Moritz Kempf (links) und die SpVgg Holzgerlingen: Jetzt geht es gegen den SV Vaihingen. Foto: Stefanie Schlecht

Die SpVgg Holzgerlingen kann in der Fußball-Bezirksliga Stuttgart/Böblingen dem TV Darmsheim Schützenhilfe leisten, indem sie dem Zweiten SV Vaihingen Punkte abknöpft.

Es bleibt sehr eng an der Tabellenspitze der Fußball-Bezirksliga Stuttgart/Böblingen, aber auch im Tabellenkeller ist noch viel möglich.

 

Die nächsten beiden Gäuderbys werden für den SV Nufringen im Abstiegskampf entscheidend sein. An diesem Sonntag um 15 Uhr geht es zum SV Deckenpfronn, am Gründonnerstag im Nachholspiel zum SV Rohrau. Im Abstiegskampf sollten mindestens vier Zähler geholt werden, um den Anschluss an den ersten Nichtabstiegsplatz halten zu können. „Das war der erste Sieg gegen eine Stuttgarter Mannschaft“, sagte SVN-Spielertrainer Dustin Kappus nach dem 3:2 gegen Cannstatt, als sein Team neunmal Gelb sah. „Wir haben jetzt ein gutes Gefühl und müssen weitermachen.“ SVD-Coach Alex Thies, am Sonntag Gastgeber gegen den SV Nufringen: „Da haben wir nach dem 1:4 im Hinspiel etwas gutzumachen. Wir werden Paroli bieten und alles in die Waagschale werfen.“ Tim Paulus (Oberschenkel) wird wohl ausfallen.

Beim ASV Botnang, der sich mit drei Siegen in Folge und dank des Zwei-Meter-Winterneuzugangs Edison Qenaj (AKV B.G. Ludwigsburg) auf Rang vier vorgearbeitet hat, steht der SV Rohrau unter Druck, mehr Abstand zu den Abstiegsrängen zu bekommen. „Auf der zweiten Halbzeit gegen Darmsheim können wir aufbauen. Da haben wir es trotz Unterzahl echt gut gegen den Ball gemacht“, erinnert sich SVR-Trainer Matthias Mang. „Egal, wie die anderen spielen, wir müssen nach uns schauen.“ Erfreulich: Youngster Lennox Kallab hat sich mittlerweile in die Startelf gespielt. „Er hat deutlich einen Schritt nach vorne gemacht und hat es verdient zu spielen.“ Kai Moser (Muskelfaserriss) und Noel Hellmann (Sperre) sind hingegen keine Option.

Tabellenführer TV Darmsheim hat das Hinspiel beim TV Echterdingen II mit 2:3 erst in der Nachspielzeit noch verloren. „Wir müssen eine ähnlich couragierte Leistung wie beim 2:0 in Rohrau zeigen und nun enger zusammenrücken“, fordert TVD-Spielertrainer Daniel Knoll. Fehlten Steffen Hirth und Andre Esteves krankheitsbedingt, so setzte Simon Lindner verletzungsbedingt aus. „Ein Knorpelschaden, wir sind Leidensgenossen“, sagt Knoll. Er rechnet nicht mit einer schnellen Rückkehr Lindners auf den Platz, sondern gar mit dem Saisonaus.

Weil sich die SpVgg Holzgerlingen gegen Spitzenteams meistens gut aus der Affäre zieht, rechnet sie sich beim SV Vaihingen etwas aus. „Wir treten auf der Stelle, deswegen sind wir auswärts zum Siegen verdammt“ sprach SpVgg-Trainer Bernd Gluiber nach der Heimpleite Klartext. „Vaihingen weiß, dass wir in der Fremde stark sind.“ Er hofft auf die Rückkehr von Niko Klein (krank) und Felix Ribbe (Rückenprellung).

Beim TSV Musberg will sich der TSV Dagersheim gut aus der Affäre ziehen. „Es kann alles passieren in der Liga. Wir gehen mit Mut ins Spiel und haben nichts zu verlieren“, hat Dagersheims Trainer Marco Bernhardt nach dem jüngsten Erfolg Lunte gerochen. Siegtorschütze Labinot Dodoli wurde am Knöchel getroffen und musste kurz vor Schluss ausgewechselt werden. „Das war für uns eigentlich eine Rote Karte für den Gegner“, echauffierte sich Bernhardt.

Der VfL Herrenberg könnte sich mit einem Sieg gegen die SpVgg Cannstatt weiter Richtung gesichertes Mittelfeld absetzen. „Eine unangenehm zu spielende Mannschaft. Die haben ein paar abgezockte Spieler und ein gutes Umschaltspiel“, weiß VfL-Trainer Daniel Wahnsiedler, der länger auf A-Junior Tom Böttinger (Ellenbogen) verzichten muss.

4:4 endete das erste Aufeinandertreffen zwischen Croatia Stuttgart und dem VfL Oberjettingen in dieser Saison. Aufgrund der latenten Auswärtsschwäche sind vier Tore der Oberjettinger auf des Gegners Platz diesmal allerdings utopisch. „Das ist eine spielstarke Mannschaft. Durch den Ausfall des gesperrten Fabian Seeger müssen wir taktisch umstellen“, gibt VfL-Abteilungsleiter Marcus Ruß Einblicke in die Gedankenspiele.