Der Fußball-Bezirksligist feiert im dritten Rückrundenspiel den dritten Sieg. Der TSV Heimsheim verliert erneut, der TSV Merklingen findet in die Erfolgsspur zurück.
In der Bezirksliga hat der TSV Münchingen Germania Bietigheim mit dem dritten Sieg im dritten Spiel der Rückrunde unter Druck gesetzt. Die Mannschaft von Trainer Sahin Üste bezwang TASV Hessigheim souverän mit 3:0 und behauptet die Tabellenspitze.
„Heute sind wir defensiv sehr gut gestanden, und unsere spielerische Überlegenheit hat sich im Ergebnis widergespiegelt“, zeigte sich TSV-Coach Üste zufrieden mit dem Auftritt seines Teams gegen TASV Hessigheim, bei dem die Münchinger im Hinspiel nicht über ein 0:0 hinausgekommen waren.
Trainer Üste findet Ansatz zur Kritik
Einzig die Torchancenverwertung stellte den Trainer nicht zufrieden. „Wir hätten schon nach fünf Minuten mit 2:0 führen können“, monierte Üste. Behar Hasanaj blieb in einer 1:1-Situation gegen TASV-Keeper Tom Reichert nur zweiter Sieger, Nikola Prkacin setzte einen Schuss im Strafraum an den Pfosten. „Wir waren vor dem gegnerischen Tor zu egoistisch“, bedauerte Üste. So dauerte es bis drei Minuten vor der Pause, ehe Kapitän Antonio Di Matteo per Foulelfmeter zur 1:0-Führung für die Gastgeber traf, nachdem Prkacin im Hessigheimer Strafraum zu Fall gekommen war.
Nur zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff erhöhte Prkacin auf 2:0: Hasanaj hatte einem TASV-Innenverteidiger den Ball abgeluchst und auf den Torschützen weitergeleitet. Angesichts des Rückstands resignierten die Gäste früh und erspielten sich gegen die stabile TSV-Abwehr keine nennenswerten Torchancen. Sehenswert war Prkacins zweiter Treffer zum 3:0-Endstand in der 71. Minute: Mit dem Außenrist chippte er den Ball aus 25 Metern über den zu weit vor seinem Tor stehenden Gäste-Schlussmann.
Zweite Niederlage in Folge für den TSV Heimsheim
Ernüchterung herrschte beim TSV Heimsheim, der eine Woche nach der 1:2-Niederlage im Gipfeltreffen gegen den TSV Münchingen beim FSV 08 Bietigheim-Bissingen II mit demselben Ergebnis unterlag und auch im zweiten Rückrundenspiel ohne Erfolgserlebnis blieb. „Mir haben zwar wegen Fasching und anderer privater Termine zehn Spieler gefehlt, aber diese Niederlage war dennoch nicht nötig“, haderte TSV-Trainer Oliver Kudera. Der Mannschaft habe der unbedingte Wille gefehlt, das Glück zu erzwingen und die Partie noch umzubiegen.
Dabei hatte die Begegnung nach Maß begonnen: Nach einem Schuss von Manuel Häusler stand Torjäger Lino Widmaier goldrichtig und verwertete den Abpraller mit seinem 13. Saisontor zum 1:0 für den TSV. Diese währte aber nur sechs Zeigerumdrehungen, dann erzielte Timo Schwob – aus stark abseitsverdächtiger Position – nach einem Aufbaufehler der Heimsheimer den 1:1-Ausgleich für die Bietigheimer.
Nachdem Lino Widmaier in einer 1:1-Situation die erneute Führung für Heimsheim verpasst hatte, führte ein Abstimmungsproblem in der TSV-Defensive nach 35 Minuten bereits zum 2:1-Endstand: Dominic Popic erzielte den Siegtreffer für die Gastgeber, nachdem die Heimsheimer Abwehr den Ball nach einem Freistoß aus dem Halbfeld nicht richtig geklärt hatte. In der zweiten Hälfte bestimmte der TSV das Spiel zwar klar, brachte den Ball aber nicht mehr im Tor unter. „Wir verteilen zu viele Geschenke gerade. Und vielleicht fehlt uns nach der harten Rückrundenvorbereitung ein bisschen die Leichtigkeit“, meinte Coach Kudera.
TSV Merklingen zurück auf der Erfolgsspur
Der ebenfalls faschingsbedingt personell stark geschwächte TSV Merklingen hat eine Woche nach der Heimniederlage gegen den FSV 08 Bietigheim-Bissingen II mit einem 1:0 bei Phönix Lomersheim wieder in die Erfolgsspur gefunden. Die Merklinger dominierten die erste Hälfte, brachten den Ball aber nicht im Phönix-Tor unter, weil entweder ein Abwehrbein dazwischen war oder nach einer Flanke zehn Zentimeter zum Abschluss fehlten. So dauerte es bis zur 40. Minute, ehe Torjäger Dzanan Mehicevic den TSV in Führung brachte: Nach einem abgefangenen Ball von Benjamin Grieshaber leitete Kai Woischiski das Spielgerät schnell auf Mehicevic weiter, der aus 14 Metern seinen 16. Saisontreffer per Chipball erzielte.
Nachdem der Goalgetter nach einer knappen Stunde den zweiten Treffer verpasst hatte, stemmten sich die Merklinger in der letzten halben Stunde mit aller Macht gegen den Ausgleich: Mehrfach hielt Schlussmann Adis Krak den Dreier fest. „Bei uns sind einige konditionell auf dem Zahnfleisch daher gekommen. Aber dank der starken ersten Hälfte und des erarbeiteten Glücks in der zweiten ist der Sieg für uns verdient“, befand TSV-Coach Uwe Eberhard.