Auf dem Weg zur Führung: Dzanan Mehicevic (re.) umkurvt Keeper Tim Hoffmann und schiebt zum 1:0 für den TSV Merklingen ein. Foto: Andreas Gorr

Überzahl und verschossener Elfer: Der Fußball-Bezirksligist unterliegt dem TV Aldingen auf eigenem Platz mit 1:2. Der TSV Münchingen trotzt dem FV Löchgau II zu zehnt ein 0:0 ab.

Am drittletzten Spieltag hat der TSV Merklingen einen wichtigen Zähler im Kampf um den Klassenerhalt verpasst. Die Mannschaft von Trainer Uwe Eberhard musste sich auf eigenem Platz dem TV Aldingen mit 1:2 geschlagen geben. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt damit weiterhin vier Punkte, da auch der TSV Schwieberdingen bei TASV Hessigheim (1:3) ohne Punkte blieb. „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, die Niederlage war sehr unglücklich“, bedauerte Coach Eberhard.

 

Die Merklinger nahmen es in Kauf, dass die noch um die Aufstiegsrelegation spielenden Gäste mehr Ballbesitz hatten und viel mit langen Bällen agierten und setzten ihrerseits auf Nadelstiche durch schnelles Umschaltspiel. Dies führte bereits nach acht Minuten zur 1:0-Führung: Belmin Mehicevic schickte gegen hoch stehende Aldinger nach einem Ballgewinn seinen Bruder Dzanan mit einem Steilpass. Dieser hatte nur noch den Aldinger Schlussmann Tim Hoffmann vor sich, den er umspielte und seinen 22. Saisontreffer erzielte.

Viel Pech beim Ausgleich des TV Aldingen

Beim 1:1-Ausgleich nach 34 Minuten war viel Pech im Spiel: Zunächst entschied der Unparteiische nach einem Zweikampf, in dem sich ein Merklinger und ein Aldinger gegenseitig beharkten, auf Freistoß für die Gäste. „Der Schiedsrichter hat ein Tackling von uns als Foul gewertet, das der Aldinger genau so wenige Sekunden zuvor an unserem Spieler begangen hatte“, monierte Eberhard. Den Freistoß des Aldinger Standard-Experten Dominik Hoffmann aus 20 Metern wusste TSV-Schlussmann Adis Krak noch abzuwehren, auch den ersten Nachschuss brachte er noch einmal aus dem Strafraum. Doch beim zweiten Nachschuss war er machtlos, da Steven Hirschfeld den Ball mit dem Kopf berührte und dieser dann eine andere Richtung bekam.

TSV-Spieler Kai Woischiski (li.) versucht, seinen Aldinger Schatten abzuhängen. Foto: Andreas Gorr

In der zweiten Hälfte gelang es den Gastgebern, sich nicht mehr ganz so tief in die eigene Hälfte drängen zu lassen. In der 65. Minute sah es so aus, als würde die Partie zugunsten des TSV kippen: Nach einem Foul an Kai Woischiski im gegnerischen Strafraum stellte der Schiedsrichter einen Aldinger mit der Gelb-Roten Karte vom Platz und entschied auf Foulelfmeter für Merklingen. Doch Dzanan Mehicevic scheiterte am gut reagierenden Tim Hoffmann.

Sieben Minuten später kam der TV Aldingen in Unterzahl zum 2:1: Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld übersah die TSV-Abwehr am langen Pfosten Sebastian Pütz, der aus zwölf Metern ungehindert einköpfen konnte. Die Merklinger drängten in der Schlussviertelstunde auf den Ausgleich, kamen jedoch nicht mehr in gefährliche Positionen. Am Ende hatte der TSV sogar Glück, dass die Gäste nach einer Ecke einen Kopfball aus vier Metern über die Latte setzten und nicht auf 3:1 erhöhten.

Ärger über Gelb-Rot beim TSV Münchingen

Nach fünf zum Teil deftigen Niederlagen kam der TSV Münchingen im drittletzten Saisonspiel gegen den FV Löchgau II mit einem 0:0 wieder zu einem Punktgewinn. Die Gäste, die im Kampf um den Klassenverbleib dringend auf Punkte angewiesen sind, hatten in der ersten Hälfte mehr vom Spiel, kamen aber gegen die aufmerksame TSV-Abwehr nur zu einer echten Chance, als ein Löchgauer nach einer Flanke am langen Pfosten aus fünf Metern volley über das Münchinger Gehäuse schoss.

Musste nah einem Gerangel mit Gelb-Rot vom Platz: Yannick Kansy vom TSV Münchingen Foto: Baumann/Hansi Britsch

In der zweiten Halbzeit schienen die Gastgeber die Partie auf ihre Seite ziehen zu können, gerieten aber nach 63 Minuten in Unterzahl: Nach einem Gerangel am Boden zeigte der Schiedsrichter beiden Beteiligten die gelbe Karte. Da der Münchinger Yannick Kansy jedoch bereits in der 5. Minute Gelb gesehen hatte, musste er mit Gelb-Rot vom Platz. „Wenn dem Schiedsrichter bewusst gewesen wäre, dass Yannick schon verwarnt war, hätte er die zweite Gelbe Karte wohl nicht gezückt“, meinte Münchingens Interimstrainer Niklas Traub.

In Unterzahl gelang es den Münchingern aber immerhin, die Gäste von der gefährlichen Zone fernzuhalten. „Löchgau II hat auf mich nicht den Eindruck gemacht, als ob sie hier unbedingt gewinnen wollten“, meinte Niklas Traub. Seine Mannschaft habe aber auch alles gut wegverteidigt.

Spielfrei war der TSV Heimsheim, der auf dem sechsten Tabellenplatz rangiert.