Die Bezirksliga-Fußballer des SV Kornwestheim bezwingen den FSV 08 Bietigheim-Bissingen II mit 1:0. Dabei verpassen sie es, den Deckel früher draufzumachen.
„Es passt gerade einfach alles. Das Team ist sportlich wie charakterlich richtig gut drauf. Und nach dem Sieg im Pokal-Halbfinale waren wir heute stabil, was nicht selbstverständlich ist.“ Es sind lobende Worte, die Trainer Roberto Raimondo am frühen Sonntagabend über sein Bezirksliga-Team beim SV Kornwestheim findet. Es bezwang soeben den Tabellennachbarn FSV 08 Bietigheim-Bissingen II mit 1:0 und bleibt damit Teil des überaus spannenden Rennens um Tabellenplatz zwei. Den belegt zwar noch der TSV Münchingen, der aufgrund seiner Personalprobleme seit Winter aber abrutschen dürfte. Dahinter liegen gleich sechs Teams in Lauerstellung – sie alle trennen insgesamt nur drei Punkte.
Dank des Erfolges im Heimspiel zog der SVK innerhalb dieses Verfolgerfeldes an 08 Bissingen II vorbei. Der einzige Vorwurf den sich das Team dabei gefallen lassen muss: Nach der Führung in der 57. Minute verpasste es eine frühzeitige Entscheidung. Bei gleich vier hundertprozentigen Torchancen fand der Ball nicht den Weg ins Tornetz. So traf Issa Mira zum Beispiel aus elf Metern nur den Pfosten (71.), kurz zuvor hatten Tom Schneider (63.) und Nico Schürmann (70.) freistehend vergeben. 08 Bissingen II strahlte zwar nie große Gefahr aus, kam nach Eckbällen und Flanken aber doch immer wieder in Tornähe. Sicher sein konnte man sich beim SVK also nie.
Risiko wird belohnt
Am Ende blieb das Tor des eingewechselten Nico Schürmann das goldene des Tages. Es entstand auf Umwegen: Auf der rechten Seite hatte sich Cedric Schröder stark durchgesetzt, seine Flanke geriet aber zu lang, und der ein oder andere dürfte gedacht haben, der Ball landet im Toraus. Doch Tom Schneider schaltete nicht ab, sondern rettete ihn vor der Linie, spielte flach in die Mitte – und Schürmann war aus kurzer Distanz ungedeckt vor dem Keeper zur Stelle.
Damit lohnte die Einwechslung von Schürmann zur Pause und die damit verbundene Umstellung auf eine offensivere Spielweise. „Wir sind nach der Halbzeit ins Risiko gegangen, weil ich unbedingt gewinnen wollte“, so Trainer Raimondo. Die Freude über die Punkte ist entsprechend groß: „Es braucht auch mal so einen dreckigen Sieg.“