heimatstadt und in der Landesliga. Beim SV Fellbach hat er sieben Jahre lang in eben der Landesliga Fußball gespielt und dabei mit Umsicht die Abwehr organisiert. Davor hatte er beim TSV Schmiden, seinem Heimatverein in der Heimatstadt, gegnerische Offensivkräfte gestoppt. Einsteiger ist Thomas Doser nun in der Oberliga. „Das ist eine Riesenchance für mich, ich möchte herausfinden, ob es für mich auch höherklassig klappt“, sagte Thomas Doser vor wenigen Wochen nach dem Wechsel. Könnte sein, dass es klappt bei der TSG Backnang. Denn zum Auftakt zwei Etagen höher als davor gewohnt durfte der Defensivexperte schon einmal 90 Minuten lang mitmischen und zum Unentschieden gegen den Zweitplatzierten der vergangenen Oberliga-Saison beitragen. Das tat auch Mario Marinic auf seine Weise. Der Torjäger, seit 2012 bereits bei der TSG Backnang und davor schon für den SV Fellbach – mit Thomas Doser – und für den TV Oeffingen am Start, köpfelte in der 43. Spielminute den Treffer zur 1:0-Führung des Gastgebers. Teyfik Ceylan glich in der 79. Spielminute noch für den FC Villingen aus. „Hinterher hat es sich deshalb nicht so top angefühlt“, sagt Thomas Doser, der den Ball beim Gegentor unglücklich abgefälscht hatte. Er will nun mit den Backnangern um Mario Marinic, 33 und noch immer ein Klasseangreifer in der fünfthöchsten Spielklasse, den ersten Saisonsieg in Kürze nachholen: am Samstag, 15.30 Uhr, möglichst beim SV Spielberg. Zunächst aber, am frühen Mittwochabend um 17.45 Uhr, steht das Zweitrundenspiel im württembergischen Pokalwettbewerb beim Oberliga-Widersacher 1. FC Normannia Gmünd im Terminkalender.

Thomas Doser ärgert sich nur über das unglückliche Gegentor

Erstes Saisonspiel, erstes Tor. Die neue Spielzeit in der Oberliga hat für Dominic Sessa gut begonnen. Mit seinem Treffer zum 1:1-Endstand sieben Minuten vor dem Abpfiff rettete der Fellbacher dem SSV Reutlingen im Heimspiel gegen den Aufsteiger TSV Ilshofen immerhin noch einen Zähler. Den Beginn der Partie hatte der 24-Jährige aus der argentininischen Fußballfamilie in Fellbach, der in diesem Sommer von der TSG Backnang zum Konkurrenten gewechselt ist, noch auf der Ersatzbank verbracht. Erst in der 54. Spielminute war er von seinem Trainer Teo Rus, einem ehemaligen Zweitliga-Profi, eingewechselt worden. „Wir haben in der zweiten Hälfte deutlich besser nach vorne gespielt. Ich bin guter Dinge für die weiteren Spiele“, sagt der Torschütze, der nach dem Pokalspiel an diesem Mittwoch, 17.45 Uhr, beim SSC Tübingen am fogenden Mittwoch mit dem SSV den SV Linx empfängt, ehe drei Tage später das schnelle Wiedersehen bei den Ex-Teamgefährten der TSG Backnang ansteht. Über die kompletten 90 Minuten stand derweil am Samstag vor 750 Zuschauern ein Oeffinger bei seinem Oberliga-Debüt auf dem Platz. Etwas Zählbares gab es für Fabian Kolb, 21, und den 1. FC Normannia Gmünd im Duell mit dem 1. Göppinger SV aber nicht zu holen. Der Aufsteiger unterlag den Filstälern mit 0:1. „Wir hatten durchaus Chancen, um einen Punkt mitzunehmen. Das Ziel bleibt der Klassenverbleib“, sagt der Oeffinger, der seine Karriere in der F-Jugend beim TVOe begonnen hatte und über die Stationen TSV Schmiden und FSV Waiblingen vor zwei Jahren in Gmünd gelandet ist. An Fabian Kolbs Seite agierte am Samstag ebenfalls über die komplette Spielzeit der zwei Jahre ältere Patrick Lämmle aus Rommelshausen. Das Duo ist samt Teamgefährten am Samstag beim Tabellenführer Bahlinger SC (7:0 beim FC Germania Friedrichstal) zu Gast.

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