Die Eintracht bleibt durch den Sieg gegen Hoffenheim in der Erfolgsspur. Foto: Bongarts

Eintracht Frankfurt hat seine Europapokal-Ambitionen mit einem Last-Minute-Sieg über die TSG Hoffenheim eindrucksvoll untermauert. Derweil wird es auf Schalke immer ungemütlicher.

Frankfurt - Die Situation beim FC Schalke 04 spitzt sich auf dramatische Weise zu. Gegen Fortuna Düsseldorf unterlag das Team von Trainer Domenico Tedesco am Samstag mit 0:4 (0:1) und musste sich von den eigenen Fans verhöhnen lassen. Drei Tage vor seinem Amtsantritt musste der neue Sportvorstand Jochen Schneider als Sitznachbar von Aufsichtsratschef Clemens Tönnies hilflos den Tiefpunkt mit ansehen. Die Zukunft von Tedesco, der sich nach dem Abpfiff bei den Fans in der Kurve mit einer Geste entschuldigte, ist unsicherer denn je.

Bestenfalls hat Schalke nach dem 24. Spieltag in der Fußball-Bundesliga noch sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang. Gewinnt Stuttgart am Sonntag das Kellerduell gegen Hannover 96 sind es sogar nur noch vier.

Nürnberg bleibt unten drin

Kein Befreiungsschlag im Abstiegskampf gelang dem 1. FC Nürnberg beim 0:1 (0:1) gegen RB Leipzig. Lukas Klostermann (40. Minute) besiegelte mit seinem Tor die Niederlage des Schlusslichts. FCN-Kapitän Hanno Behrens (10.) hatte früh einen Foulelfmeter an die Latte geschossen. Leipzig festigte durch den Auswärtserfolg seine Ambitionen auf einen Champions-League-Platz.

Im Kampf um ein erneutes Europa-Ticket schaffte Eintracht Frankfurt einen Last-Minute-Sieg. Fünf Tage vor dem Hinspiel im Achtelfinale der Europa League gegen Inter Mailand kamen die Hessen zu einem späten 3:2 (1:0) gegen 1899 Hoffenheim und entgingen der ersten Niederlage des Jahres. Ante Rebic (20.) brachte die Eintracht in Führung. Joelinton (43.) und Ishak Belfodil (60.) trafen für Hoffenheim, doch Sebastien Haller (88.) und Goncalo Paciencia (90.+6) sicherten den Erfolg, der Frankfurt noch auf Platz fünf brachte.

Leverkusen souverän

Bayer Leverkusen ist nach einem 2:0 (1:0) gegen den SC Freiburg mit 39 Punkten hinter Frankfurt Sechster. Charles Aranguiz (4.) und Leon Bailey (73.) sorgten mit ihren Treffern für den Bayer-Erfolg. Wieder in Sichtweite der Europacup-Plätze ist auch Hertha BSC nach dem 2:1 (0:0) gegen Mainz 05 als Achter mit nur drei Zählern Rückstand auf Platz sieben.

Niklas Stark war im Olympiastadion des Mann des Spiels. Erst brachte er die Gäste per Eigentor (47.) in Führung, dann sorgte er für den Berliner Siegtreffer (60.) nachdem Marko Grujic (50.) schnell ausgeglichen hatte.

Den Niedergang auf Schalke leitete Dodi Lukebakio (35.) mit seinem Elfmetertor schon vor der Pause ein. Gegen eine auseinanderbrechende Schalke-Elf erhöhten Dawid Kownacki (62./84.) und Benito Raman (68.). Die Fortuna hat sich als Tabellen-Elfter mit 31 Zählern im Gegensatz zu Schalke wohl aller Abstiegssorgen entledigt.

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