Shaban Ismaili (Nummer 26) erzielt per Traumtor in den rechten oberen Winkel die 3:1-Führung. Foto: avanti

Der SV Kornwestheim muss sich in der Fußball-Bezirksliga in Nussdorf mit einem 1:1 begnügen. Drita Kosova hingegen setzt seine Aufholjagd fort. In Marbach heißt es am Ende 6:1.

Die 96. Minute war es, in welcher der SV Kornwestheim vor zwei Wochen beim GSV Pleidelsheim das 1:2 kassierte. Vergangene Woche platzte der Traum vom Überraschungssieg gegen den Spitzenreiter TSV  Münchingen durch den 2:2-Ausgleich in der 89. Minute. Und nun am Sonntag beim TSV Nussdorf war es ein Foulelfmeter in der 94. Minute, der das Spiel aus Kornwestheimer Sicht nur 1:1 statt 1:0 enden ließ. Fünf Punkte gab die Mannschaft allein in diesen drei Spielen spät ab. „Daraus müssen wir lernen“, macht der SVK-Trainer Markus Koch deutlich, dem die Enttäuschung anzumerken war.

Enttäuschung herrschte auch, weil der SVK es in der Hand hatte, den Sack zuzumachen. Doch zwei hochkarätige Chancen vor dem späten Ausgleich wurden vergeben. „Wir waren griffig und gut im Spiel“, sagt Markus Koch. Die Führung erzielte Timo Stahl nach einer halben Stunde, als er nach einer Hereingabe aus kurzer Distanz einschoss. Den Angriff hatte Pirmin Löffler mit einem Diagonalball eingeleitet. Die Hausherren, die ebenfalls im Tabellenmittelfeld stehen – hatten kaum Torchancen. Zumindest bis sie in der hektisch werdenden Schlussphase alles nach vorne warfen. Einen Ball sah Coach Markus Koch gar schon im Tor liegen. Doch nach einem Missverständnis in der SVK-Abwehr ging der Schuss des Gastgebers knapp am Tor vorbei. Zum Sieg reichte es für den SVK dann dennoch nicht. Verschmerzen musste er zudem nach Abpfiff die gelb-rote Karte für Rechtsverteidiger Kaan Demir, der damit einmal pausieren muss.

SV Kornwestheim: L. Wolf – Demir, Strehlow, M. Wolf, Abdul-Karim – Schima, Altobelli, Stahl (60. Max Kunberger), Löffler – Nicolazzo (89. Waida), Terzi (72. Schürmann).

Eine Woche nach dem 5:1 beim TV Aldingen  II feierte Drita Kosova Kornwestheim den nächsten Kantersieg. Beim ersatzgeschwächten FC Marbach gelang ein 6:1-Erfolg. Die abstiegsbedrohte Mannschaft setzt ihre Aufholjagd damit beeindruckend fort.

Von Beginn an waren die Gäste spielbestimmend, gingen per Volleyschuss von Shpetim Muzliukaj früh in Führung (8.). Es war bereits die zweite gute Chance, nachdem zuvor ein Marbacher in höchster Not geklärt hatte. Der FC kam quasi nicht zur Entfaltung – aber trotzdem zum Ausgleich. Nach einem Ballverlust war ein FCler frei durch und schoss ins lange Toreck (13.). Nach diesem Tor war Marbach ebenbürtig.

Doch Kornwestheim schlug nach einer halben Stunde zurück. Bei einer Folge von drei Eckbällen hintereinander war es Berkan Yürükoglu, der im Getümmel am kurzen Pfosten zum 2:1-Pausenstand traf. Richtig schwungvoll wurde es aus Drita-Sicht nach dem Seitenwechsel: Shaban Ismaili packte aus 18 Metern den Hammer aus und schoss den Ball in den rechten oberen Winkel (49.). Und nur zwei Minuten später schob erneut Yürükoglu das Leder nach Flanke von Xhelal Shala über die Linie.

Statt sich auf dem 4:1 auszuruhen, stürmte Kornwestheim weiter. Es setzte den Gegner früh unter Druck, ließ ihn kaum die Mittellinie passieren. In Minute 57 traf Muhamet Muzliukaj beinahe zum 5:1, doch ein Verteidiger rettete knapp von der Linie.

Erfolgreicher war Shpetim Muzliukaj, der bei einer zu kurz geratenen Rückgabe zum Torwart den Braten roch, dazwischenging und einschoss (66.). Den Schlusspunkt setzte drei Minuten vor dem Ende der eingewechselte Oldie Feriz Meha, der zum 6:1 einköpfte. „Heute hat auch das Läuferische und Kämpferische gestimmt. Kicken können wir alle, aber das allein reicht nicht“, sagt Muzliukaj. Das habe die Hinrunde gezeigt. Nach guter Vorbereitung steht man jetzt viel besser im Saft. Belohnt wurde das mit „schönen Toren“, wie der Trainer und Torjäger sagt.

Und: Seine Elf hat Blut geleckt. Schon am Mittwoch um 19.30 Uhr strebt sie den nächsten Dreier an. Zu Gast ist sie dann beim Tabellennachbarn AKV Ludwigsburg, der am Sonntag ebenfalls gewann. Drita Kosova Kornwestheim: Michis – Zejneli, Ismaili, Musa, Yalman – M. Muzliukaj, V. Muzliukaj (85. D. Shala), Halimi – Yürükoglu (88. Krasniqi), S. Muzliukaj (74. Meha), X. Shala (57. Kabashi).