Der bereits sichere Absteiger hat den Mann gefunden, mit dem es nächste Saison wieder aufwärts gehen soll. Auch beim Staffelrivalen TSV Rohr ist eine Trainerentscheidung gefallen.
Unverhofft kommt oft. Eigentlich war sein Plan klar: ein Jahr Fußballpause. Mal raus aus dem Trubel. Nun wird alles anders. Sven Damnig hat sich umstimmen lassen. Zu reizvoll war das Angebot, das ihm zuflatterte. Seit diesem Mittwoch steht fest: Der 45-Jährige ist der Neue beim bereits sicheren Bezirksliga-Absteiger Sportvg Feuerbach. Er ist der Trainer, der die tief gestürzten Nord-Stuttgarter nach einer schwarzen Saison in ein wieder besseres Fahrwasser lenken soll.
Namen hatten die Feuerbacher in den vergangenen Wochen einige auf dem Zettel. Warum Damnig? „Er ist ein akribischer Arbeiter. Er kann sowohl mit jungen als auch mit älteren Spieler gut. Und er hat ein gutes Konzept, wie er die Mannschaft wieder aufbauen will“, sagt der Spielleiter Kai Marquardt, für den mit der Verpflichtung die Suche nach dem eigenen Nachfolger zu Ende geht. Aktuell und noch bis zum Ende der laufenden Runde fungiert er selbst zusammen mit Jochen Weber als Interimscoach. Die erhoffte Wende im Abstiegskampf konnten die beiden allerdings nicht bewirken. Nach zuletzt sechs Niederlagen aus neun Spielen führt der Weg ihres Vereins erstmals in der 47-jährigen Geschichte des heutigen Spielklassensystems hinab in die Kreisliga A.
Erfahrung bringt Damnig sowohl von dort als auch aus höheren Ligen mit. Im Moment ist er noch beim B-Kreisligisten Stuttgarter Sportclub engagiert, doch war schon seit Januar beschlossen, dass er bei den Cannstattern aufhören wird. Zuvor war er als Trainer beim SV Rot, SC Stammheim, VfB Neckarrems II, FV Ingersheim (Landesliga) und SSV Zuffenhausen tätig. In Neckarrems fungierte er seinerzeit parallel als Co-Trainer des damaligen Verbandsliga-Teams. Nun freut er sich auf seine neue Aufgabe. „Der Verein hat eine brutale Wucht, die es wieder zu entfalten gilt“, sagt Damnig über seinen künftigen Club. Bauen wolle man hierbei auf viele Feuerbacher Jungs, sprich Eigengewächse. Das war auch schon unter dem im März geschassten Vorvorgänger Rocco Cesarano eines der Markenzeichen.
Mit einem anderen Kandidaten, dessen Namen ebenfalls kursierte, scheiterte es dann schon im Ansatz. Stefan Schuon (zuletzt TSV Münster) winkte wegen eines für ihn zu weiten Fahrtwegs von seinem Wohnort Waiblingen ab.
Auch in Rohr Klarheit: Kämmerer bleibt
Derweil ist beim fixen Mitabsteiger TSV Rohr die Trainerfrage ebenfalls beantwortet – dort mit dem Ergebnis, das sich bereits abgezeichnet hatte: Der Amtsinhaber Klaus Kämmerer macht weiter. Letzte vor allem organisatorische Details, woran es für den Coach noch gehakt hatte, sind ausgeräumt. Beispiel Ablauf an den Spieltagen, Kabinenbelegung. „Nun geht es darum, den Kader mit noch etwas Qualität aufzufüllen“, sagt Kämmerer. Seine Ankündigung mit Blick schon auf die nächste Saison: „Wir wollen das maximal Mögliche herausholen.“ Was auch immer das sein wird. Klar ist: zur Dauerstation soll die A-Klasse weder für die Feuerbacher noch die Rohrer werden. Dafür sind die jeweiligen eigenen Ansprüche zu hoch.