Francis Pola (links) und Güney Cömert betreuen den SV Pattonville auch in der Rückrunde der Bezirksliga. Foto:  

Zum Rückrundenauftakt fehlen dem Fußball-Bezirksligisten mehrere Leistungsträger. Trainer Pola arbeitet weiter an den Baustellen des Teams.

Die Frist wurde unlängst verlängert, die Trainersuche erst einmal auf Eis gelegt – zu gut harmoniert es zwischen Interimstrainer Francis Pola und der Mannschaft des SV Pattonville. Eigentlich hätte der langjährige Sportliche Leiter des Fußball-Bezirksligisten nach der Trennung vom bisherigen Coach Michael Felix (jetzt SG Untertürkheim, Kreisliga B Stuttgart) Anfang Oktober nur bis zur Winterpause übernehmen sollen, weil unter dem Inhaber einer Fußballschule aber der sportliche Aufschwung gelang, bleibt er nun vorerst weiter im Amt.

 

„Das Fazit der Hinrunde fällt durchaus positiv aus, auch mit Blick auf den Trainerwechsel“, sagt der Vereinsvorsitzende Michael Uhse vor dem Start der Rückrunde am Sonntag beim AKV B.G. Ludwigsburg (14.30 Uhr). Schon nach kurzer Zeit, Ende November, hatte der Vereinschef die positive Arbeit Polas gelobt. Pola und sein spielender Co-Trainer Güney Cömert hätten eine positive Ausstrahlung und die richtige Ansprache, die der Mannschaft gut tue. Wichtig sei jedoch die Arbeit auf dem Platz, die durch ansprechende Trainingsinhalte und den Fokus auf die Fitness geprägt sei. Als Pola und Cömert im Oktober vergangenen Jahres übernahmen, war der Fitnesszustand des Teams nicht optimal. Daher trainiert die Mannschaft seitdem dreimal wöchentlich. Mit Erfolg.

Unter dem gebürtigen Kameruner Pola stabilisierte sich die Mannschaft vor allem defensiv und kletterte mit fünf Siegen aus neun Spielen zwischenzeitlich auf den fünften Tabellenplatz. Nach zwei Pleiten zum Jahresabschluss befinden sich die Pattonviller in der engen Liga aktuell auf dem zwölften Platz. „Wenn wir das nach der Rückrunde sind, dann unterschreibe ich das“, sagt Pola. Primäres Ziel sei es, so schnell wie möglich sechs Siege einzufahren, um die magische Marke von 40 Punkten zu erreichen.

Der Inhaber der DFB-A-Lizenz hatte nach seiner Übernahme die Grundordnung geändert und von einer Viererkette auf drei Verteidiger umgestellt. „So hatten wir mehr Stabilität gegen den Ball, weil wir situativ fünf Defensivspieler hatten“, verrät der Coach. Die Defensive steht auch in der Rückrunde im Fokus des Trainers: „Wir wollen weiter so wenig Torchancen zulassen und so wenig Tore kassieren wie möglich.“ In der Vorbereitung rückten Spielaufbau und Chancenverwertung stärker in den Vordergrund. Zwei große Baustellen des Teams, weshalb sich die Pattonviller in diesen Bereichen verbessern wollen. „Man wird am Sonntag sehen, ob es klappt“, sagt Pola.

Mehrere Führungsspieler fehlen dem SVP

Fehlen wird weiterhin Kapitän Philipp Mandic. Der Angreifer konnte in der Winterpause nicht wie geplant wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Mittelfeldspieler Florian Heinz wird die kommenden drei Monate ebenfalls fehlen. Zudem hat sich jüngst Leistungsträger Selvedin Shanmugarajah aus persönlichen Gründen von der Mannschaft verabschiedet. Ersatzkeeper Jan Moor und Standardspezialist Daniel Gelt sind beide angeschlagen. „Damit fehlen uns einige wichtige Führungsspieler“, sagt Pola.

Verstärkt wurde die Mannschaft durch Louis Grimbacher (Bruder von Verteidiger Marvin), Noah Nobiling und Leon Gabler. Alle drei rücken aus der zweiten Mannschaft des SV Pattonville auf. Zudem verstärkt Verteidiger Ruslans Purins vom Ligakonkurrenten TV Pflugfelden das Team als externer Neuzugang.