Im Viertelfinale des Bezirkspokals schlug der TSV Heimsheim mit Heiko Krannich (re.) den TSV Schwieberdingen um Torjäger Giuseppe Masso noch mit 3:2 – in der Liga gab es nun eine 0:2-Niederlage. Foto: Baumann/Alexander Keppler

Der Fußball-Bezirksligist aus Heimsheim unterliegt beim TSV Schwieberdingen mit 0:2. Der TSV Münchingen hält gegen Meister Germania Bietigheim nur eine Stunde mit.

Mit der vierten Niederlage aus den letzten sechs Spielen hat sich der TSV Heimsheim endgültig aus dem Rennen um den Relegationsplatz verabschiedet. Beim TSV Schwieberdingen, der um den Klassenverbleib kämpft, unterlag der Aufsteiger aus Heimsheim mit 0:2. „Wir hatten eigentlich eine tolle Trainingswoche. Aber heute hätten wir zwei Stunden lang spielen können, ohne auch nur ein einziges Tor zu schießen“, kommentierte TSV-Trainer Oliver Kudera den schwachen Auftritt seiner Mannschaft.

 

Für die 1:0-Halbzeitführung der Schwieberdinger sorgte Francesco Masso (32.), der nach einem Eckball am langen Pfosten per Kopf traf. „Ich kann nicht einschätzen, ob es ein Abwehrfehler war. Er hat sich einfach gut von seinen Gegenspielern abgesetzt“, kommentierte Kudera den 16. Saisontreffer des Schwieberdinger Torjägers.

TSV Heimsheim fehlt der Hunger

In der Pause versuchte der Heimsheimer Coach, seine Spieler bei der Ehre zu packen. „In der zweiten Hälfte hat die Mannschaft auch mehr Elan gezeigt, aber die letzte Entschlossenheit hat oft gefehlt“, meinte Kudera. Auch sei die Besetzung in der Box nach zweiten Bällen oft nicht ausreichend gewesen. Für den 2:0-Endstand sorgte nach 55 Minuten Fabio Morello, der einen Foulelfmeter verwandelte, nachdem der Schiedsrichter nach einer Aktion von Heiko Krannich im eigenen Strafraum auf den Punkt gedeutet hatte. Heimsheims Schlussmann Mehmet Gündüz war mit der Hand noch am Ball, konnte den platziert geschossenen Strafstoß aber nicht entscheidend ablenken.

Trotz schwacher Leistung gegen Schwieberdingen zufrieden mit dem Erreichten in dieser Saison: TSV-Trainer Oliver Kudera. Foto: Andreas Gorr

„Man hat gemerkt, dass es für Schwieberdingen ums Überleben geht, sie haben permanent gebissen und gekratzt“, kommentierte Coach Kudera die engagierte Spielweise der Gastgeber, dem die Heimsheimer nichts entgegenzusetzen hatten. „Uns haben der Hunger und die Spritzigkeit gefehlt“, musste der Trainer feststellen. Trotz der Niederlage und des Aus im Aufstiegsrennen zieht Oliver Kudera schon jetzt ein positives Fazit: „Wir spielen als Aufsteiger eine gute Saison und werden die Runde auf einem einstelligen Tabellenplatz beenden. Außerdem waren wir im Pokal-Halbfinale“, begründete der Trainer dies. Die Mannschaft wisse, woran sie mit Blick auf die nächste Saison arbeiten müsse. Ein Durchmarsch wäre für das Team zu früh gekommen, man müsse einer Mannschaft auch schwächere Phasen in der Saison zustehen.

Die personellen Planungen für die nächste Runde sind beim TSV Heimsheim schon weit gediehen und lassen auf große Ambitionen schließen. Mit Patric Vaihinger und Yannik Walter (beide SKV Rutesheim) sowie Torhüter Tom Kaczmarek und Pascal Schüller (beide TSV Heimerdingen) kommen vier Neuzugänge mit Landesliga-Erfahrung auf die Wanne.

TSV Münchingen gibt sich Niederlage hin

Gut eine Stunde lang konnte der TSV Münchingen beim Meister und Aufsteiger Germania Bietigheim mithalten. Nach dem 2:0 (58.) durch Elias Abraha brachen bei den Gästen dann die Dämme. „Das war einfach hervorragend herausgespielt mit vier Stationen durchs Mittelfeld mit jeweils nur einem Kontakt“, erkannte Münchingens Interimstrainer Niklas Traub neidlos an. Bis dahin war dem Tabellenführer nur ein Treffer durch Riccardo Garofano nach 26 Minuten gelungen. Der Germania-Akteur war bis zur Grundlinie durchgedrungen und zog nach innen – und als alle mit einem Pass in den Torraum rechneten, drosch er den Ball aus spitzem Winkel ins Tor.

Im Hinspiel trennten sich der TSV und die Germania noch 0:0 – doch damals stand eine ganz andere Münchinger Mannschaft (Etienne Stadler, re.) auf dem Spielfeld. Foto: Baumann/Alexander Keppler

Fünf Minuten nach dem 2:0 erhöhte Livio Falco nach einer Standardsituation mit seinem 15. Saisontreffer auf 3:0. Für den vierten Treffer sorgte nach 75 Minuten Tim Kainz mit einem strammen Schuss aus 17 Metern, auch für ihn war es Saisontor Nummer 15. Den Schlusspunkt zum 5:0-Endstand setzte Valentin Köhl elf Minuten vor dem Ende. „In der letzten halben Stunde hat Germania gezeigt, dass sie zu recht Meister geworden sind. Und sie machen nicht den Eindruck, als ob sie die Saison einfach austrudeln lassen wollen“, sagte Niklas Traub.

Der TSV Merklingen war spielfrei und hat nach dem Schwieberdinger Sieg noch vier Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz, den es nunmehr in den letzten drei Partien der Saison gegen die Top Drei der Tabelle zu verteidigen gilt.