Moussa Diaby (links) war der überragende Mann bei Bayer Leverkusen. Foto: dpa/Rolf Vennenbernd

Leverkusen greift in den Kampf um die Champions-League-Plätze ein. Durch den Sieg gegen Lieblingsgegner Augsburg liegt die Werkself gleichauf mit Gladbach. Diaby und Amiri schießen den verdienten Sieg heraus.

Leverkusen - Mit dem nächsten Sieg gegen Lieblingsgegner FC Augsburg hat Bayer Leverkusen die Champions-League-Plätze in der Fußball-Bundesliga wieder fest im Blick. Der Tabellenfünfte blieb drei Tage nach dem 2:1 gegen den FC Porto in der Europa League am Sonntag auch im 18. Bundesligaspiel gegen die Augsburger unbesiegt und feierte diesmal einen 2:0 (1:0)-Erfolg. Damit zogen die Rheinländer in der Tabelle mit dem Tabellenvierten Borussia Mönchengladbach gleich, allerdings haben die Gladbacher noch ein Nachholspiel auszutragen.

Vor 23 703 Zuschauern in der BayArena erzielten Moussa Diaby (25.) und Nadiem Amiri (59.) die Treffer zum vierten Pflichtspiel-Heimsieg nacheinander für die Leverkusener.

Die Gastgeber mussten kurzfristig auf den erkrankten Charles Aranguiz und auch auf den am Sprunggelenk verletzten Kevin Volland verzichten. Dem Bayer-Torjäger droht eventuell eine längere Verletzungspause. Dafür beförderte Trainer Peter Bosz erstmals in einem Bundesligaspiel Exequiel Palacios in die Startelf, auch Diaby rückte wieder in die Anfangsformation. Nationalspieler Jonathan Tah verstärkte die Dreier-Abwehrkette.

Kai Havertz zeigt gutes Spiel

Die Bayer-Elf übernahm schnell die Spielkontrolle und hatte durch den Distanzschuss von Nadiem Amiri (10.) die erste gute Möglichkeit, doch der zuletzt umstrittene FCA-Keeper Tomas Koubek konnte den Ball zur Ecke lenken. Die Gäste standen in der auf zwei Positionen umgebauten Abwehr kompakt, kamen aber in der Offensive lediglich nach einem Standard zu einer ersten Chance: Florian Niederlechner traf per Kopfball nach einer Ecke knapp neben das Tor (18.).

Besser machte es auf der anderen Seite Diaby, der von Kai Havertz in Szene gesetzt wurde und mit einem Linksschuss aus sechs Metern in die rechte Ecke gegen den machtlosen FCA-Keeper den Führungstreffer für Bayer erzielte. Es war der vierte Saisontreffer für den Franzosen, der Vaterfreuden entgegensieht und kurzfristig aus der Heimat zurückgekehrt war. Der 20-Jährige sorgte über die linke Seite für die meiste Gefahr bei den Gastgebern.

Neben Diaby war auch Havertz bei den Gastgebern wieder ein Aktivpunkt, der Nationalspieler war an vielen guten Szenen beteiligt. Gute Torgelegenheiten hatten noch Wendell mit einem Linksschuss und Diaby ebenfalls mit einem Schuss von der linken Seite. Für die Entscheidung sorgte dann nach gut einer Stunde Amiri, der mit einem Flachschuss nach Vorlage von Sven Bender sein erstes Bundesligator für Bayer erzielte. Havertz hatte kurz darauf noch Pech mit einem Schuss an die Latte. Die Gäste hatten am Ende wenig entgegenzusetzen.

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