In einer spannenden und hart umkämpfen Begegnung der Fußball-Bezirksliga trennen sich der TSV RSK Esslingen und der TSV Berkheim 5:5.
Was für ein Stadt-Derby in der Fußball-Bezirksliga: Zehn Tore, zwei völlig unterschiedliche Spielhälften und ein Wechselbad der Gefühle auf beiden Seiten. Am Ende hieß es in dem hart umkämpften und bis zur letzten Minute spannenden Spiel zwischen dem TSV RSK Esslingen und dem TSV Berkheim 5:5 (3:1). Alle Beteiligten waren mit dem Ergebnis nicht zufrieden, denn das Remis und die damit verbundene Punkteteilung bringt keines der beiden Teams in der Tabelle weiter. Die Berkheimer bleiben auf dem Relegationsplatz 13 und der TSV RSK auf Tabellenplatz vier.
Der TSV RSK dominierte die Begegnung in der ersten Hälfte von Beginn an. Die Spieler von der Katharinenlinde gewannen die Zweikämpfe und hatten deutlich mehr Spielanteile. So gelang es bereits in der 8. Minute Anastasios Ketsemenidis, nach einem sehenswerten Spielzug den Ball zum 1:0 im Berkeimer Tor unterzubringen. Zu diesem Zeitpunkt fiel überraschend der Ausgleich im Gegenzug, unmittelbar nachdem Schiedsrichter Carol Özimek das Spiel wieder angepfiffen hatte. Torschütze für die Berkheimer war Michael Wamsler (9.).
Doch das TSV-RSK-Team blieb die spielbestimmende Mannschaft. Sie ließ den Ball laufen, die Pässe kamen bei den Mitspielern an und die Berkheimer waren immer einen Schritt hinterher. In der 18. Minute landete eine Flanke von rechts auf dem Fuß von TSV-RSK-Spieler Tim Hammerle, der das Spielgerät locker und unhaltbar für Berkheims Keeper Matteo Bauer unten links ins Tor zum 2:1 schoss.
Die Berkheimer bemühten sich, im Spiel zu bleiben. Immer wieder spielten sie sich frei nach vorne, aber die TSV-RSK-Abwehr machte ihren Angriffen meist einen Strich durch die Rechnung oder der Abschluss funktionierte nicht. In der 31. Minute kam es zu einem unnötigen Foul im Berkheimer Strafraum. Den fälligen Strafstoß verwandelte Finn Scheuing souverän zum 3:1 für den TSV RSK. Mit diesem Ergebnis schickte Özimek die Mannschaften dann auch in die Pause.
Das Blatt wendet sich
Kurz nach Anpfiff der zweiten Hälfte hatte das TSV-RSK-Team nochmals zwei sehenswert herausgespielte Torchancen, die aber über beziehungsweise neben dem Tor landeten. Doch danach wendete sich das Blatt. Die Berkheimer wurden immer stärker, gewannen die Zweikämpfe, waren gefährlich vor dem Tor und ließen ein ums andere Mal die TSV-RSK-Defensive schlecht aussehen. Auch im Sturm des TSV RSK funktionierte plötzlich nichts mehr. Viele Fehlpässe, und eine schlechte Ballkontrolle machten es den Berkheimern einfach, immer wieder den Ball für sich zu holen und mit gekonnten Spielzügen den Ball vors gegnerische Tor zu bringen. Ein Freistoß, den Berkheims Alejandro Bartmann aus 22 Metern vor dem TSV-RSK-Tor per Direktschuss versenkte, brachte den Anschlusstreffer zum 2:3. Doch die Freude währte nur kurz: Ein Fernschuss vom RSK’ler Moritz Ragg führte zum 4:2 (70.).
Wieder lagen die Berkheimer mit zwei Toren hinten. Den erneuten Anschlusstreffer zum 3:4 erzielten die Berkheimer durch einen Foulelfmeter, den Bartmann ins RSK-Tor donnerte (72.). Nur drei Minuten später aber fiel der 4:4-Ausgleich: Berkheims Pascal Breuning schoss aus dem Hintergrund und traf.
Beide Mannschaften warfen in den letzten Minuten nochmals alles nach vorne. Einige unschöne und unnötige Fouls unterbrachen in dieser Phase jedoch immer wieder das Spiel. Berhkeims Oliver Wamsler gelang, was die TSV-RSK-Fangemeinde schockierte: Er machte die 5:4-Führung für Berkheim (84.). Der TSV RSK gab noch nicht auf und versuchte es mit der Brechstange. In Minute 90+6 hatte Hammerle das Glück des Tüchtigen und glich zum 5:5 aus. Ein wahres Wechselbad der Gefühle.
„Im Großen und Ganzen war es trotz vieler wilder und hektischer Phasen ein gerechtes Unentschieden“, meinte TSV-RSK-CoTrainer Tilman Weißenborn. Etwas anders sah es Berkheims Coach Patrick Bauer: „Es ist eine bittere Situation, wenn man kurz vor dem Ende führt und dann noch der Ausgleich kommt. Trotzdem muss ich meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen. Wir hätten den Sieg verdient gehabt.“
TSV RSK Esslingen: Grosshans; Finn Hammerle, da Cruz, Prömmel (82. Hägle), Kogios, Weißenborn (55. Ragg), Ketsemenidis, Till Hammerle, Kütter (62. Nixdorf), Scheuing, Greco (88. Smajli).
TSV Berkheim: Bauer; Michael Wamsler, Dallas, Sadat, Bertmann, Storz (64. Breuning), Cecchetti (80. Schmid), Alber, Oliver Wamsler, Spohn, Müller.
Schiedsrichter: Carol Özimek (Sindelfingen).
Zuschauer: 180.
Tore: 1:0 Ketsemenidis (8.), 1:1 Michael Wamsler (9.), 2:1 Tim Hammerle (18.), 3:1 Scheuing (37.), 3:2 Bartmann (60.), 4:2 Ragg (70.), 4:3 Bartmann (72.), 4:4 Breuning (75.), 4:5 Oliver Wamsler (84.), 5:5 Till Hammerle (90.+6).
Beste Spieler: Tim Hammerle, Weißemborn / Michael Wamsler.