Voll gefordert: Sima Saygi (re) und der TSV Münchingen in der Landesliga. Foto: Andreas Gorr

Die Fußball-Frauen des TSV Münchingen haben in dieser Saison nur ein Ziel. Sie wollen als Aufsteiger in die Landesliga in erster Linie die Klasse halten – und das wird bei fünf Absteigern schwer genug.

Korntal-Münchingen - Die Fußball-Frauen des TSV Münchingen haben in dieser Saison nur ein Ziel. Sie wollen als Aufsteiger in die Landesliga in erster Linie die Klasse halten – und das wird bei fünf Absteigern schwer genug. Zu Beginn der Runde hatte sich der „Neuling“ nach einem Sieg (bei Mitaufsteiger FV Vorwärts Faurndau) und einer Niederlage (gegen den TSV Weilheim/Teck) auf den fünften Tabellenplatz geschoben. „Die anfängliche Ehrfurcht vor der Landesliga ist schnell verflogen und wir haben unsere alte Stärke wieder gefunden“, sagte Trainer Martin Reichert nach dem ersten Erfolgserlebnis.

Reichert hatte in der vergangenen Saison mit der Mannschaft drei Höhepunkte zu feiern: den Aufstieg aus der Regionenliga, die Bezirkshallenmeisterschaft sowie den Sieg im Bezirkspokal-Wettbewerb. Er betreut die Mannschaft auch in der höheren Klasse. Sein bisheriger Trainer-Kollege Martin Scholz suchte sich eine neue Herausforderung und wechselte zu den Frauen der Biegelkicker in Erdmannhausen, die in der Regionenliga spielen. Für Scholz rückte Lisa Lang in den Münchinger Trainerstab nach. Die Gerlingerin kurierte erst einen Schienbeinbruch aus. Die erfahrene Spielerin – sie war beim Zweitligisten FV Löchgau aktiv – hat schon wieder mit dem Training begonnen und wurde am vergangenen Wochenende eingewechselt. Der Münchinger Kader umfasst 25 Spielerinnen. Zum altbewährten Stamm gesellten sich sechs Neuzugänge. Aus Erdmannhausen kamen Eva Meßthaler, Caterina Weiss und Naomi Ott. Zwei Spielerinnen wechselten vom TSV Malmsheim nach Münchingen: Tina Hauch (die zudem auch Basketball spielt) und Anja Protze. Silke Bässler spielte zuvor beim SV Friolzheim, der seine Frauen-Mannschaft aufgelöst hat.

Nach mittlerweile sieben Spieltagen ist die Situation des TSV Münchingen in der Landesliga eine etwas andere. Das Team ist mit zwei Siegen und fünf Niederlagen auf Rang zehn abgerutscht – der erste Abstiegsplatz. „Das Tempo in der Landesliga ist hoch, und wir haben noch nicht die Durchschlagskraft, wie andere sie haben“, sagt Spielleiterin Angelika Wagner, die eine Erkenntnis gewonnen hat: „Die Liga ist zweigeteilt.“ Hegnach, Dürrenzimmern, Winnenden und Heidenheim würden aller Voraussicht nach die vorderen Plätze unter sich ausmachen. „Der Rest kämpft mit jedem Punkt gegen den Abstieg“, so Wagner. Erschwerend für den TSV Münchingen: Der Kader ist bereits kleiner geworden. Mittelfeldspielerin Maike Bendfeld, die mit ihren 17 Jahren schon zu den Leistungsträgerinnen zählt, hat sich einen Bänderriss zugezogen. Silke Bässler studiert in Köln (und kann nur ab und zu aushelfen), Kristin Kussina in Heidelberg. „Wenn wir dann noch grippebedingte Ausfälle haben wie am kommenden Wochenende, wird es eng“, sagt Wagner, die gerne noch zwei oder drei neue Spielerinnen begrüßen würde. Am Sonntag (12.30 Uhr) ist der TSV beim direkten Verfolger TSG Schwäbisch Hall zu Gast.“ Das wird ein heißes Spiel, und wir dürfen jetzt den Kopf nicht in den Sand stecken“, so Wagner.

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