Der Fußball-Verbandsligist TSV Weilimdorf bekommt seine Probleme auch im Spiel beim FC Esslingen nicht in den Griff und verliert mit 1:3. Ein Weilimdorfer hat dennoch Grund zur Freude.
Es waren einmal mehr die Probleme im Defensivbereich, weshalb der Fußball-Verbandsliga-Aufsteiger TSV Weilimdorf am Samstag beim FC Esslingen den Platz als Verlierer verließ – 1:3 hieß es aus Gästesicht nach 90 Minuten. Insgesamt seien die Aktionen mit Ball ansehnlich gewesen, sagt der Weilimdorfer Kapitän Bastian Joas, aber die Schwächen im Umschaltspiel habe man immer noch nicht abstellen können.
13 Gegentore aus vier Partien, das macht einen Schnitt von mehr als drei pro Partie. Keine Frage, die Schwäche bei den Kickern von der Giebelstraße ist offensichtlich: Der Aufsteiger ist weiterhin auf der Suche nach der defensiven Stabilität. „Das Spiel gegen den Ball muss schleunigst besser werden “, weiß auch Joas und fügt hinzu: „Gefordert ist dabei das gesamte Team.“
Der Gegner aus Esslingen, der vor der Partie noch ohne Punkt dastand, wusste um den stotternden Rückwärtsgang der Weilimdorfer und legte sein Spiel auf schnelles Umschaltspiel aus – mit Erfolg. Ausgangspunkt der Gastgeber-Führung nach zehn Minuten war eine weiter Abschlag von Schlussmann Paul Ulmer. Über zwei Stationen landete der Ball bei Dorde Smiljic, der sich kurz drehte und aus zehn Metern einschoss. Sowieso avancierte der 20-Jährige, der in der vergangenen Runde noch in den Diensten des Bezirksligisten TV Echterdingen II stand und 29 Saisontreffer markierte, zum Mann des Spiels. Auch für die beiden weiteren Esslinger Tore zeichnete er verantwortlich, wobei sein zweiter Coup die Gästeprobleme deutlich zum Vorschein brachte. Vorne kamen die Weilimdorfer noch zum Abschluss. Der Torhüter Ulmer warf das Spielgerät dann schnell auf David Micko, dieser trieb den Ball gut 50 Meter durchs Mittelfeld und bediente Smiljic, der im Eins-gegen-Eins gegen den Weilimdorfer Keeper locker einschob (53.). „Das ging alles viel zu schnell; zwischen unserem Abschluss und dem Tor lagen nur gefühlte zehn Sekunden“, sagt Joas.
Smiljics dritter Streich war in der letzten Minute der Nachspielzeit aus 50 Metern ins verwaiste Tor – alle Weilimdorfer samt Schlussmann Sunny Simone verweilten im gegnerischen Strafraum. Apropos Simone. Der Sommer-Zugang stand erstmals anstelle von Matej Barisic zwischen den Pfosten, der bislang nicht zu überzeugen wusste. „Er hat ein gutes Spiel gemacht“, spricht der Kapitän Joas dem Teamkollegen Simone ein Lob aus.
Den Weilimdorfern selbst gelang nur ein Treffer. Tamer-Harun Fara erzielte im Anschluss an einen der zahlreichen Gästeeckbälle per Kopf den zwischenzeitlichen Ausgleich (14.). Von diesem Zeitpunkt an sei man im Spiel gewesen, habe es aber verpasst, mit einen Führung in die Pause zu gehen, konstatiert Joas. Der erneute Rückstand sei dann ein Wirkungstreffer gewesen.
Wie gesagt, im Defensivverhalten der Weilimdorfer muss sich schleunigst was ändern. Möglicherweise mit Neuverpflichtungen, die bis Montag, 20 Uhr, noch möglich sind. Aktuell hat sich aber noch nichts ergeben. Jedoch: „Bei uns ist schon häufig was auf den letzten Drücker passiert“, sagt der Spielleiter Michael Bachmann lachend. Wenigstens er hatte Grund zur Freude. Mit dem Weilimdorfer Futsal-Team weilte er in Sofia bei der Champions-League-Qualifikation, und „wir haben es ins Hauptfeld geschafft“.
FC Esslingen: Ulmer – Portella (67. Prekaj), Haradinaj, Mojasevic, Düdder – Kocas, Kerber (75. Almeida), Zaidmann (88. Schubarth), Micko (90.+2 Jonus)– Nikl (88. Orsolic), Smiljic.
TSV Weilimdorf: Simone – Kiral, Zinram-Kisch, Sadikovic, Milenkovic (57. Apler) – Kakou – Fara, Joas, Küley (66. Bozoglu), Scarcelli (57. Genc)– Offei (76. Kugiumtzidis).