Der FC Marbach und der SV Pattonville lieferten sich in intensives Duell. Foto: Peter Mann

Der SV Pattonville und der FC Marbach trennen sich nach mit 2:2. Während die Gäste in der zweiten Hälfte nachlassen, dominieren die Marbach das Spiel.

Christos Makrigiannis braucht eine neue Taktiktafel. Die bisherige des Trainers des FC Marbach musste nach einer schwachen ersten Hälfte des Fußball-Bezirksligisten bei der Halbzeitansprache dran glauben. „Die Ansprache hat gesessen“, verrät er nach dem 2:2-Unentschieden gegen den SV Pattonville. Der FC Marbach hat damit die „magische Marke“ für den Klassenverbleib von 40 Punkten erreicht und klettert auf Rang sieben. Die Pattonviller dagegen sammelten mit dem Unentschieden einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf, belegen aber weiterhin den Relegationsrang. „Mal schauen, was der Punkt uns am Ende bringt“, sagt Francis Pola, Trainer des SV Pattonville.

 

Polas Mannschaft erwischte die bessere Anfangsphase. In der 2. Minute verpassten sie jedoch erst durch Startelf-Rückkehrer Philip Mandic, dann durch Tobias Uhse die frühe Führung. „Pattonville hat mir in der ersten Hälfte richtig gut gefallen“, lobt Marbachs Trainer Makrigiannis. Entsprechend verdient gingen die Gäste nach 41 Minuten durch Selvedin Shanmugarajah in Führung. Der Mittelfeldspieler wurde am Strafraumrand bedient, zog nach innen und schloss mit rechts ab. Der Schuss des 23-Jährigen wurde unhaltbar für Torhüter Christopher Meyer abgefälscht.

Dann überschlugen sich die Ereignisse: Im direkten Gegenzug glich Luis Herre für den FC Marbach aus (43.), dann wurde der starke Shanmugarajah in der Nachspielzeit von Lewin Hauff im Strafraum zu Fall gebracht. Den fälligen Foulelfmeter verwandelte Emrah Akpolatzu zu der zu diesem Zeitpunkt verdienten Pattonviller Führung.

Während Makrigiannis auf Marbacher Seite zur zweiten Hälfte Flamur Gervalle für Besnik Rrusta brachte, tauschte Pattonville Coach Pola Grigorios Moissiadis für Philipp Hack. Kapitän Mandic rückte dafür vom Sturmzentrum auf die linke defensive Außenbahn. Der taktische Kniff des Coachs verpuffte jedoch, denn die Pattonviller erspielten sich im zweiten Abschnitt keine Torchance mehr. „Ich suche noch nach einer Erklärung“, zeigt sich Pola ratlos über den schwachen Auftritt seines Teams in Hälfte zwei. Stattdessen zeigten die Marbacher ein ganz anderes Gesicht und dominierten die Partie. Die Gastgeber scheiterten zunächst noch mehrfach an Gästekeeper Karl Birkeneder. In der 71. Minute war es dann jedoch Marbachs Kapitän Philipp Bez, der nach einem Freistoß unbedrängt zum verdienten Ausgleich einköpfte. „Jeder hatte eine Halbzeit für sich. Wir nehmen den Punkt gerne mit“, sagt Makrigiannis.

FC Marbach: Meyer – Hauff (90. +1 Kraguljac), Delimpeis, Weinzierl, Möhle – Herre, Bez, Mailänder (65. Paletta) – Iaciancio (82. Tsiolakidis), Yalman, Rrusta (46. Gervalla). S V Pattonville: Birkeneder – Baris Akpolat, Kravchenko (80. Vetter), Grimbacher (74. Moor), Hack (46. Moissiadis) – Shanmugarajah, Gelt, Emrah Akpolat – Garcia Urbina, Mandic (82. Öztürk), Uhse (67. Schuh).